Gefährliches Halbwissen beim Linkaufbau

29. Oktober 2009 | by

10. Spez. Stolpersteine

Abschließend möchte ich Ihnen noch von einer wahren Geschichte von einem Webdesigner berichten, der ein fantastisches WordPress Template entwickelt hat.

Wie in solchen Fällen üblich, fügte er einen Link zu seiner Website in das Template ein, wobei er die für ihn wichtigsten Keywords als Linktext verwendete. Pech für ihn war zum einen, dass sich der Link in der Fußzeile befand und er immer den gleichen Ankertext hatte. Zum anderen aber auch, dass sich sein Template als sehr beliebt erwies, und zwar auch bei Porno / Online-Apotheken und anderen spammy WordPress-Websites. Vier der Punkte, über die ich bereits oben geschrieben habe, trafen somit auf dieses „erfolgreiche“ Template zu. Der Webmaster hatte dieses Template zwar nicht vorrangig deshalb entwickelt, weil er sein Ranking pushen wollte, sondern weil er gerne in seiner Freizeit Templates entwickelt (und quasi nebenbei seine  Firmenwebsite pushen wollte). Ergebnis: Katastrophe! Das Google Ranking fiel wie ein Stein für die Keywords aus dem Linktext des Templates.

Was konnte er tun, um die Links von allen bereits installierten Themes zu entfernen? (Realistisch gesehen kann er es nicht und sie sind immer noch da). Wird Google einer Re-Inclusion Anfrage Glauben schenken, dass es nicht seine Absicht war, sie zum Narren zu halten? Nein. Bis heute haben sie es nicht getan und die verlinkten Keywords sind immer noch in einem Filter!

Das Gleiche kann passieren, wenn ein Widget unkontrolliert eingebunden wird. Das ist ein Stück Code, den ein Webmaster in seine eigene Seite einbinden kann, um einen Mehrwert hinzuzufügen. In der Regel wird so etwas mit einem “powered by <link> xyz </ link>“ kombiniert. Ich zucke zusammen, wenn ich höre, dass die Verbreitung von Widgets ein mächtiges Linkaufbau-Instrument ist (was es definitiv sein kann), ohne dass der Ratgeber oder Vortragsredner auf die Risiken hinweist und darauf, wie man sie kontrollieren sollte.

Ähnliches gilt für all diejenigen die planen, einen Seitenzähler-Service zu starten, bei dem ein kleiner Grafik-Button mit einem keywordreichen ALT-Attribut zu ihrer Website verlinkt (mache von Ihnen kennen vielleicht die „Schwester“ dieses Service, den Pagerank-Button). Vergessen sie es! So etwas funktioniert schon seit längerer Zeit nicht mehr.

Abschließend

Glauben Sie nicht, ich hätte alles erwähnt, was man beim Linkaufbau vermasseln könnte. Eigentlich gibt es noch viel mehr, aber dieser Artikel ist schon jetzt wesentlich länger, als er eigentlich werden sollte. Daher beschränke ich mich auf die folgende Warnung: ein erfolgreicher Linkaufbau sollte immer natürlich wirken und ein unnatürlicher Linkaufbau erfolgt auf Ihr eigenes Risiko!

Kompletten Artikel
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Links & Ressourcen

Majestic SEO:
Ein sehr gutes Tool, um Ankertexte von Backlinks zu untersuchen
(englisch, Testversion frei, Vollversion kostenpflichtig).
http://www.majesticseo.com

Linkdiagnosis.com:

Firefox AddOn, das ebenfalls Backlinks und Linktexte darstellt
(englisch, kostenfrei)
http://www.linkdiagnosis.com

Yahoo.de:
Benutzen sie das folgende Eingabeformat, um nachzusehen, wie viele Backlinks sie/ihre Mitbewerber haben:  “linkdomain:www.example.com -site:example.com” (deutsch, kostenfrei)
http://de.search.yahoo.com

Sistrix Tools:
Viele Daten über Links, Keywords, Hosts und Ursprungs-Länder etc. (deutsch, kostenpflichtig).
https://tools.sistrix.de

Link Authority Tool und
Hubfinder:
http://www.suma-tools.de/link-authority/hubfinder-deutsch.php (deutsch, kostenfrei)
http://www.uwe-tippmann.de/tools/hubfinder/index.php (deutsch, kostenpflichtig)

Whitepaper der Stanford-University zum TrustRank (engl.):
http://www.vldb.org/conf/2004/RS15P3.PDF

Trustrank:
Information zum Trustrank (deutsch)
http://knol.google.com/k/dominik-scheiner/trustrank#

Rand Fishkin (SEOMoz) über Trustrank und Link-Building (englisch)
http://www.seomoz.org/blog/whiteboard-friday-using-trust-rank-to-guide-your-link-building