Linkpopularität – heute noch populär?

18. Oktober 2017 von Melanie Jürgens

Um auf der ersten Suchergebnisseite von Google gelistet zu werden, sind neben qualitativ hochwertigen Inhalten auch immer noch Links von externen Webseiten ein wichtiger Bestandteil. Ein Link ist aber heute nicht einfach mehr nur ein Link. Die Qualitätsfaktoren haben sich auch im Linkbuilding verändert. Es ist zwar einfach die Linkpopularität zu steigern, allerdings kommt es heute nicht mehr auf die Anzahl der Links an.

Linkpopularität

Was ist die Linkpopularität?

Die Linkpopularität gehörte zu den Rankingkriterien der meisten Suchmaschinen. Sie beinhaltet die Anzahl der Links, die von externen Webseiten auf die eigene Webseite verweisen. Links werden von Suchmaschinen, wie Google, als Empfehlungen für Webseiten bewertet. Die Linkpopularität ist ein Bestandteil des PageRank-Algorithmus von Google. Mit der Einführung des PageRanks, 1997, erhielt die Linkpopularität einen hohen Einfluss. Das Prinzip dahinter ist: Je mehr Links auf eine Seite verlinken, desto höher ist das Gewicht. Und je höher das Gewicht ist, desto bedeutender ist die Seite. Google berücksichtigte diesen Faktor mit in die Berechnung der Relevanz eines Suchergebnisses. Webmaster erkannten, dass Links immer mehr Bedeutung erlangten und bauten entsprechend viele Links auf. Um nun die Linkpopularität schnell zu steigern, wurden manipulative Maßnahmen eingesetzt, die nicht im Sinne von Google waren. Durch die entstandenen Manipulationen wurden die Berechnungsformel des Algorithmus und damit der Wert der Linkpopularität von den Webmastern in Frage gestellt. Als Beispiele für schlechte Links, die die Linkpopularität nach oben treiben sollten, galten zum Beispiel schon damals gefälschte Gästebucheinträge und Foren-Threads oder künstliche Blog-Kommentare. Hinzu kamen Linkfarmen und Linknetzwerke, die Webseiten anboten, welche nur aus Links bestanden. Auch wurden Links kommentarlos in die Sidebar oder im Footer platziert. Diese Vorgehensweisen gehörten früher zu gängigen Praktiken, um die Linkpopularität in minderer Qualität zu steigern, heutzutage kann man einer Seite damit erheblichen Schaden hinzufügen.

Wie hat sich Linkpopularität im Laufe der Zeit verändert?

Die frühere Vorgehensweise zur Steigerung der Linkpopularität wird heute als Backlink-Spam bezeichnet. Webmastern, denen lediglich die Anzahl der Backlinks zur Seite wichtig waren, trugen ihre Webseite in allen verfügbaren Web- und Branchenkatalogen ein. Dabei war es irrelevant, ob diese thematisch passten oder nicht. Programmierte Webseiten, deren Aufgabe es war, nur externe Verweise zu beinhalten und selbst keinen Text oder sonstiges besaßen, waren keine Seltenheit.

Im Jahr 2012 setzte Google dieser Vorgehensweise mit seinem ersten Google Penguin-Update ein weiteres Zeichen: Alle qualitativ schlechten Links mindern die Relevanz einer Webseite. Auf solche Links hat sich Google mit seiner Penguin-Update-Reihe (2012-2014) fokussiert. Damit setzte Google weitere Maßnahmen gegen den Backlink-Spam um. Für das Linkbuilding wurden qualitativ hochwertige Links zum Hauptpunkt.
2013 löste das Hummingbird-Update den PageRank-Algorithmus ab, welcher seit 2016 von Google nicht weiter aktualisiert wird. Google arbeitet stetig an seinem Algorithmus, um die Suchanfragen besser zu verstehen und relevante Webseiten zu identifizieren. Inzwischen kann Google die Daten von Nutzern und Webseiten immer individueller und spezifischer auswerten. Es gilt Qualität vor Quantität!
Die Linkpopularität verlor im Laufe der letzten sieben Jahre unmittelbar an Bedeutung und die Domainpopularität gelangte als neuer Bewertungsmaßstab in diesem Bereich in den Vordergrund.

Zusammenhang Linkpopularität und Domainpopularität

Die Linkpopularität stellt die Anzahl aller Links dar, welche auf eine Webseite verweisen. Dagegen steht die Domainpopularität. Diese zählt nur die verweisenden Domains, unabhängig davon, wie viele Links von ihnen ausgehen. Der Manipulationsversuch, viele Links von einer Webseite zu setzen, wurde mit der Gewichtung auf die Domainpopularität hinfällig. Denn ein Link ist nun sozusagen genauso viel Wert, wie eine Vielzahl von Links derselben Domain.

Wie kann Linkpopularität gesteigert werden?

Um die Linkpopularität zu steigern, können Unternehmen selbst tätig werden. Einen Link zu bekommen ist häufig nicht so schwierig, wie es sich die meisten vorstellen. Wir möchten Ihnen nun einige Tipps mit an die Hand geben, mit dem Hinweis, auch den Qualitätsfaktor dringend zu berücksichtigen:

Tipp 1: Tragen Sie Ihre Unternehmensdaten mit einem Rückverweis in seriöse Branchenportale ein. Wählen Sie immer die passende Kategorie aus und schauen Sie, ob das Portal noch aktiv betrieben und aktualisiert wird.
Tipp 2: Veröffentlichen Sie Pressemitteilungen in fein selektierten Presseportalen und verweisen Sie am Ende auf Ihre Webseite für weitere Informationen und zur Kontaktaufnahme.
Tipp 3: Fragen Sie Ihre Geschäftspartner, Kunden und Lieferanten, ob diese Ihre Webseite verlinken.
Tipp 4: Reparieren Sie nicht mehr funktionierende Backlinks, um diese Empfehlung wieder für die User erreichbar zu machen.
Tipp 5: Erstellen Sie einzigartigen Content! Nur empfehlenswerter Inhalt, der Usern einen Mehrwert bietet, wird von anderen Webseiten verlinkt.
Tipp 6: Vermeiden Sie Links von Webspammern oder „schlechter Nachbarschaft“, diese beeinflussen Ihr Backlinkprofil negativ.
Tipp 7: Mit Hilfe des Link Checks vom SEO Diver lassen sich qualitative Links der Wettbewerber ausfindig machen, um sein eigenes Backlinkprofil zu stärken.

Um die Linkpopularität zu überprüfen, können unterschiedliche SEO Analyse-Tools genutzt werden: ahrefs[1] , Sistrix[2] und der SEO Diver von ABAKUS bieten die Möglichkeit, Backlinks von Wettbewerbern zu finden. Das folgende Bild zeigt Ihnen einen Ausschnitt vom Backlink Checker des SEO Divers. Dieser zeigt die linkgebende URL und deren durchschnittliche statische Sichtbarkeit an. Damit lässt sich ermitteln, welche Webseiten als externe Verlinkung für die eigene Webseite interessant wären:
Link Check durchführen

Fazit zur Linkpopularität

Die Linkpopularität hat ihre Popularität verloren. Wichtig ist heutzutage die Qualität und Vielzahl der Domains und nicht die Anzahl von Links. Ein natürliches Erscheinungsbild sollte angestrebt werden, d. h. eine Mischung aus Links unterschiedlicher, passender Quellen.
Allein OnPage-Maßnahmen reichen nicht aus, um auf die oberen Positionen der ersten Suchergebnisseite zu gelangen. OffPage-Maßnahmen (sprich Linkbuilding) haben einen erheblichen Anteil an der Rankingbewertung.

ABAKUS bietet Ihnen als spezialisierte Linkbuilding Agentur seit 15 Jahren Kompetenz und Erfahrung zum Backlinkprofilausbau.

Was ist Ihre Meinung zur Linkpopularität? Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit.

Weiterführende Infos

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