Fortsetzung: Die zehn größten SEO-Mythen
Mythos 4:
„Sprechende URLs“ verbessern automatisch das Google Ranking
Erst in den letzten zwei Jahren haben Suchmaschinen gelernt, Adressen nach dem Muster www.example.com/index.php?param1=value1¶m2=value2“ korrekt zu verarbeiten. Daher
galt lange Zeit die Empfehlung, solche dynamisch generierten Inhalte durch serverseitige Mechanismen wie das Apache-Modul „mod_rewrite“ in eine pseudostatische URL, also beispielsweise
www.example.com/value1-value2.html, umzuschreiben. Was die Indizierung angeht, sind beide Varianten inzwischen gleichwertig, obwohl wir vermuten, dass Google Links von Seiten mit mehr als zwei Parametern nicht gern folgt. Deshalb sollte man möglichst nicht zu viele davon nutzen.
Die sprechende Variante hat bei der Verlinkung allerdings Vorteile, wenn die komplette URL als Linktext verwendet wird und wichtige Keywords darin vorkommen. Außerdem kann sie die
Klickrate positiv beeinflussen: Wenn das Keyword in der Adresse erscheint, wird es in den Suchergebnissen hervorgehoben und eine sprechende URL lässt sich leichter weitergeben – etwa am
Telefon.
Mythos 5:
Bezahlte Werbung beeinflusst die organischen Suchergebnisse
Falsch. Laut Google besteht keinerlei Zusammenhang zwischen bezahlten Anzeigen/ AdWords und den eigentlichen Ergebnissen. Der Autor kann das anhand eigener Recherchen bestätigen.
Mythos 6:
Viele eingehende Links sind gut für das Ranking
Hier hat sich inzwischen die Gewichtung verschoben. Vor einiger Zeit kam es noch darauf an, möglichst viele eingehende Links zu bekommen („Linkpopularität“). Als dann bei etlichen Websites im
Footer jeder Seite teilweise ganze Linkfarmen auftauchten, änderten sich die Kriterien. Inzwischen ist es wichtiger, von möglichst vielen Domains („Domainpopularität“) beziehungsweise unterschiedlichen
IP-Adressen („IP-Popularität“) Links zu erhalten. Allerdings geht es auch hier um Qualität und nicht um die Quantität. Links von Domains, die selbst ein gutes Ranking bei Google haben, sind am besten. Dieser Teil des Algorithmus heißt „Trustrank“. Übrigens hat auch die Position des Links auf der Seite und im Quelltext einen Einfluss auf die Gewichtung. Zu vermeiden sind zum Beispiel Footer Links.
Mythos 7:
Google fördert valide Seiten nach W3CStandard
Falsch. Das strikte Einhalten von Webstandards beeinflusst das Ranking einer Webseite nicht. Umgekehrt können aber grobe Codierungsfehler dafür sorgen, dass nicht alle Seiteninhalte korrekt eingelesen werden und sich so das Ranking verschlechtert.
Seite 2/3





