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Umsatzsteuer/Rechnung bei Backlinkseller

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legion_x
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Beitrag von legion_x » 26.12.2014, 23:04

Hallo,

Ich habe eine Frage zum Thema Backlinkseller - idealerweise an Leute, die auch diese Affiliate-Plattform als Werbetreibende benutzen.

Ich betreibe selbst ein Gewerbe und möchte die Einnahmen durch Backlinkseller hier in Deutschland ordnungsgemäß versteuern. Dazu habe ich sowohl den Firmennamen, als auch die Steuernummer und USt.ID. eingetragen. Bei meiner ersten Auszahlung habe ich jedoch nur den reinen Betrag ausbezahlt bekommen ohne Umsatzsteuer (Laut Impressum sitzt die Firma in Tallinn/Estland). Auch eine Rechnung vermisse ich. Eine Kontaktanfrage bei Backlinkseller selbst ist ohne Antwort geblieben.

Wie rechnet ihr Backlinkseller gegenüber dem Finanzamt ab?

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Lollipop
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Beitrag von Lollipop » 27.12.2014, 17:07

Ich rechne das ohne Ust. ab. Ist zwar blöd, weil dir der Vorsteuerabzug verloren geht, aber da kann man wohl nichts machen. Der Beleg, den du in deinen Gutschriften findest, reicht dem Finanzamt als Rechnung aus. Zumindest hat sich bisher bei mir weder mein Steuerberater, noch das FA beschwert.

Parus
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Beitrag von Parus » 27.12.2014, 21:16

Da die Fa. in Estland (also in einem EU-Land) sitzt, funktioniert die Abrechnung umsatzsteuerrechtlich nach dem Reverse-Charge-Verfahren. Hierfür ist nur die Angabe Deiner USt-ID sowie der von Deinem Geschäftspartner auf der Rechnung / Gutschrift erforderlich.

Die Rechnungstellung selbst erfolgt dann mit dem Nettobetrag, die Mehrwertsteuer muss Dein Geschäftspartner an sein (estisches) Finanzamt abführen.

Du selbst brauchst also keine Umsatzsteuer abzuführen, dass macht Dein estischer Geschäftspartner. Und für Deinen Vorsteuerabzug ist das Ganze auch unschädlich.

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legion_x
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Beitrag von legion_x » 30.12.2014, 13:18

@Parus: Alles klar. Danke für die Antwort. Also handhabe ich das genauso wie beim Amazon-Partnerprogramm mit dem Reverse Charge Verfahren und stelle pro forma Rechnungen an Backlinkseller ohne Umsatzsteuer auszuweisen und mit Verweisbemerkung auf das Reverse Charge Verfahren.

t.o.
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Beitrag von t.o. » 01.06.2017, 17:34

Tatsächlich ist das so nicht ganz richtig.

Intelions OÜ in Estland, der Betreiber von backlinkseller.de, ist nach eigener Aussage nicht umsatzsteuerpflichtig und hat daher auch selbst keine USt-IdNr.

Das mit dem Reverse-Charge funktioniert daher auch nicht.

Da es sich aber um ein Unternehmen handelt, das auch unternehmerisch tätig ist, handelt es sich NICHT um ein B2C-Geschäft (was mit deutscher Umsatzsteuer abzurechnen wäre), sondern vielmehr um ein B2B-Geschäft, was der 20%-igen estländischen Umsatzsteuer unterliegt.

Backlinkseller stellt auf Wunsch die Gutschriften mit dieser estländischen Umsatzsteuer aus.

Allerdings würde das dazu führen, dass du dann auch in Estland eine Umsatzsteuererklärung abgeben müsstest, um diese eingenommene estländische Umsatzsteuer auch wieder abzuführen.

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hankaba
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Beitrag von hankaba » 08.01.2019, 20:01

t.o. hat geschrieben: Da es sich aber um ein Unternehmen handelt, das auch unternehmerisch tätig ist, handelt es sich NICHT um ein B2C-Geschäft (was mit deutscher Umsatzsteuer abzurechnen wäre), sondern vielmehr um ein B2B-Geschäft, was der 20%-igen estländischen Umsatzsteuer unterliegt.

Backlinkseller stellt auf Wunsch die Gutschriften mit dieser estländischen Umsatzsteuer aus.

Allerdings würde das dazu führen, dass du dann auch in Estland eine Umsatzsteuererklärung abgeben müsstest, um diese eingenommene estländische Umsatzsteuer auch wieder abzuführen.
Wieso auf Wunsch? Die 20% estländische Umsatzsteuer muss doch dann bei B2B in jedem Fall ausgewiesen werden oder?

staticweb
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Beitrag von staticweb » 08.01.2019, 22:37

Wenn ich schon sehe, dass im Impressum ein Bild verwendet wird und solche Formulierungen lese:

"... der Betreiber von backlinkseller.de, ist nach eigener Aussage nicht umsatzsteuerpflichtig ..."

, wäre meine Empfehlung einen Steuerberater einzuschalten.

> Zumindest hat sich bisher bei mir weder mein Steuerberater, noch das FA beschwert.

Interessant wird es erst bei einer Steuerprüfung. Vor allem im Bereich Umsatzsteuer ist das FA sehr sensibel.

hankaba
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Beitrag von hankaba » 09.01.2019, 07:21

Naja, eine USt-ID haben die jedenfalls nicht, so dass Reverse Charge ausscheidet.

https://ec.europa.eu/taxation_customs/s ... 015_en.pdf

staticweb
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Beitrag von staticweb » 09.01.2019, 13:55

> Naja, eine USt-ID haben die jedenfalls nicht, so dass Reverse Charge ausscheidet.

Kann schon sein. Ich kenne das Steuerrecht in Estland nicht. Genau deshalb sollte man sich da fachmännische Hilfe holen.

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