0190/0900-Gesetz in Kraft

Allgemein 14. August 2003 von

Telefonkunden sind ab sofort besser vor horrenden Rechnungen durch den Missbrauch von 0190er- und 0900er-Rufnummern geschützt.

Künftig gelten Preisobergrenzen für 0190er- und 0900er-Nummern. Eine Minute darf nicht mehr als zwei Euro kosten, ein Gespräch zum zeitunabhängigen Blocktarif nicht mehr als 30 Euro. Der Netzbetreiber ist verpflichtet, in einer Preisansage auf die Kosten des nachfolgenden Gesprächs hinzuweisen. Nach einer Übergangsfrist von einem Jahr soll das auch für den Mobilfunk gelten.

Nach einer Stunde wird die Verbindung automatisch getrennt. Diesen Mechanismus kann der Kunde aber außer Kraft setzen, wenn er etwa umfangreiche Internet-Dateien herunterladen will. Telefonkunden haben künftig einen Anspruch auf Auskunft zu Adressen und Anschriften der jeweiligen Telefondienst-Anbieter. Bislang konnten durch unseriöse Angebote geneppte Verbraucher nur schwer vor Gericht gegen Betrüger vorgehen, da deren Adressen oft nicht zu ermitteln waren.

Durch Eingabe der Telefonnummer auf der Webseite der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) unter „Nummernverwaltung“ uund dem Unterpunkt „0190/0900 Premium Rate-Dienste“) können Kunden Namen und Anschrift der Telefongesellschaft herausfinden, bei der die Leitung geschaltet ist. Bei 0190er-Nummern können Verbraucher allerdings nur Namen und Anschrift des Telefonunternehmens erfahren, bei dem die Nummer geschaltet ist. Den konkreten Anbieter müssen sie dann über diese Firma erfragen.

So genannte Dialer-Programme, die beispielsweise dafür sorgen, dass der Rechner sich beim Surfen im Internet oft unbemerkt über teure 0190er-Nummern einwählt, müssen künftig bei der Regulierungsbehörde angemeldet werden. Bei nachgewiesenem Missbrauch kann die Registrierung entzogen werden. Zudem sollen die Dialerangebote auf bestimmte Ziffernfolgen (0900-9) beschränkt werden, so dass Verbraucher diese Nummern relativ leicht bei sich zu Hause sperren können.

Das maximal mögliche Bussgeld bei Verstößen gegen die Gesetze wurde auf 100.000 Euro heraufgesetzt. Die Regulierungsbehörde entscheidet in eigener Verantwortung über mögliche Sanktionen. Diese können bis zum Entzug der Rufnummer reichen.

Berlin (AFP)

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