Archiv für den Monat April 2004

Bundesgerichtshof: Unverlangte Werbe-E-Mails sind wettbewerbswidrig

Montag, 19. April 2004

Als wettbewerbswidrig hat der Bundesgerichtshof das Versenden von Werbemails ohne Zustimmung des Empfängers verurteilt (AZ: I ZR 81/01 vom 11. März 2004). In dem am Montag veröffentlichten Urteil ist als Begründung zu lesen, dass die Versandmöglichkeit so schnell und billig sei, dass man mit einem Nachahmungseffekt unter Wettbewerbern rechnen müsse. Dies werde jedoch für die Empfänger zu einer unzumutbaren Belästigung. Laut dem Richterspruch haben künftig auch die E-Mail-Versender die Beweislast, dass die versendeten Mails vom Empfänger tatsächlich erwünscht waren. Das Urteil findet allerdings derzeit nur im Wettbewerbsrecht Anwendung, die Rechte der Verbraucher werden dadurch noch nicht geregelt.

Dem Richterspruch zugrunde liegt eine Klage eines Internet-Dienstleisters, der sich gegen einen elektronisch verschickten Werbe-Newsletter eines Konkurrenten gewendet hatte.

via Yahoo News

Adsense ändert seinen Kurs

Sonntag, 18. April 2004

Am 1.April änderte Google den Algorythmus sowohl für Preisgestaltung als auch Relevanz. In einer Aussendung an Adsense Publisher wurde insbesondere darauf hingewiesen das dank des neuen Algorythmus nun jede Seite eine individuelle Preisgestaltung pro Click (je nach Relevanz und Suchwort) erwartet.

Seither gibt es einige Webmaster die entweder sehr viel mehr oder sehr viel weniger mit dem Adense Programm verdienen. Die Wogen gehen hoch und die ersten Verschwörungstheorien werden bereits gesponnen.

Mehr darüber im Abakus Forum.

MSN personalisiert Suchmaschine Newsbot

Freitag, 16. April 2004

MSN hat die Suchfunktionen seiner Nachrichten-Suchmaschine Newsbot um personalisierte Features erweitert. Wie Cnet berichtet in englisch, können die User jetzt via “The Daily Me” ihre Suchhistorie einsehen und Ergebnisse speichern. “The Daily We” ermöglicht das Lesen von Nachrichten, die von anderen Newsbot-Nutzern mit ähnlichem Geschmack herausgesucht wurden. Der Service soll vorerst nur in zehn Ländern, darunter Großbritannien, Frankreich und Italien verfügbar sein. Der Launch in den USA wird erst im Laufe dieses Jahres erfolgen.

“Die Personalisierung bedeutet einen Meilenstein für MSN, um die Suche für die Kunden noch passender zu machen”, sagte Karen Redetzki, Product Manager bei MSN. Die Datensicherheit ist nach Angaben von Redetzki gesichert. Die User könnten ihre Suchergebnislisten eigenständig löschen. Die gespeicherten Daten erlauben lau Redetzki keine persönliche Identifizierung. Die Erweiterung der im vergangenen Herbst gestarteten Nachrichten-Suchmaschine folgt der Ankündigung Microsofts, noch in diesem Jahr eine eigene Suchmaschine vorzustellen.

Amazon startet mit A9 eigene Suchmaschine

Donnerstag, 15. April 2004

Amazon hat gestern die Beta-Version seiner eigenen Suchmaschine namens A9 (unabhängige Konzerntochter)gestartet. Das Projekt ist nun nach 7 Monaten Entwicklungszeit an die Öffentlichkeit getreten. Das Unternehmen verwendet teils Google Technologie teils Eigenentwicklungen von Alexa, einer weiteren Amazon-Tochter.

In den Trefferlisten lassen sich zusätzlich relevante Buch- und Medienangebote anzeigen. Wer sich registriert kann seine eigenen Suchanfragen abspeichern. Auch eine eigene A9-Toolbar wird angeboten.

Google erwägt Änderungen bei Gmail

Mittwoch, 14. April 2004

Google erwägt nun Änderungen an seinem geplanten Webmail-Service Gmail zur Erhöhung des Datenschutzes und der Privatsphäre der User. In einem Interview mit dem Wall Street Journal schloss Google-Mitbegründer Sergey Brin ein Opt-In oder Opt-Out als Lösung der Bedenken von Datenschützern nicht aus. Vorschnellen Änderungen des zurzeit in der Testphase laufenden Services seien aber nicht geplant. Zudem sei die öffentliche Kritik an Gmail eine Folge von Fehlinformationen über das Funktionieren des Programmes.

Google “sollte eine bessere Kommunikation betreiben”, räumte Brin selbstkritisch ein. Er sei davon überzeugt, dass Gmail ein Service sei, das den Schutz der Privatsphäre sogar verbessert. Zahlreiche Änderungen an Gmail seien bereits auf Grundlage des Feedbacks der Testuser geplant, viele davon seien für den User gar nicht sichtbar. Datenschützer hatten nach der Ankündigung des Services vor allem die Beifügung von Werbung nach dem Inhalt der E-Mails kritisiert. Brin meinte dazu, Google sei von dem großen Interesse am Test des neuen Services überrascht worden.

via de.internet

Yahoo.de mit satter Umsatz-Steigerung

Dienstag, 13. April 2004

Die deutsche Yahoo-Tochter hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr den Umsatz um 30 Prozent gesteigert. Im laufenden Jahr sollten die Einnahmen sogar um 40 bis 45 Prozent klettern, sagte Deutschland-Chef Franz Dillitzer dem “Handelsblatt“.

Yahoo profitiere sowohl von höheren Werbeeinnahmen als auch von steigenden Erlösen aus den immer beliebter werdenden Online-Dienstleistungen, etwa der Partnersuche.

via futurezone

Open Source Suchmaschine mozDex

Montag, 12. April 2004

Die Suchmaschine mozDex (noch in BETA) basiert auf der Nutch Technologie und dem Dmoz. Seit März befindet sich der mozDex Bot auf der Suche nach “guten” Seiten.

Das ambitionierte Projekt ist zur Zeit nur in englischer Sprache online, aber wie bei den meisten Open Source Projekten sollte eine deutsche Version bald folgen.

Eigene Domain soll gegen Spam helfen

Sonntag, 11. April 2004

Unerwünschte Werbe-Mails [Spam] verstopfen weltweit immer öfter die Postfächer der User, laut Schätzungen ist bereits als die Hälfte aller E-Mails Spam.

Neben verschiedenen Lösungen wie Spamfiltern oder der vieldiskutierten Idee Mails kostenpflichtig zu machen, soll nun eine eigene Top Level Domain [TLD] namens “.mail” Abhilfe schaffen.

mehr dazu bei futurezone

Maßgeschneiderte Yahoo RSS Feeds

Samstag, 10. April 2004

Blogoscoped zeigt wie man sich Yahoo! News Feeds selber basteln kann.

Hier ist die RSS URL;

http://news.search.yahoo.com/usns/ynsearch/categories/news_story_search_rss/index.html?p=google

… wobei “google” der Platzhalter ist, für das jeweils gewünschte Suchwort.

Mesothelioma – Das teuerste Wort im Web

Freitag, 09. April 2004

Geht es nach dem, was Unternehmen für bezahlte Sucheinträge zahlen, so ist “Mesothelioma” (eine relativ seltene, von Asbest ausgelöste Krebserkrankung) das derzeit wahrscheinlich teuerste Wort im Internet. Das Wall Street Journal berichtet, das US-Anwaltsfirmen bis zu 90 Dollar je Klick bezahlen, um bei den bezahlten Sucheinträgen bei Portalen wie Yahoo und Google unter dem Keyword “Mesothelioma” aufzuscheinen.

Die Anwaltskanzleien wollen damit Asbestopfer auf ihre Dienste aufmerksam machen. Die Vertretung von Asbestopfern hat sich in den USA zu einer ertragreichen Einnahmequelle für Juristen entwickelt.

via pressetext