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Werbebetrüger kassierten 1,27 Milliarden Dollar pro Jahr

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RH666
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Beitrag von RH666 » 13.12.2017, 09:20

Mit einer neuen Studie zeichnet Google ein erschreckendes Bild des grassierenden Werbebetrugs: Teilweise wurden mehr als fünfzigmal so viel Werbung verkauft als die gebuchten Webseiten tatsächlich ausgespielt haben.


Nachdem in den vergangenen Monaten immer neue Fälle von groß angelegtem Werbebetrug aufgeflogen sind, hat sich Google in einer neuen Studie zusammen mit Werbedienstleistern und Verlagen wie der New York Times, der Washington Post und Business Insider zusammengetan, um das Ausmaß des Geschäfts mit gefälschten Werbeabrufen zu ergründen.

Das Ergebnis: Täglich wurden mehrere Milliarden Werbeabrufe auf den untersuchten 26 Domains gebucht, die dann tatsächlich auf anderen Websites ausgespielt wurden. Das Angebot der Betrüger überstieg das der Verlage um das Dreifache. Hochgerechnet wanderten damit täglich 3,5 Millionen US-Dollar an Betrüger, die eigentlich an Verlage hätten ausbezahlt werden sollen. Dies entspricht einem jährlichen Schaden von 1,27 Milliarden US-Dollar.

Insbesondere der Markt für Videoanzeigen ist demnach Ziel des grassierenden Betrugs: Auf den untersuchten Werbemarktplätzen fanden die Studienautoren Angebote für 57-mal so viele Werbeabrufe als auf den betroffenen Domains tatsächlich ausgespielt werden konnten. Insgesamt wurden nach Angaben von Google täglich im Schnitt 700 Millionen falsche Buchungen für Werbevideos entdeckt.

Ganzer Artikel bei https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 16667.html

nerd
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Beitrag von nerd » 13.12.2017, 10:50

Achwas?

wer haette denn auf der anbieterseite interesse daran, transparent und ehrlich mit der werbung zu sein? der seitenbetreiber der pro klick bezahlt wird? Der zwischenhaendler der werbeeinblendungen nach view oder reichweite verkauft?

RH666
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Beitrag von RH666 » 13.12.2017, 11:24

Recht haste ^^

arnego2
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Beitrag von arnego2 » 17.12.2017, 17:26

nerd hat geschrieben:Achwas?

wer haette denn auf der anbieterseite interesse daran, transparent und ehrlich mit der werbung zu sein? der seitenbetreiber der pro klick bezahlt wird? Der zwischenhaendler der werbeeinblendungen nach view oder reichweite verkauft?
+1

Derjenige der die Werbung in Auftrag gibt und die Agentur die den Auftrag entgegengenommen hat sollten eigentlich schon ein Interesse haben. Nur, wie es in dem Bericht so schön heißt: "Sie hätten den Überblick verloren", oder vereinfacht gesagt keinen Bock gehabt sich da reinzuknien.
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Rem
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Beitrag von Rem » 21.12.2017, 01:52

Da wird Geld zugeworfen, und irgendwann gehen die Leute über die Bücher und bemerken, dass es Scheisse war. So wie sich Werbekunden plötzlich dafür interessieren, ob ihre Werbung in YT zusammen mit Kinderpornographie ausgespielt wird, werden sich Werbekunden auch über schlechte Klickraten oder Conversionen wundern. Das heisst: gegenwärtig ist keine Nachhaltigkeit vorhanden. Was bringt 20000 von Werbekunde X, wenn er nächstes Jahr gar nicht wieder bucht? Lieber über 10 Jahre hinweg 5000 nehmen. Es lohnt sich also ehrlich damit umzugehen.
Kostengünstige Fremdwährungstransfers und Umtausch (EUR, USD, GBP, CHF etc), eigene Konti in den USA, UK, AU und in UK. Ich empfehle Transferwise . Neu mit nahezu kostenloser Multiwährungs-Debit-Kreditkarte.

gunnar
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Beitrag von gunnar » 21.12.2017, 08:37


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Beitrag von arnego2 » 27.12.2017, 01:29

Sehr interessant nur ein Eingeständnis der Mitschuld habe ich dabei nicht entdecken können. Schuld sind einwandfrei fast nur die Back Hat marketers:
WFA_Compendium_Of_Ad_Fraud_Knowledge hat geschrieben:The main perpetrators of ad fraud are so-called ‘black hat’ marketers - highly skilled marketing technologists. Other adversaries include illegitimate ad networks and cybercriminals.
Man bemerke ‘black hat’ marketers = highly skilled marketing technologists.
Leute mit einem Zauberstab und damit den Verantwortlichen den Verstand raubt?
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nerd
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Beitrag von nerd » 27.12.2017, 09:39

Moment, ‘black hat’ marketers? Sind jetzt etwa nicht mehr die russischen/chinesischen/nordkoreanischen hacker an allem boesen in der welt schuld...?

hanneswobus
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Beitrag von hanneswobus » 27.12.2017, 11:30

mh.
mich wundert das ganze nicht u. mich wundert auch nicht, dass wohl viele sich mit den blackhat-ansaetzen nicht auseinander setzen. das problem bei der bezahlwerbung ist ja, dass der gewuenschte effekt -> traffic simpel u. einfach einkaufbar ist. da lohnt sich der blick in die systematiken o. probleme o. gefahrenquellen nicht wirklich.

hanneswobus
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Beitrag von hanneswobus » 27.12.2017, 11:31

arnego2 hat geschrieben:
nerd hat geschrieben:Achwas?

wer haette denn auf der anbieterseite interesse daran, transparent und ehrlich mit der werbung zu sein? der seitenbetreiber der pro klick bezahlt wird? Der zwischenhaendler der werbeeinblendungen nach view oder reichweite verkauft?
+1

Derjenige der die Werbung in Auftrag gibt und die Agentur die den Auftrag entgegengenommen hat sollten eigentlich schon ein Interesse haben. Nur, wie es in dem Bericht so schön heißt: "Sie hätten den Überblick verloren", oder vereinfacht gesagt keinen Bock gehabt sich da reinzuknien.
dann bleibt natuerlich die frage nach existenzberechtigungen besagter agenturen / beteiligte offen. ich finde, dass sich "da reinknien" irgendwo auch zum job gehoert. vmtl. muessen du, ich u. andere aus diesem forum auch wissen, wie die grenzwertigen ansaetze aus "seo" / "internetmarketing" ausschauen u. wo deren gefahren liegen.

hanneswobus
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Beitrag von hanneswobus » 27.12.2017, 11:35

arnego2 hat geschrieben:Sehr interessant nur ein Eingeständnis der Mitschuld habe ich dabei nicht entdecken können. Schuld sind einwandfrei fast nur die Back Hat marketers:
WFA_Compendium_Of_Ad_Fraud_Knowledge hat geschrieben:The main perpetrators of ad fraud are so-called ‘black hat’ marketers - highly skilled marketing technologists. Other adversaries include illegitimate ad networks and cybercriminals.
Man bemerke ‘black hat’ marketers = highly skilled marketing technologists.
Leute mit einem Zauberstab und damit den Verantwortlichen den Verstand raubt?
jau. dit finde ich auch faszinierend. neulich hatte ich uebrigens in irgendeiner dieser nichtssagenden xing-gruppen-diskussionen gelesen, dass:
- agenturen sich nicht mit (er)forschen v. techniken beschaeftigen (solle|muessen)
- im "buisiness" das beobachten u. protokollieren von dingen unueblich u. ungewuenscht ist u. man sich auf "erfahrungen" zu verlassen hat.
wenn das nun der allgemein gueltige ist-zustand ist (ich hoffe es nicht), wundert mich dieser fingerzeig auf blackhat nicht.

arnego2
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Beitrag von arnego2 » 27.12.2017, 13:57

hanneswobus hat geschrieben:
wenn das nun der allgemein gueltige ist-zustand ist (ich hoffe es nicht), wundert mich dieser fingerzeig auf blackhat nicht.
Ich fürchte das es leider der allgemeine Zustand war oder ist, speziell wenn man liest das die Unschuldigen völlig von dem Betrug überrascht sind. Und das obwohl das Ausmaß nicht von heute auf morgen zustande kommen kann.
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hanneswobus
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Beitrag von hanneswobus » 27.12.2017, 17:07

arnego2 hat geschrieben:
hanneswobus hat geschrieben:
wenn das nun der allgemein gueltige ist-zustand ist (ich hoffe es nicht), wundert mich dieser fingerzeig auf blackhat nicht.
Ich fürchte das es leider der allgemeine Zustand war oder ist, speziell wenn man liest das die Unschuldigen völlig von dem Betrug überrascht sind. Und das obwohl das Ausmaß nicht von heute auf morgen zustande kommen kann.
tjanun.
ich sag mal "business as usual"

Vegas
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Beitrag von Vegas » 23.02.2018, 17:07

Ich denke es ist etwas kurzsichtig, das Problem nur bei den "finsteren Blackhats" zu suchen. Es gibt auch bei uns in Deutschland haufenweise Verlage und Publisher, die, um ihre Besucherzahlen aufzuhübschen und mehr von eigenen Werbekunden zu kassieren, Billigtraffic aus dubiosen Quellen in großer Menge einkaufen. Generell läuft da viel nach dem Motto "Gier frißt Hirn", gepaart mit einer gewissen Naivität und Gleichgültigkeit.
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superolli
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Beitrag von superolli » 26.02.2018, 10:27

Ist nicht diese nervtötende Abspielen von Videos auf Seiten ohne Anklicken nicht auch Betrug? Da klickt man eine Seite an, fängt an zu lesen und weiter unten - wo man noch gar nichts von sieht - geht ein Film ab und zählt als abgespielter Film.

Das zwangsweise Anschauen von Filmen bevor man zur eigentlichen Nachricht kommt... ich schaue da auch nie hin, bis das, was ich sehen will, losgeht. Ist zwar kein Betrug aber aus meiner Sicht Unsinn.

Das ganze System hinkt.

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