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Amazon Partnernet Umsatzsteuerbefreit?

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Nikeless
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Beitrag von Nikeless » 29.11.2016, 13:16

Hi,

laut den Amazon PartnerNet Hinweisen zu den Umsatzsteuern,
bin ich von den befreit, da deren Sitz in Luxemburg ist und Netto auszahlt? Habe irgendwo gelesen, dass man nur eine Rechnung an Amazon stellen muss, mit dem Vermerk, dass diese Einnahmen von den USt befreit sind - Stimmt das?

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Bodo99
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Beitrag von Bodo99 » 29.11.2016, 14:30

Ja, das stimmt und ist ein alter Hut. Es gibt genügend Informationen dazu im Netz. Stichwort: Reverse Charge Verfahren.

Es ist im Übrigen das Gleiche wie mit AdSense, nur das AdSense in Irland sitzt und Amazon eben in Luxemburg (steuerrechtlich gesehen). Du musst auch keine Rechnung austellen und an Amazon schicken. Amazon ist es egal, was du da schickst und vernichtet diesen Käse gleich. (falls sie es überhaupt annehmen)

Die Rechnung ist nur für dich, um mit den deutschen Gesetzen konform zu sein (ordentliche Rechnung). Und auch nur, wenn das Finanzamt eine solche bei einer Betriebsprüfung verlangt. Meine Finanzämter akzeptieren auch die einheitliche Aussage von Amazon selbst (als Ausdruck) in Kombination mit der monatlichen Gutschrifts-eMail:

"Infos für Partner, die in der EU, jedoch außerhalb von Luxemburg ansässig sind

Amazon zahlt keine Umsatzsteuer auf Werbekostenerstattungen. Als in der EU, jedoch außerhalb von Luxemburg ansässiger, steuerpflichtige Person müssen in Rechnungen an Amazon Europe Core Sarl daher keine Umsatzsteuer ausweisen. Stattdessen weist Amazon Europe Core Sarl die für diese Lieferung fällige Umsatzsteuer gemäß dem Reverse-Charge-Verfahren aus. Der Grund hierfür liegt darin, dass nach europäischem Umsatzsteuerrecht die durch EU-Partner, die außerhalb von Luxemburg ansässig sind, geleisteten Marketingservices der Umsatzsteuer in dem Land unterliegen, in dem der Empfänger des Services ansässig ist (siehe Artikel 56(1) der EU-Direktive 2006/112/EC). "

https://partnernet.amazon.de/gp/associa ... c_help_t18

Leider kennen manche Mitarbeiter in Provinz-Finanzämtern das Reverse Charge Verfahren nicht und bestehen dann auf unnütze Rechnungen und Beweise, warum keine Umsatzsteuer von Amazon ausgezahlt wird. Ein guter Steuerberater kann diesbezüglich aber Druck machen, sodass man sich diese Rechnungen sparen kann.

web-malocher
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Beitrag von web-malocher » 29.11.2016, 17:49

Eric78 hat geschrieben:Meine Finanzämter akzeptieren auch die einheitliche Aussage von Amazon selbst (als Ausdruck) in Kombination mit der monatlichen Gutschrifts-eMail.
Genauso ist es auch bei mir. Lege das auch immer als Ausdruck zu den Unterlagen ...

Hernz
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Beitrag von Hernz » 03.01.2017, 10:24

Wie verhält sich das Ganze denn, wenn ich Kleinunternehmer bin?

Ich schreibe Rechnungen an Amazon wie oben beschrieben und gebe dort auch meine USt-IdNr an.

Bin ich nun auch verpflichtet regelmäßig Umsatzsteuervoranmeldungen an das Finanzamt zu schicken?
Ich lese in dem Zusammenhang überall nur von "innergemeinschaftlichen Erwerben". Allerdings erwerbe nicht ich etwas, sondern Amazon (meine Dienstleistung als Affiliate).

Vegas
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Beitrag von Vegas » 03.01.2017, 14:57

Es ist eine "innergemeinschaftliche sonstige Leistung", Rechnung wie Eric78 schreibt via Reverse Charge. Keine Ahnung wie das bei Kleinunternehmer geregelt ist, einen Steuerberater zu fragen schadet hier sicher nicht, aber solange Du keine Leistungen beziehst sondern nur erbringst, dürften weder Umsatzsteuererklärung noch ZM nötig sein. In §18a Abs.4 UStG steht: Die Absätze 1 bis 3 gelten nicht für Unternehmer, die § 19 Absatz 1 (Anmerkung: das ist die Kleinunternehmerregelung) anwenden.

Keine Steuerberatung ;)
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Bodo99
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Beitrag von Bodo99 » 03.01.2017, 19:40

Als Kleinunternehmer zahlt du ja eben grundsätzlich keine Umsatzsteuer, da du auch keine einnehmen darfst. Daher dürftest du auch keine USt-IdNr bekommen haben. Weiterhin musst du deshalb auch keine Umsatzsteuervoranmeldung an das Finanzamt schicken. Scheinbar ist dir nicht ganz klar, was "Kleiunternehmer" überhaupt bedeutet. Ich bitte hier um Selbststudium zur Sachlage oder die Konsultation deines Steuerberaters.

Hernz
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Beitrag von Hernz » 03.01.2017, 20:07

Vielen Dank für die Antworten!

Ich fange gerade erst an mit Affiliate Marketing, d.h. meine Aussagen beziehen sich auf die Zukunft.
Ich werde in den nächsten Tagen das Gewerbe anmelden und dann auch vom Finanzamt angeschrieben werden. Mir ist bewusst, dass ich dann als Kleinunternehmer nicht automatisch eine USt-IdNr erhalte. Allerdings werde ich diese dann gesondert beantragen (müssen), um Amazon ordentliche Rechnungen schreiben zu können.

Parallel habe ich heute auch mein zuständiges Finanzamt kontaktiert und die Antwort erhalten, dass ich (auf meinen konkreten Fall bezogen) keine Umsatzsteuervoranmeldungen schicken muss. Lediglich jährlich die Umsatzsteuererklärung.
Dies passt auch zu dem was Vegas geschrieben hat, da ich ja keine Leistungen beziehe.

Hoffentlich hilft es wem weiter ;)

Bodo99
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Beitrag von Bodo99 » 03.01.2017, 20:17

Hernz hat geschrieben:Allerdings werde ich diese dann gesondert beantragen (müssen), um Amazon ordentliche Rechnungen schreiben zu können.
1. Wenn du die Kleinunternehmerregelung nutzt, bekommst du keine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.)., da du sie gar nicht brauchst.

2. Du brauchst Amazon keine Rechnung stellen, wie ich weiter oben erklärt habe. Es sei denn dein Finanzamt verlangt es. Mit meiner oben vorgetragenen Lösung, kann man sich die Rechnung aber auch sparen. Frage dazu deinen Steuerberater.

3. Wenn du doch eine Rechnung stellst, kannst und musst du das als Kleinunternehmer auch ohne Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) machen.

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