Google Instant Preview

30. November 2010 | von Uwe Tippmann

Anfang November 2010 hat Google auf seinen Suchergebnisseiten (SERPs) ein neues Feature, die so genannte ‚Instant Preview‘ eingeführt. Dabei wird neben der Titelzeile jedes Suchergebnisses eine kleine Lupe eingeblendet, die dem Nutzer, der darauf klickt, am rechten Rand der Ergebnisseite ein kleines Vorschaubild (Thumbnail) derjenigen Webseite darstellt, die das Suchergebnis produziert hat. Dadurch gewinnt der User noch auf der Suchmaschinenseite selbst einen ersten Eindruck der Webseite. Hat sich der User einmal entschieden, die Funktion durch Klick auf die Lupe einzuschalten, reicht anschließend das Mouseover über die Lupe aus, um das dahinter liegende Vorschaubild anzeigen zu lassen.

Ähnlich wie die ‚Fettschrift‘ bei den Texten in der organischen Trefferliste werden bei der Instant Preview inhaltliche Übereinstimmungen aus der gefundenen Seite mit der durchgeführten Suche in kleinen Textboxen (visual snippets) präsentiert.

Die Thumbnails für die Vorschau werden teilweise erst auf Aktion des Users hin (on-demand) erzeugt. Das bedeutet, dass Google in dem Moment, wo der Benutzer auf die Lupe klickt oder mit dem Mauszeiger über die Suchergebnisse hovert, einen Bot auf alle Seiten aus der Ergebnisliste schickt und damit die Vorschaubilder noch in dem Moment anzeigen kann, während der User sich auf der SERP aufhält (on-the-fly). Ein gewisser anderer Anteil der Thumbnails wird aus den Daten generiert, die der übliche Googlebot während seiner Crawl-Routine gesammelt hat. Es ist nicht bekannt, wie oft oder auf welcher Basis Google gedenkt die Vorschaubilder zu aktualisieren.

1-preview-featureAbb. 1: Google Instant Preview blendet rechts ein Vorschaubild der gefundenen Seite ein.

Ähnlich wie die ‚Fettschrift‘ bei den Texten in der organischen Trefferliste werden bei der Instant Preview inhaltliche Übereinstimmungen aus der gefundenen Seite mit der durchgeführten Suche in kleinen Textboxen (visual snippets) präsentiert (s. Abb. 2).

2-preview-snippets
Abb. 2: Die Suche nach dem Stichwort „Google“ erzeugt diese visual snippets auf der Vorschau

Die Bilder selbst werden im JPEG-Format ausgeliefert, sind um die 10 bis 20 kB schwer und sehen im Quelltext der SERPs z.B. so aus:

<img alt=”Preview image” src=”data:image/jpeg;base64,/9j/4AAQSkZ …”>

Durch die Vorschaubilder sollen die User eine Entscheidungshilfe erhalten um damit schneller zum gesuchten Ergebnis/Treffer zu gelangen. Allerdings könnte man es natürlich auch so interpretieren, dass Google damit die User auch länger auf der SERP halten möchte, um damit die Wahrscheinlichkeit eines Klicks auf die bezahlten Anzeigen zu erhöhen.  Ob das gelingt bleibt fraglich. Eyetracking-Studien (http://www.simpleusability.com/our-news/2010/11/google-instant-previews-eye-tracking/)  haben bereits erwiesen, dass der normale Nutzer die Lupe, mit der die Funktion ausgelöst wird, gar nicht wahrnimmt oder ohne Anleitung nichts damit anzufangen weiß. Es ist also zu erwarten, dass nur relativ wenige User Instant Preview benutzen werden.

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