Top 10: SEO-Skills

29. April 2010 | von Uwe Tippmann

10. Networking Fähigkeiten

Mit Networking ist nicht unbedingt die Teilnahme an großen SEO-Veranstaltungen gemeint. Obwohl Sie manchmal mehr bei einer Party nach einer Konferenz erfahren können als auf der Konferenz selbst J. Inhouse-SEOs sollten sich innerhalb Ihrer eigenen Branche vernetzen und das nicht nur mit anderen SEOs. Sie können Verbindungen zu Menschen in Ihrer Branche knüpfen, die nicht unbedingt direkte Konkurrenten sind, um Linkbait-Ideen zu erhalten oder diese Partner einfach bitten, ob Sie Ihr Widget zu deren Website hinzufügen dürfen.

Vernetzung bedeutet eben nicht, einfach nur herumzulaufen und Visitenkarten zu verteilen. Sie sollten sich unterhalten, sogar mit Ihren Wettbewerbern. Ich habe z. B. großen Respekt vor Stefan Fischerländer, der suchmaschinentricks.de betreibt. Im Grunde wurde ich sein Wettbewerber, als ich das ABAKUS-Forum gestartet habe. Er hätte mich ignorieren können oder mir gegenüber ablehnend auftreten bei den diversen Veranstaltungen der SEO-Branche, auf denen wir uns getroffen haben. Er tat es nicht. Stattdessen haben wir bis heute viele intensive Gespräche über SEO im Allgemeinen. Ein Top-SEO wird seine Konkurrenten nicht fürchten und erkennen, dass es genügend Websites im Web für Jedermann gibt und tatsächlich verstehen, dass man immer etwas von anderen Personen lernen kann (siehe Punkt 5. ‚Offenes‘ Denken).

Im Gegensatz dazu sieht man SEOs mit rüden Geschäftspraktiken nur selten auf den großen Branchen-Konferenzen. Unternehmen mit bis zu 40/50 nicht qualifizierten Call-Center-Mitarbeitern, deren SEO-Geschäft nur auf ausgefeilten Vertriebstechniken beruht, sind selten auf Konferenzen vertreten, es sei denn, Sie kommen inkognito hauptsächlich aus Verlegenheit.

Fazit

Meine Auflistung der wichtigsten SEO-Fähigkeiten beschreibt die aus meiner Sicht wichtigsten Anforderungen dafür, dass aus einem durchschnittlichen SEO ein Top-SEO werden kann. Einer der wichtigsten – hier nicht genannten – Faktoren ist aber einfach die Zeit. Mit steigender Erfahrung entwickelt man ein gutes Gefühl für die Dinge. Ein breiteres Spektrum an Erfahrung einem dabei helfen zu erkennen, in welcher Weise sich der Google-Algorithmus entwickelt.

Man wird mit der Zeit immer mehr dazu neigen, den eigenen Instinkten zu vertrauen. So glaube ich z.B. nicht, dass ein Link mit einem nofollow-Attribut komplett von Google ignoriert und überhaupt nicht gewichtet wird (wie sie und andere es behauptet haben), und dass es ein positives Zeichen sein kann, dass der Link zu einer gesunden Website zeigt (abgesehen von einigen Arten von Websites und Platzierungen wie z. B. Blog-Kommentare).

Einige der oben dargestellten Punkte werden von vielen SEOs erfüllt, andere eben nicht. Gerade bei den so genannten „soft skills“ kommt es ja bekanntlich nicht unbedingt auf ein hohes Bildungsniveau oder entsprechende Qualifikationen an. Fähigkeiten wie Web-Programmierung, Marketing und Kommunikation können und sollten aber durch (interne oder externe) Aus- und Weiterbildung permanent ausgebaut werden.


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