Die 10 häufigsten Fehler bei der Keyword-Recherche

31. August 2011 | von Uwe Tippmann

Keyword Recherche ist sicher nicht der “spannendste” Teil der SEO. Sie ist jedoch einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg. Alan Webb, Geschäftsführer von ABAKUS Internet Marketing, hat die aus seiner Sicht häufigsten Fehler bei der Keyword Recherche heute für Sie zusammengestellt, inkl. entsprechende Tipps, wie Sie es besser machen können.

1. Konzentration auf die am meisten umkämpften (unrealistischen) Keywords

Das eigene Ego ist ein wesentlicher Faktor bei diesem weit verbreiteten Irrtum. Jeder würde liebend gern ganz oben bei Google für seine am meisten umkämpften Keyword-Phrasen stehen, auch wenn die eigene Website nur sechs Monate alt ist, eine Handvoll Links hat und sehr wenig Vertrauen und Autorität besitzt. Es ist völlig unrealistisch, sich vor allem auf die wichtigsten oder hart umkämpften Zwei-Wort-Keyword-Phrasen zu konzentrieren. Das ist dann in Ordnung, wenn man eine alte Website besitzt, die viele Links hat und bereits auf einem recht guten Rang platziert ist. Es ist aber töricht, den Blick nur auf diese Phrasen zu richten, wenn dies nicht der Fall ist. Auch Konvertierung und Klickraten sind in der Regel besser mit genaueren Phrasen, bei denen weniger Wettbewerb besteht. Im Falle einer relativ neuen Website mit wenig Trust ist man viel besser beraten, die wichtigste Suchphrase zu nehmen und dann mit Hilfe von Keyword-Tools Kombinationen zu verwenden, die nicht zu umkämpft sind und dennoch Traffic bringen. Dabei sollte auch die Longtail-Suche nicht vergessen werden!

2. Keine Kombination wichtiger Keywords mit  Geld / Konvertierungs-Schlüsselwörter

Die fehlende Kombination wichtiger Keywords ‚mit Geld‘ ist ein Umsatzkiller. Denn gerade für Online-Shops ist sehr wichtig (egal, ob sie neu sind oder alt und vertrauenswürdig), die wichtigsten Keywords und Keyword-Phrasen mit dem zu kombinieren, was als Geld-Keywords bezeichnet wird. Im Wesentlichen sind diese Suchwort-Kombinationen ein starkes Indiz dafür, dass die Suchenden transaktionsorientiert sind oder eher geneigt sind, eine Handlung auszuführen, die aus Sicht des Webmasters erwünscht ist.

Nachfolgend einige Ideen für Wortkombinationen …

Klassische Moneyterms

moneykeywords



3. Ausschließliche Nutzung des  Google Adwords Keyword Tool

Google hat natürlich sein eigenes Tool für die Keyword-Recherche:
https://adwords.google.com/select/KeywordToolExternal

Dies ist das am häufigsten verwendete Tool von Werbetreibenden und Webmastern für eine Keyword-Recherche.  Aber nur weil es das offizielle Google-Tool ist, bedeutet das nicht, dass es nicht fehlerhaft ist oder Nachteile hat.

Die wichtigsten Nachteile, die man kennen sollte, sind:

  1. Das ausgegebene Suchvolumen basiert auf einem Jahresdurchschnitt. Damit könnte man einen falschen Eindruck über das monatliche Volumen bekommen.
  2. Das Tool ist nicht wirklich dafür entworfen, um Longtail-Suchbegriffe zu finden (Google will, dass teure Keywords mit viel Wettbewerb gebucht werden).
  3. Es ist nicht gut für erotische Webseiten zu verwenden (keine Porno-Keywords).
  4. Google hat verschiedene Filter, die im Ergebnis nur Keyword-Phrasen anzeigen, die eine kommerzielle Basis haben.
  5. Es gibt eine gewisse Zensur in diesem Werkzeug. Es wird alles rausgefiltert,  was “personenbezogen” sein kann (E-Mail-Adressen, Anschriften, lokale Suchanfragen, beleidigende Worte)
  6. Für ähnliche Wörter wird ein ähnliches oder exakt gleiches Suchvolumen ausgegeben. Google neigt dazu, die Zahlen für eng verwandte Phrasen zu runden, damit sie sich genau gleichen oder sehr ähnlich sind. Deshalb kann man die exakten Häufigkeits-Zahlen zwischen zwei eng verwandte Phrasen oft nicht unterscheiden.

4. Fokussierung nur auf die Homepage

Eine Keyword-Recherche sollte ein kontinuierlicher Prozess sein und nicht nur die wichtigsten Begriffe einer Website umfassen (Homepage). Es sollte eine Keyword-Recherche für jede Kategorie durchgeführt werden, die es auf der Website gibt. Dabei können Kombinations- /Geld-Schlüsselwörter von Kategorie zu Kategorie unterschiedlich sein. Viele Webmaster konzentrieren sich nur auf ihre Homepage/wichtigsten Begriffe und vergessen dabei, viele andere Kategorien mit abzudecken.

5. Nur Plural als Ziele

In vielen Fällen erkennt Google, dass der Plural das Gleiche meint wie der Singular. Aber in vielen Fällen gelingt das nicht, und die Ergebnisse in den SERPs können eine ganze Menge abweichen. Daher sollte sichergestellt sein, dass in der Keyword-Recherche Plural und Singular abgedeckt werden. Es ist oft am besten, sowohl für Plural und Singular auf derselben Seite zu optimieren.

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