5.3 Hinzufügen neuer Sub-Domains, „Schwester-Domains“, etc.
Sehr effektiv ist der Einsatz von Sub-Domains. Google sieht in ihnen separate Seiten, aber sie erben die Autorität und das Vertrauen der Hauptdomain. So findet man bei Google z.B. für „ABAKUS Internet Marketing“ auf dem ersten Platz das Forum (weil es die Seite mit den meisten eingehenden Links ist) und auf dem zweiten Platz die aktuelle Homepage. Auf dem dritten und vierten Platz aber befindet sich die Subdomain semseo.abakus-internet-marketing.de mit Seiten unser SEMSEO Konferenz.
Stellen Sie sicher, dass Sie bei der Erstellung einer Subdomain nicht einfach nur Inhalte von Ihrer Hauptdomain kopieren, sondern dort nützliche, einzigartige Inhalte zu finden sind. Es müssen nicht jeweils 100 Seiten sein, etwa 10 Seiten pro Subdomain sind ausreichend. Übertreiben Sie es nicht, zwei bis drei Subdomains sind in Ordnung.
Sub-Domains sind jedoch nicht die einzige Lösung. Vielleicht haben Sie bereits andere bestehende Domains? Stellen Sie sicher, dass die bestehenden “Schwester”-Domains gut optimiert und verlinkt sind. Falls Sie keine weiteren Domains haben, können Sie neue erstellen, wobei das für Sie wichtige Schlüsselwort im Domainnamen vorkommen sollte.
Eine in der SEO-Branche gut bekannte Domain hat vergeblich versucht, negative Kommentare aus den TOP 10 zu halten, indem sie eine kaum zählbare Anzahl von weiteren Domains erstellte. Viele haben das Format abcdefg-stadt.de, ein Teil davon mit sogar mit einigem Erfolg. Fünf der separaten „Schwester-Domains“ befinden sich in den TOP 10, die meisten allerdings unglücklicherweise unterhalb des negativen Kommentars.
Wenn Sie neue Domains erstellen, dürfen Sie keinen sofortigen Erfolg erwarten. Diese Domains brauchen ihre eigene Linkkraft und einige Monate Zeit, bevor sie in den TOP 15 sichtbar werden. Sie benötigen außerdem Inhalte für diese Seiten, die sich von den bereits vorhandenen unterscheiden.
Sie können auch überlegen, Inhalte mehrsprachig oder zumindest mit einer Domainendung .ch oder .at zu veröffentlichen. Diese werden als separate Domains angesehen und obwohl die Top-Level-Domains nicht .de ist, können auch sie gut bei der Suche auf google.de ranken.
Vergessen Sie dabei nicht, bei Sub-Domains und neuen Domains darauf zu achten, dass sie gut verlinkt sind – und zwar nicht nur von Ihren eigenen bestehenden Websites.
5.4 Hinzufügen von Inhalten auf externen Domains sowie Nutzung von Social Media Formaten
Ein wirklich effektiver Weg, um negative Seiten nach unten zu verdrängen, ist es, starke Domains mit Autorität zu finden, welche von Nutzern erstellte Inhalte oder bezahlte Einträge erlauben.
Bei einer Suche nach meinem vollen Namen „Alan Webb“ (http://www.google.de/search?hl=de&q=alan+webb&btnG=Google-Suche&meta=&aq=f&oq=) finden sich in den TOP 10 beispielsweise Ergebnisse eines Netzwerkes (Xing) und Ergebnisse einer Media-Plattform (Twitter). Auf Seite zwei der Ergebnisse ist ein Treffer von Sevenload – jemand hat mich Karaoke singend bei der Pub-Konferenz aufgenommen.
Ein weiteres Beispiel, wie sich starke Domains effektiv nutzen lassen, findet sich, wenn man nach unserem Firmennamen „Abakus Internet Marketing” (http://www.google.de/search?hl=de&safe=off&q=abakus+internet+marketing&btnG=Suche&meta=) sucht. Die erste Seite enthält Resultate von internetworld.de, marketing-boerse.de, openpr.de und interessanterweise auch eine Mister-Wong Lesezeichen-Seite. All diese Domains sind relativ stark und vertrauenswürdig.
Platzieren Sie Lesezeichen bei Mister-Wong und erstellen Sie Einträge in starken Branchen-Verzeichnissen, selbst wenn die Einträge etwas kosten. Finden Sie heraus, welche Branchen-Verzeichnisse oft bei Google gefunden werden. Speziell für Inhalte in englischer Sprache sollten Sie Einträge bei myspace und facebook erstellen. Interessante Presse-Mitteilungen, die Ihre Stichworte in der Überschrift enthalten, können Sie mithilfe einer professionellen PR-Agentur bei geeigneten Presse-Portalen einstellen lassen. Vergessen Sie außerdem nicht, diese „Huckpack-Seiten“ von Ihrer eigenen und anderen Websites zu verlinken.
5.5 Verringerung der Autorität negativer Seiten
Diese Strategie ist ein wenig trickreich. Der Grund dafür, warum eine Seite gut gefunden wird, damit zu tun, wie und von wem sie eingehende Links erhält. Daher sollten Sie prüfen, wer auf den negativen Kommentar linkt. Ein gutes Beispiel findet sich bei yahoo.de: Geben Sie dort in die Suchmaske folgendes ein:
link:http://www.negativedomain.de/negativepage.htm -site:negativedomain.de
Ändern Sie dabei die Domain und den Seitennamen auf die Werte, die für Sie relevant sind. Diese Abfrage liefert Ihnen eine Liste aller Seiten, die von außen auf die negative Seite verlinken. Natürlich müssen Sie die Domain und den Seitennamen auf die Werte ändern, die für Sie relevant sind.
Sobald Sie die Links zu dieser Seite ermittelt haben (manchmal gibt es keine externen Links, so dass Sie diesen Teil überspringen können), schauen Sie nach, ob jemand dabei ist, den Sie kennen oder der Ihnen wohlgesonnen ist. Bitten Sie ihn, den Link zu entfernen oder zumindest den Linktext zu ändern, sofern er Ihr Stichwort enthält. Auch hier sollten Sie höflich bleiben.
6. Monitoring
Die Presse-/Marketing-Abteilung beziehungsweise PR-Agentur einer Firma sollte ständig die Sichtbarkeit der Firma/Marke/Produkte oder Eigennamen überprüfen. Es gibt wahrscheinlich Tausende von großen Unternehmen, die gar nicht wissen, dass sie negative Einträge bei Google haben. Dies kann schwerwiegende Folge für die eigene (Online-)Reputation nach sich ziehen.
Selbst wenn Sie erfolgreich ein negatives Suchergebnis auf die zweite Seite verschoben haben, sollten Sie stets wachsam sein. Der Verfasser könnte verärgert sein, dass er nun auf der zweiten Seite zu finden ist und versuchen, eine Seite aus den TOP 10 zu finden, auf der er einen neuen negativen Kommentar hinterlassen kann. Aus diesem Grund kann es gefährlich sein, noch kommentierbare Inhalte zu fördern. Sie sollten ebenso wachsam sein, wenn Sie Pressemeldungen versenden und regelmäßig die Kommentare der syndizierten Inhalte prüfen.
7. Gegendarstellungs-Kommentare
Selbstverständlich können Sie sich auch dazu entscheiden, eine Gegendarstellung zu negativen Kommentaren zu veröffentlichen. Dies kann jedoch zu einer flammenden Diskussion führen – insbesondere in den Foren – die alles nur schlimmer macht. Generell raten wir nicht zu Gegendarstellungen, es sei denn, Sie können direkt in Ihrem Kommentar beweisen, dass das Gesagte nicht wahr oder unfair ist. Fragen Sie außerdem den Website-Inhaber, ob er ausgehende Links (ohne rel=nofollow) zu positiven Kommentaren auf anderen Seiten (die Sie selbst dort platziert haben) erlaubt, um ein ausgewogenes Verhältnis in den Kommentaren zu erzielen.
Fazit
Wie Sie sehen können, ist der Weg zu erfolgreichem Online Reputation Management nicht geradlinig und einfach. Es braucht Zeit, Ressourcen und Geld. Überprüfen Sie, ob der zu erwartende Nutzen wirklich die Zeit, Geld und Mühe wert ist. Sie sollten zumindest die ersten oben aufgeführten Schritte der Kontaktaufnahme durchführen. Für einige Unternehmen, vor allem starke und bekannte Marken, kann eine gute Platzierung negativer Kommentare weit oben in den Google-Suchergebnissen katastrophale Folgen haben.
ABAKUS Internet Marketing bietet Online Reputation Management in Bezug auf Suchmaschinen als Dienstleistung an. Alle Anfragen werden jedoch einer internen Prüfung unterzogen – nicht vertretbare Anfragen müssen wir leider ablehnen.
Tags: checkliste, Online Reputation Management, ORM, seo





