Web-Tool: Google Insights for Search – Teil II

30. April 2009 | von Uwe Tippmann

In der vergangenen Newsetter-Ausgabe (März 09) sind wir bereits auf die Standardfunktionen im Umgang mit Google Insights for Search eingegangen. Im zweiten Teil gehen wir nun einen Schritt weiter und erläutern die Besonderheiten von Google Insights for Search.

Wer sucht?
Grundlegend entscheidend bei einer Keyword-Recherche ist die Frage nach der Zielgruppe. Google Insights for Search bietet mit der Anzeige der Suchkategorien eine prozentuale Verteilung des Suchvolumens in den jeweiligen Kategorien. Damit bekommt man ein Gefühl, in welchen Sparten das jeweilige Keyword gesucht wird. Besonders hilfreich ist diese Anzeige bei der Recherche von Abkürzungen oder Begriffen, die sich mehrere Kategorien teilen (z.B. “ball“). Grenzen Sie Ihre Keyword-Recherche auf die passende Kategorie ein, um noch genauere Daten zu erhalten.

Wo wird was gesucht?
Regionale Unterschiede in der Suche sind an der Tagesordnung. Ob Dialekte, Sprachvarietäten, Umgangssprachen oder Regionalsprachen – die Suche ist oft ein Abbild des täglichen Wortschatz eines Einzelnen. Diese Vielfalt wird oft unterschätzt und häufig optimiert man seine Kampagne nur auf die Maße der Bevölkerung. Dabei sind die regionalen Feinheiten der Sprache meist der Schlüssel, um das nötige Vertrauen beim Kunden aufzubauen und den Verkauf zu perfektionieren. Ein schönes Beispiel bieten dafür die Keywords „brennholz“ & „kaminholz“. Vergleicht man diese zwei Suchbegriff in Google Insights for Search bekommt man eine klare Tendenz ausgegeben. Nicht nur, dass „brennholz“ auf den ersten Blick mehr Suchvolumen als „kaminholz“ prognostiziert, man erkennt auch ein Nord-Süd Gefälle für den Begriff „kaminholz“. Ganz klar sollte man seine Kampagne auf „brennholz“ ausrichten, wenn man beabsichtigt den Süden der Republik zu beliefern.

Was wird noch gesucht?
Vergleicht man mehrere Begriffe miteinander, so wird  der erste Begriff standardmäßig (kann umgeschaltet werden) herangezogen um die „Top Searches (relevante Top-Suchen)“ und die „Rising Searches (aufsteigende Begriffe)“ anzuzeigen. Dabei ist es ratsam, die Top Suchen mit in die Recherche aufzunehmen und auf ein mögliches Potential hin zu analysieren. Die Liste der aufsteigenden Begriffe zeigt, welche Suchanfragen aufgrund einer überproportional starken Interesses herausgestochen sind. Grenzt man die Abfrage in Google Insights for Search auf einen aktuellen Zeitraum ein, passen sich die „aufsteigenden Begriffe“ diesem Zeitraum an und man bekommt eine Übersicht der „heißen Keyword-Kandidaten“, welche die Suche aktuell dominieren.

Wann wird was gesucht?
Ein weiterer Aspekt bei der Keywordrecherche ist der Zeitraum, in dem ein bestimmtes Keyword gesucht wird. Dabei lassen die Werte grundlegende Rückschlüsse zur Veränderung des Suchverhaltens zu. Vergleicht man mehrere Zeitspannen miteinander, geben die Werte eindrucksvoll die Entwicklung des Suchvolumens im direkten Vergleich wider. Ein gutes Beispiel ist hierfür die WM. Betrachtet man die WM 2004 mit der WM 2008, so bekommt man einen guten Eindruck über das veränderte Suchvolumen und kann daraus ableiten, wie sich das Suchverhalten innerhalb der letzten 4 Jahren in Deutschland verändert hat.
Tipp: Lässt man das Keywordfeld einfach leer, bekommt man eine Liste der Top 10 Ergebnisse sowie der Top 10 der herausragensten Keywords angezeigt. Das Ganze lässt sich zudem noch auf die unzählichen Kategorien herunterbrechen; so z.B. die Top 10 in der Kategorie Online Spiele 2008 in Bayern.

Wo wird was gesucht?
Liegt der Fokus auf der Recherche im regionalen bzw. lokalen Umfeld, eignet sich Google Insights for Search hervorragend, um ein Keyword direkt in verschiedenen Bundesländern aber auch Länderübergreifend zu vergleichen. Globale bzw. paneuropäische Kampagnen lassen sich somit besser vergleichen. Marketing-Maßnahmen, welche unterstützend zur Markteinführung einer neuen Marke unternommen werden, spiegeln sich sehr oft in der Anzahl der sogenannten „navigational queries“ des Markennamens wider. Steigt das Suchvolumen nach der Marke an, kann man davon ableiten, dass die Kampagne erfolgreich beim Nutzer angekommen ist. Google Insights for Search visualisiert den Erfolg im direkten Ländervergleich. Ein Beispiel hierzu ist die Einführung der Online Plattform „meinvz“, welche in Betracht auf das Suchvolumen, laut dem Online Tool von Google nicht in allen Ländern erfolgreich verlief.

Abschließend kann man sagen, dass Google Insights for Search ein Pflicht-Online-Tool für all diejenigen ist, die sich intensiv mit der Keyword-Recherche, Suchtrends sowie der Erfolgsmessung im Bereich der Web-, Bilder-, News- und Produktsuche beschäftigen.  Das Tool bietet eine Fülle von Informationen, welche richtig angewandt eine wahre Goldgrube für jeden Online-Marketing-Spezialisten darstellen.

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