ABAKUS SEO Leaks: Trends in der Suchmaschinenoptimierung 2011

31. Januar 2011 | von Uwe Tippmann

Zu Beginn des neuen Jahres steht Einiges an in der Suchmaschinen-Welt. Und natürlich  machen wir uns auch bei ABAKUS Internet Marketing zu diesem Zeitpunkt sehr viele Gedanken darüber, welche Thematiken wir in unseren kommenden Fachartikeln, auf Veranstaltungen (allen voran unsere SEMSEO im Mai) und last but not least natürlich bei unseren SEO-Strategien für die Kunden berücksichtigen müssen.

Aus diesem Grund haben wir unsere Geschäftsführer Alan Webb und Uwe Tippmann vorige Woche mal wieder für ein Stündchen ins Büro eingeschlossen. Dabei haben sie die Vorgabe bekommen, mögliche Trends für 2011 zu diskutieren und Ansichten auszutauschen. Was dabei herauskam, kann man hier lesen. Und bevor es jemanden wundert: Ja, die (denglischen) Antworten von Alan Webb wurden grammatikalisch korrigiert – auch wenn sie manchmal im Ursprung sehr viel mehr Unterhaltungswert gehabt hätten ;-).

Alan:

Hi Uwe, lass uns also heute über das Jahr 2011 reden. Das haben ja schon einige getan, also machen wir das auch. Also, was denkst Du, in welcher Form wird sich der Google Algorithmus verändern, was wird den SEO-Bereich zu Beginn des neuen Jahrzehnts besonders stark beeinflussen?

Uwe:

Also ich denke, 2011 wird das Jahr des „Agent Rank“, einer algorithmischen Anpassung, bei der der Autor bzw. eine Person selber besonders in den Vordergrund rutscht. Bewertungen, Forenbeiträge und andere persönliche Inhalte des Individuums werden dabei wie eine Signatur besonders gewichtet und gerankt. Daran ist natürlich das Social Web maßgeblich beteiligt, sofern nicht die Datenschutzdiskussion den Unternehmen dabei einen Strich durch die Rechnung macht.

Alan:

Hmm, die Zuordnung von Personen zu Webseiten (Twitter-Accounts, Blogautoren, Forenuser) wird zukünftig sicher mehr Einfluss auf den Google Algorithmus nehmen. Aber auch wenn das Patent für den „Agent Rank“ bereits 2005 eingereicht wurde, so glaube ich ehrlich gesagt nicht so recht daran, dass es nun plötzlich entscheidenden Einfluss haben wird. Klar, jemand mit vielen ‚Followern‘ bei Twitter erzeugt eine gute Reputation, dessen Tweets bzw. Links sicher besser bewertet werden, als die von jemanden mit sehr wenigen ‚Followern‘…  Aber es ist auch immer nur ein Link, und vor allem sehr manipulierbar. Statt Links kauft man sich quasi einfach viele ‚Influencers‘ (mit der Bitte, eine bestimmte Webseite zu erwähnen). Das kann aus meiner Sicht nur eine eher geringe Beeinflussung des Algorithmus‘ bedeuten.

Aber Uwe, bei der PubCon in Las Vegas gab’s ein Panel zum Thema „Likes are the new links“ – Wie siehst Du das? Meinst Du etwa, dass Facebook Likes (und ähnliches auf anderen Plattformen) einen Anteil am Ranking haben wird?

Uwe:

Nunja, Alan, ich glaube ja nicht an Facebook Likes. Vielmehr glaube ich aber durchaus an einen Wandel in der algorithmischen Bewertung von Empfehlungen. Den Link als stärkstes Empfehlungssignal zu verwenden ist meiner Meinung nach ein veraltetes Konzept. In Zeit von strukturierten Daten zum Abbilden von Bewertungen werden sich die Suchmaschinen anpassen und die Vielzahl der neu dazugewonnenen Empfehlungen mit in das Ranking einfließen lassen.

Ob man das nun Facebook-Like, Link, Google Like, Retweet, Produktbewertung, Karma, Review oder Kommentar nennt, wird dabei sicher nicht von Relevanz sein. Jeder dieser Bausteine wird am Ende dazu beitragen, eine Seite von einer anderen zu unterscheiden, um ihr ein individuelles Ranking – passend für die Zielgruppe, die danach sucht – zu geben.

Und wo ich gerade beim Review bin, Alan, wie schätzt denn Du die Entwicklung der lokalen Suche, zum Beispiel Google Places oder Google Hotpot ein? Und welche Rolle spielt Deiner Auffassung nach die Bewertung von Reviews im lokalen Business? Glaubst Du, dass wir 2011 eine Welle rechtlich bedenklicher, selbst initiierter Unternehmensbeurteilungen erwarten können?

Alan:

Klar! Wenn es Möglichkeiten zur Manipulation von Beurteilungen gibt, dann werden die auch ausgeschöpft. Aber ich bin mir sicher, dass dazu auch verschiedene ‚Checks & Balances‘ in den Algorithmus integriert werden, um den Missbrauch zu vermeiden. Doch machen wir uns nichts vor, Workarounds gibt es immer und überall.

Wichtig ist aber in diesem Zusammenhang vor allem zu wissen, dass SEO schon lange nicht mehr nur Onpage, Onsite und Offpage ist. Das Skill Set eines SEOs bzw. einer entsprechenden Agentur muss auch die Social Media Optimierung abdecken, ein gutes Networking aufweisen, und das Konzipieren und Erstellen von „Buzz“-fähigen Inhalten beinhalten. Längst nicht jeder (Inhouse) SEO und/oder Agentur ist momentan in der Lage, das alles abzudecken. Die Zeiten, in denen man zur Umsetzung von SEO nur einen Techniker mit SEO-Erfahrung benötigt hat, sind vorbei. Um all den Anforderungen gerecht zu werden, gibt es ja zum Glück heutzutage auch viele Tools, die einem die SEO-Arbeit erleichtern.

Wie siehst Du denn die Entwicklung im Tool-Bereich, Uwe? Du bist ja mit dem SEO DIVER jetzt mittendrin statt nur dabei. Rentiert sich die Nutzung denn wirklich oder kostet es am Ende viel zu viel Zeit, sich in die jeweiligen Tools einzuarbeiten, um am Ende dann eine untrennbare Abhängigkeit zum Anbieter festzustellen?

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