Zehn SEO-Tipps für Online-Shops

30. November 2009 | von Uwe Tippmann

6.  Duplicate Content

Jede Seite einer Website sollte nur unter einer URL erreichbar sein. Bei Online-Shops wird leider oft durch Sortiermöglichkeiten oder andere Parameter ‚Duplicate Content‘ erzeugt. Mit den folgenden Tipps sollte sich das Problem etwas eingrenzen lassen:

Definieren Sie eine Standard-Domain, d.h. Sie müssen die Version „ohne www“ http://domain.de auf die Version „mit www“ http://www.domain.de mit einem sogenannten permanent Redirect (301) weiterleiten. Intern sollten Sie zusätzlich noch auf die Version ohne „index.php“ verlinken.

Dynamisch generierte Parameter können Sie mittlerweile durch die Google Webmastertools mit der Funktion „Parameterbehandlung“ ignorieren lassen. Bei der Sortiermöglichkeit von Produkten (Preis, Farbe, etc.) und auch bei anderen DC-Problemen ist das Canonical-Tag eine gute Problemlösung. Mit dem Canonical-Tag definieren Sie die „original URL“. Die Url bekommt einen Parameter angehängt, wie z.B. folgenden:

http://www.domain.de/kategorie/produkt-abc.html ?sortiert&farbe=blau&sessionid=5678

Mit dem Canonical-Tag können Sie alle dynamisch erstellen Parameter dann auf die original Adresse umleiten lassen. Dazu muss Folgendes zwischen den Head-Bereich integriert werden:

<link rel=”canonical” href=” http://www.domain.de/kategorie/produkt-abc.html” />

Nutzen Sie diese Funktion aber nur, wenn Sie sich absolut sicher sind, welchen Effekt das für Ihren Online-Shop hat.

Tipp für Online-Shops:
Verwenden Sie bei den Produkten nicht die Herstellerbeschreibungen, sondern nutzen Sie eigene Inhalte. Ob Ihr Text kopiert bzw. im Internet schon verbreitet ist, können Sie wie folgt testen: Kopieren Sie einen Satz aus der Produktbeschreibung und suchen Sie diesen mit Anführungszeichen bei Google. Im Idealfall erscheint nur die Produktseite, von wo Sie den Satz kopiert haben.

7.  Performance des Online-Shops

Die Geschwindigkeit einer Website spielt spätestens 2010 eine große Rolle bei der Suchmaschinenoptimierung, da Google im neuen Jahr die Geschwindigkeit von Webseiten in den Algorithmus mit einspielt. Trotzdem sollten Sie nicht so lange warten und die Geschwindigkeit Ihrer Seite bereits jetzt optimieren. Google hat dafür sogar ein eigenes Firefox Addon herausgebracht: Page Speed. Wenn Ihre Seite nicht geladen wird oder einfach zu lange braucht, dann geht der Besucher auch weiter zum nächsten Shop oder zurück zu den Suchergebnissen. Dieses Userverhalten wird von Google auch gemessen und nennt sich Absprungsrate (Bounce-Rate).

Tun Sie etwas für die Ladezeit Ihres Online-Shops. Der Besucher dankt das Ihnen mit einem Einkauf und die Suchmaschinen mit einem besseren Ranking.

Tipp für Online-Shops:
Verwenden Sie ein gutes Caching-System und entlasten Sie ihren Server durch ein Content Delivery Network (CDN). Zusätzlich sollte der Quellcode schlank gehalten werden, indem zum Beispiel Javascript und CSS-Code in möglichst wenigen Dateien ausgelagert wird. Gehen Sie bei der Geschwindigkeit Ihres Online-Shops nicht nach „Gefühl“ sondern nutzen Sie Tools dafür, wie das oben genannte Page Speed von Google oder das Pingdom Tool.

8.  Google Produktsuche

Ein Online-Shop darf heutzutage in der Google Produktsuche nicht fehlen. Für den Fall, dass Ihr Shop nicht gelistet ist, tragen Sie ihn heute noch im Google Merchant Center ein. Bei einer transaktionsorientierte Suche (der User will was kaufen), werden mittlerweile fast standardmäßig die Shoppingergebnisse in den organischen Ergebnissen eingeblendet.

Bei der Suche nach „Winterreifen“ stehen die Shoppingergebnisse auf Position 4:

shoppingergebnisse,winterreifen

Sie sollten regelmäßig, mindestens jedoch drei Mal die Woche, einen Datenfeed mit Attributen zu Ihren Produkten hochladen oder automatisiert an Google Base versenden. Es gibt einige Pflichtattribute wie z.B. Title, Beschreibung, Preis oder Zustand. Google stellt eine Liste mit allen vordefinierten Attributen zur Verfügung. Soweit es mit Ihren Produkten machbar ist, sollten die vordefinierten Attribute komplett genutzt werden.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, „benutzerdefinierte Attribute“ anzulegen. Diese Option sollten Sie auf jeden Fall nutzen. Mit den „benutzerdefinierten Attributen“ können Sie den Datenfeed individuell auf Ihr Shop-Sortiment anpassen.

Tipp für Online-Shops:
„Der frühe Vogel fängt den Wurm“ oder „Die ersten Online-Shops fangen die Kunden“. Die Shopping-Onebox von Google ist bereits ein fester Bestandteil der Suchergebnisse und Ihr Online-Shop sollte nicht fehlen. Schauen Sie regelmäßig in das Merchant Center rein. Google zeigt Ihnen inaktive Produkte, die Datenqualität und andere sinnvolle Statistiken zum Datenfeed Ihres Online-Shops.

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