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Google macht das Internet kaputt.

Google+ Import-Bot
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Beitrag von Google+ Import-Bot » 29.01.2013, 11:22

"Google macht das Internet kaputt..."
In den letzten Wochen häufen sich Beiträge, in denen Google massiv kritisiert wird. Mit Recht, denn die Artikel von +Philipp Klöckner [1], +Astrid Jacobi [2] und +Martin Missfeldt [3] machen auf ein gewaltiges Problem aufmerksam, dass erst jetzt in voller Breite für viele erkennbar wird. Google kapselt sich ein und vom Rest des Internet ab. Content-Lieferanten werden zu Content-Sklaven und der einzige, der abkassiert, ist Google.

Die neue Google Bildersuche, der Google Hotelfinder, Google Shopping,  Google Cars, Googel Flightfinder, Google AdWords VS. Google organic und und und und und und und und ... was kommt wohl noch alles?

Naja... der lokale Suchmarkt leidet übrigens schon seit einigen Jahren darunter, dass es die Google Branchencenter- a.k.a. Places- a.k.a. Google+ Local-Seiten gibt. Damals hat das nur noch in dieser Dimension niemand wahrgenommen. Mal wieder Salami-Taktik.

Ich erinnere mich sehr gut an zahllose Beiträge in meinem Blog aus den letzten vier Jahren, in denen ich regelmäßig veranschaulicht habe, wieviel mehr Eigentraffic statt nach außen gerichtetem Traffic Google im Bereich der Lokalen Suche erzwungen und wieviele interne Links, statt externe Links nach und nach auf den lokalen SERPs und auf Google Maps umgebaut hat.

Zu Beginn hat sich Google sehr über die XML-Feeds mit Firmendaten aus Bewertungs- und Branchenportalen gefreut. Es wurden Bewertungen auf den Places Seiten angezeigt, die dem Nutzer weiterhelfen, es wurden Links zu weiteren Meinungsplattformen angeboten. Darüber hinaus konnten Nutzer und Firmeninhaber die "Local Citations" noch direkt auf den Google Places Seiten finden und sich gezielt und unkompliziert um die Optimierung und Aktualisierung von Firmen-Einträgen kümmern. Auch die Anzeige von Links zu Bewertungsportalen direkt auf den lokalen SERPs hat dem Nutzer durchaus geholfen, denn noch immer sind zahllose lokale Unternehmen auf Google Places unbewertet obwohl diese auf anderen Bewertungsplattformen bereits etliche Bewertungen gesammelt haben.

Was wir damit feststellen können, ist die Tatsache, dass Google keine Suchmaschine mehr ist, sondern ein Content-Portal, dass keine halbwegs objektiven Suchergebnisse ausliefert.

Am Ende ist alles nur noch eine Frage der Datenqualität und ob diese den Nutzern ausreichen... aber auch eine Frage, wer alles bereit ist, seine Daten an Google kostenlos weiterzugeben.

Es ist aber auch eine Frage der Nutzerverantwortung und ob wir alle bereit sind uns dieser "Filter-Bubble" [4] auszusetzen, denn es sind nicht nur wirtschaftliche Implikationen, denen wir uns damit unterwerfen, sondern v.a. auch intellektuelle, soziale und technologische...

Fußnoten:
[1] https://pip.net/
[2] https://www.nerd-in-skirt.de/ist-google- ... feindlich/
[3] https://www.tagseoblog.de/
[4] https://www.thefilterbubble.com/
Autor2310: Sebastian Socha

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Melegrian
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Beitrag von Melegrian » 29.01.2013, 13:40

So schaut es aus, dazu dann noch diejenigen, die Google weiterhin für so was von toll halten und diejenigen, welche der Meinung sind, dass eine andere Suchmaschine es nicht besser machen würde. Würde eine andere auch nicht besser machen, deshalb sollte es nicht nur gegen Google gehen, sondern allgemein. Doch solange es nur beim Jammern von einigen wenigen bleibt, was soll sich da ändern?
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GBK667
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Beitrag von GBK667 » 29.01.2013, 13:51

Es braucht nen weltweiten Protest von zigtausend webmastern..großen wie kleinen. Ner vernünftigen Lobbyarbeit und faire Spielregeln die sowohl von Webmastern als auch Suchmaschinen eingehalten werden.

Früher oder später werden selbst größere Seiten aus Deutschland und weltweit deutlich unter der enormen Marktmacht von Google leiden, den Verantwortlichen müsste dieses mal klargemacht werden.

chris21
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Beitrag von chris21 » 29.01.2013, 13:58

Erstmal bräuchten wir Gerichte, die nicht contra legem entscheiden wie der BGH im Thumbnail SuMa Urteil.

Melegrian
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Beitrag von Melegrian » 29.01.2013, 14:25

chris21 hat geschrieben:Erstmal bräuchten wir Gerichte, die nicht contra legem entscheiden wie der BGH im Thumbnail SuMa Urteil.
Da hat aber ein einzelner Wicht gegen einen Riesen gestanden. Rückblickend eigentlich klar, was dabei herauskommen musste, ein Einzelner hat keine Chance.

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Beitrag von chris21 » 29.01.2013, 14:35

Sinn des Gesetzes ist es eigentlich, auch z.B. den kleinen Wicht vorm Goliath zu schützen.

Für die Auslegung des Rechts ist die Größe der Parteien irrelevant.

Schade ist nur, dass - vermutlich aufgrund des Hintergrunds des Klagenden (da wird dann Größe eventuell auch wieder wirtschaftlich interessant) - keine Verfassungsklage gegen das Urteil angestrebt wurde, da dies imho bei einer solchen contra legem Entscheidung hätte möglich sein müssen.
Zuletzt geändert von chris21 am 29.01.2013, 14:37, insgesamt 1-mal geändert.

Bodo99
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Beitrag von Bodo99 » 29.01.2013, 14:36

Melegrian hat geschrieben:Da hat aber ein einzelner Wicht gegen einen Riesen gestanden. Rückblickend eigentlich klar, was dabei herauskommen musste, ein Einzelner hat keine Chance.
Toller "Rechts"staat.

Melegrian
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Beitrag von Melegrian » 29.01.2013, 15:03

Das Problem dabei ist ja auch, bis zur ersten Verhandlung können schon Jahre vergehen und dann vergehen wieder Jahre bis zu einer erneuten Verhandlung vor einer höheren Instanz. Irgendwann hat dann jeder die Nase voll.

Hörte nur so von einem Bekannten in einer arbeitsrechtlichen Angelegenheit, Berufung hätte keinen Sinn, da er auf Grund irgendwelcher wirtschaftlichen Umstände kein Recht bekommen könnte, außer vor dem Europäischen Gericht und bis es da zu einer Verhandlung kommen würde, müsste er mindestens 8 Jahre einplanen. Da er aber bis dahin bereits das Rentenalter erreicht hätte, wäre die die Angelegenheit ob so oder so erledigt.
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Beitrag von Unbekannter » 29.01.2013, 15:11

Edit: Naja egal

JoK3r
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Beitrag von JoK3r » 29.01.2013, 15:51

chris21 hat geschrieben:Sinn des Gesetzes ist es eigentlich, auch z.B. den kleinen Wicht vorm Goliath zu schützen.

Für die Auslegung des Rechts ist die Größe der Parteien irrelevant.
Da lebt aber einer noch in einer Traumwelt^^ und damit will ich dich nicht kritisieren. Aber so ist es schon lange nicht mehr :S und ich glaub so war es auch noch nie :idea: .
Man sagt nicht umsonst Geld regiert die Welt :) Geld = Macht. Das Urteil ist nur ein Beispiel von vielen. Um welche mal außerhalb des Internets zu nennen.

Nur Beispiele: Der gute Herr Wulf der trotz seiner betrügereien für eine Amtszeit die einem Furz ähnelt noch immer ordentlich vom Staat abkassiert.

Oder die guten Koks Kids der Stars, die 1000 mal erwischt werden aber verrückter weise für ihre Delikte selten bzw gering bestraft werden.

Alles eine Frage des Geldes. Solange sich niemand gegen Google auflehnt der dem entsprechend Kohle hat (Macht) wird da garnix passieren und die bauen sich weiter hüpsch ihren Monopol auf. Der einzige der das überhaupt kann ist die Masse und das sind wie schon jemand hier erwähnt hatte die Webmaster... aber so viele heut zu tage zu bündeln ist selten. Denn wie erwähnt.. jammern tun sie alle nur handeln, dass macht niemand.

Fand den Artikel "Google Monopoly" https://pip.net/monopoly zu dem Thema äußerst amüsant :)

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Beitrag von Unbekannter » 29.01.2013, 18:52

Naja Wikipedia schaltet ja so oder so keine Werbung und ich wüsste nicht wie die überhaupt Geld verdienen, wenn sie nicht mal oben einblenden das sie Geld für die Server brauchen. Würde mich nicht wundern wenn von Google Geld zu Wikipedia geflossen ist, damit google das so abkürzen und anzeigen darf.

Die Leute die Wikipedia helfen die ganzen Beiträge zu verfassen sind dann eben die gearschten.

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Beitrag von GBK667 » 29.01.2013, 19:02

Ich verstehe es auch nicht so ganz, es sei denn du meinst die User..die Besucher die Internetbenutzer an sich

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Beitrag von Nokes » 29.01.2013, 19:08

"Wenn alle meckern ändert sich nichts".... Wie soll sich was ändern, wie können WIR Google besser machen oder ANDERE dazu bringen von Google abzutreten? Wie?? Solange Google das Monopol hat, nutzt Google es aus.
Gruß,
<br /><br />Nico
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Beitrag von UweT » 29.01.2013, 19:22

Och, jeden Tag ist es ein anderer ... erst sind es die SEOs die das Internet kaputt machen -> https://www.ibusiness.de/aktuell/db/8111 ... 339jg.html nun ist es Google und wer kümmert sich um die wahren Probleme dieser Welt? ;)

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she
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Beitrag von she » 30.01.2013, 11:07

Lustige Protest-Idee: Einfach mal 2 Tage jeder seine Website "abschalten", statt dessen eine schöne statische index-seite, die über die Missstände bei Google informiert (so, dass auch normale Menschen es verstehen)

Leider nicht realistisch, da zuviele Seiten die Einnahmen eines Tages dringend brauchen und viele Existenzen dran hängen (z.B. Mitarbeiter)
Aber wäre mal spannend zu wissen, wie viele man damit tatsächlich erreichen könnte.

LG

Nicole :evil:

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