Da schlummert noch was: Wie Sie Ihr Backlinkpotenzial veredeln können

29. September 2011 | von Uwe Tippmann

2. Linkarten und deren Veredelungsmöglichkeiten

Nachdem Sie nun Ihre vorhandenen Links für die Veredelung aufgespürt haben, müssen Sie feststellen, „was ihnen fehlt“, bzw. um was für Arten von Verlinkungen es sich eigentlich handelt, um sie entsprechend optimieren zu können. Dabei soll in diesem Beitrag auf die unterschiedlichen Formen näher eingegangen werden und wie man diese professionell optimiert.

a. Hyperlinks als URL

Bei dieser Art von Verlinkung wird als Linktext logischerweise die direkte URL der verlinkenden Webseite verwendet, wie z.B. http://www.google.de/ – (<a href=“http://www.google.de/“>http://www.google.de/</a>)

Diese Verlinkung ist eine gängige und gleichzeitig sehr natürliche Art und Weise, wie ein externer Link gesetzt wird. Der Vorteil dieser Verlinkung liegt in seiner Natürlichkeit, d.h. die Verlinkung erweckt nicht den Eindruck, dass es sich hier um einen getauschten oder gar gekauften Link handelt. Der große Nachteil dabei ist aber, dass diese Art der Verlinkung wenig aussagekräftig ist und die Möglichkeit der Stärkung der Rankings für bestimmte Keywords, in den Suchergebnislisten verschenkt wird.

Unser OptimierungsTIPP: Überprüfen Sie im ersten Schritt, ob die URL richtig verlinkt wurde, d.h. ist der Quellecode wirklich sauber? Wird womöglich auf eine nicht mehr existierende Seite/Unterseite gelinkt? Wurde das richtige Linkziel gewählt? Manchmal ist es von großem Vorteil, auf die direkte Landingpage verlinken zu lassen. Im nächsten Schritt kann in Erwägung gezogen werden, den einen oder anderen URL-Link in einen sinnvollen Keyword-Link umwandeln zu lassen, um das volle Link-Potenzial auszuschöpfen.

b.   Hyperlinks als Keyword

Die Verwendung eines sinnvollen Keywords oder Keywordkombinationen  als Linktext wird oft und gerne vor allem von Suchmaschinenoptimieren genutzt. Die Vorteile der Keyword-Links liegen auf der Hand: Zum Einen liefert man dem Besucher Informationen, was ihn beim Anklicken des Links erwartet. Zum Anderen verhelfen die Keyword-Links der verlinkenden Webseite zu besseren Rankings in den Suchergebnissen.

Unser OptimierungsTIPP: Schauen Sie sich das Backlinkprofil Ihrer Webseite an und suchen die Links raus, die keinen oder einen nur wenig aussagekräftigen Linktext haben. Links mit einem Linktext wie „hier“, „da“, „besuchen“ oder „zur Webseite“ sehen zwar natürlich aus und sind auch wichtig. Allerdings steckt hier das größte Potenzial aus einem nichtssagenden und „unbrauchbaren“ Keyword, eine sinnvolle und machtvolle Verlinkung zu schaffen.

Diese Optimierungsmaßnahme muss jedoch sehr gut überlegt sein, da sie folgeschwere Gefahren birgt.  Werden zu viele homogene Ankertexte verwendet (z.B. ABAKUS würde nur mit „Suchmaschinenoptimierung“ verlinkt werden), kann es zu einem auffälligen und dadurch unnatürlichen Linktext-Ungleichgewicht kommen, welches eine Google Abstrafungnach sich ziehen könnte.

c. Hyperlinks als Grafik

Grafiken, die mit einem Hyperlink unterlegt sind, gehören zu der häufigsten Form der Verlinkung. Üblicherweise wird hierfür das Logo einer Webseite genommen, welches sich hervorragend sowohl für die interne als auch für die externe Verlinkung eignet. Aber auch bestimmte Produktbilder oder andere ansprechende Grafiken, sind für diese Zwecke geeignet.

Unser OptimierungsTIPP: Grafik-Links verbergen sehr oft ungenütztes Potenzial und zwar dadurch, dass sie häufig ohne bzw. nur mit einem wenig aussagekräftigen Alt Attribut verwendet werden. Ursprünglich für die Orientierung sehbehinderter Menschen eingesetzt, erwies sich das als Grafikname verwendete Alt Attribut förderlich auf das Ranking. Für die Praxis heißt das: Identifizieren Sie alle Grafik-Links und untersuchen Sie diese auf das Vorhandensein und die Verwendung eines sinnvollen Alt Attributs. Dass Sie damit vorrangig den Sehbehinderten einen großen Gefallen tun wollen, kann eine wirksame Motivation sein, den Webmaster der linkgebenden Seite für die Änderung zu begeistern.

3. Eigene Webseite an den Link anpassen

Häufig wird im Falle eines Relaunches vergessen, von den alten auf die neuen URLs entsprechende Weiterleitungen einzurichten. Dies hat zur Folge, dass die Linkpower, die ursprünglich auf das alte Linkziel geleitet wurde, nun ins Leere läuft.

Sollte es aus technischen oder anderen Gründen nicht möglich bzw. sinnvoll sein, die Weiterleitung nachträglich einzurichten und der Webmaster lässt sich ebenfalls nicht für eine Änderung begeistern, dann könnte man bei richtig starken Links in Erwägung ziehen, das „tote Linkziel wieder zu beleben“. Die neue/alte Unterseite kann dann, wenn nötig, mit Hilfe einer Weiterleitung auf die richtige Landingpage weiterleiten.

FAZIT

Da es sich bei den optimierungswürdigen Links oft um bereits seit langem bestehende Links handelt, die organisch entstanden sind, besteht die Kunst der Veredelung letzten Endes in der erfolgreichen Kommunikation mit dem Webmaster der linkgebenden Seite.

Nutzen Sie dafür das beste Argument, was Sie haben: Weisen Sie ihn auf die bereits verlinkten, tollen Inhalte/Produkte/Dienstleistungen hin. Nicht zufällig hat dieser Webmaster sich freiwillig dazu entschlossen einen Link auf diesen, „verlinkungswürdigen“ Content zu setzen. Denn nur wenn es Ihnen gelingt, den Webmaster zu überzeugen, dass die vorzunehmende Optimierung sinnvoll ist und einen Mehrwert für seine Besucher bietet, hat sich der Aufwand der aufwendigen und zeitintensiven Linkrecherche und weiterer notwendiger Folgemaßnahmen gelohnt.

Eins dürfen Sie dabei aber nicht vergessen: Menschen lassen sich im Gegensatz zu Suchmaschine nicht von Algorithmen beeinflussen. Dafür aber von Menschen begeistern!

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