Rankingfaktoren der lokalen Suche

30. Juni 2011 | von Uwe Tippmann

LocalSearchFür Unternehmen oder Institutionen, die lokal Dienstleistungen anbieten, ein Ladengeschäft betreiben oder Filialen in verschiedenen Regionen unterhalten, bietet die lokale Suche bei Google viel Potential für zusätzlichen Traffic und Neukundengewinnung – vorausgesetzt, man wird auch tatsächlich gefunden. Mehr als 90% aller Suchmaschinennutzer suchen heute über Google und jede 13. Suchanfrage hat dabei laut Google einen lokalen Bezug.

Nicht zuletzt auch aufgrund dieser steigenden Bedeutung der lokalen Suche hat Google seine überarbeitete Patentschrift zum Konzept der ‚Local Prominence’ von 2005 im September 2010 an das US Patent & Trademark Office selbst bekannt gegeben.


Wie geht Google vor?

In diesem Beitrag möchten wir Ihnen anhand der aktuellen Patentschrift
(s. Link unten) erläutern, wie Google bei der Berücksichtigung von Webseiten für die lokale Suche vorgeht und welche Rückschlüsse Sie daraus für die Optimierung ziehen können.  Im Gegensatz zur Websuche gibt es für die lokale Suche wesentlich weniger Faktoren, die das Ranking beeinflussen. Zunächst einmal wird überprüft, inwieweit eine Webseite überhaupt für die lokale Suche relevant ist und inwieweit sich diese weiter spezifizieren bzw. präzisieren lässt:

  1. Broad Area
    Als Erstes erfolgt über die ‚Broad Area‘ die allgemeine geografische Eingrenzung der Suchanfrage. Dabei wird der Zusammenhang zwischen Suchanfrage und allgemeinen oder unvollständigen geografischen Angaben hergestellt. Zu diesem Bereich können Ballungsräume, Regionen, Stadtteile usw. zählen. Ist dieser Bezug nicht gegeben, dann ist die Webseite für die Ergebnisse der lokalen Suche nicht relevant und wird nicht weiter berücksichtigt.
  2. Search Area
    Konnte eine ‚Broad Area‘ festgestellt werden, wird im nächsten Schritt die ‚Search Area‘ überprüft, bei der das Suchgebiet in eine präzise geografische Ausrichtung der Suchanfrage bestimmt wird. Dabei wird ein präziser Ort innerhalb der ‚Broad Area‘ definiert (z.B. das Rathaus als geografisches Zentrum eines Ortes oder ein anderer markanter Punktes).

Welche Faktoren zieht Google laut Patentschrift für die lokale Suche heran?

Für die relevanten Webseiten (s. Broad und Search Area) werden laut Google folgende Faktoren zum Ranking herangezogen:

1. Lokale Geschäftsadresse(n)
Zur Bestimmung der Search Area und damit der Relevanz von Webseiten zur lokalen Suchanfrage wird die Postanschrift und/ oder der Längen- und Breitengrad ausgewertet.

Unser Tipp: geben Sie bei einem Google Places Eintrag unbedingt die korrekte Adresse des Unternehmens (sowie dessen Niederlassungen) an, und zwar genau so, wie es auch im Impressum der Website steht. Hier haben echte physische Adressen Vorteile gegenüber Postfach-Adressen. Werden mehrere Filialen in unterschiedlichen Orten angelegt, kann jetzt für jede Niederlassung eine eigene Landingpage angegeben werden, die sinnvollerweise die Adresse der jeweiligen Außenstelle enthält. (Das war bei den ersten Maps-Einträgen nicht möglich.)
2. Onsite-Faktoren
Wie bei der Websuche sind auch für die lokale Suche die Onsite-Faktoren wie ‚Keyword-Prominenz‘ des gesuchten Begriffes in Title, Überschrift und Content-Bereich von großer Bedeutung.

Unser Tipp: Die Verwendung des Ortsnamen im Title wirkt sich positiv  auf das Ranking aus. Dagegen hat die Verwendung des Orts- oder Städtenamen in der URL selber keinen Einfluss mehr.

Weiterhin wird geprüft, ob der Suchbegriff sich mit der in Places angegebenen Branchenkategorie deckt.
Unser Tipp: Für die Kategorie-Angaben in Places (bis zu 5 sind möglich) bedeutet das, die richtige Auswahl an Branchenkeywords zu treffen, also thematisch passende Suchbegriffe, die auch tatsächlich verwendet werden und natürlich auch auf der Website vorkommen.

3. Postleitzahl
Zur Bestimmung, ob eine Website einem lokalen Bereich (‚Broad Area‘) zugeordnet werden kann, wird die angegebene Postleitzahl ausgewertet.

Lesen Sie weiter auf Seite 2

pdf-icon


Ähnliche Beiträge aus unserem Archiv: