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Leserlichkeit von Texten

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Cole
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Beitrag von Cole » 23.03.2018, 21:34

Moin,

ich habe vorhin mal etwas gegoogled wie man Texte im Internet gestalten sollte, damit sie eben möglichst leserlich sind, Grund dafür waren einige Bekannte, die extrem unterschiedliche Auffassungen zu meiner üblichen Textformatierung hatten.

Also ich stelle in meinen Texten "wichtige" Worte immer fett gedruckt dar und finde das persönlich auch viel angenehmer zu lesen so, aber irgendwie scheint es da niemanden zu geben, der das nicht entweder liebt oder hasst...

Dabei bin ich unter anderem auf dieses "Tool" gestossen, welches angeblich die Leserlichkeit von Texten erkennen soll: https://www.leichtlesbar.ch/html/

Dort habe ich einige meiner Texte mal testweise geprüft und keiner hatte mehr als 40 Punkte, einige unter 20.
Für wie sinnvoll haltet ihr die Einschätzung dieses Tools?
Sollte ich wirklich versuchen mich noch deutlich "einfacher" auszudrücken (ich versuche das eigtl schon, wenn es das jeweilige Thema hergibt)?

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Tomasso
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Beitrag von Tomasso » 24.03.2018, 07:23

Geht es dir um Lesbarkeit oder Verständnis?

Das Tool berechnet ja nur wie einfach der Text zu verstehen ist. Je nach Punktezahl ist der Text halt einfach zu verstehen oder eher nicht.

Bei meinem Test: "Heute ist ein schöner Tag. Die Sonne lacht und ich werde später einen Ausflug zum Bodensee machen." - habe ich 79 Punkte erreicht. D.h. er ist leicht zu verstehen. Bei deinen 40 Punkten ist er erst ab SEK, FOS oder Berufsschule zu verstehen, also anspruchsvolle Zeitung: NZZ, FAZ usw.

Zur Lesbarkeit gehören aber u.a. die Schriftart, der Hintergrund, die Schriftfarbe, die länge der Sätze, der Wortschatz, die Textformatierung, Satzaufbau, Grammatik, Gliederung, Satzbau usw...

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Cole
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Beitrag von Cole » 24.03.2018, 16:38

Genau das ist es ja, was mir bei diesem Tool etwas merkwürdig vorkam, die schreiben zwar selbst was von "Leicht lesbar", scheinen dann aber eher zu analysieren wie leicht zu verstehen der Text ist (Relation Worte gesamt zu verschiedene Worte etc).

Mir ging es dabei aber wirklich eher darum, wie lesbar ein Text ist (also unter der Voraussetzung, dass der Leser sich für das Thema zumindest grundsätzlich interessiert / es versteht). Dass jemand, dem schon das Thema "zu hoch" ist, den Text sowieso nicht zu Ende lesen wird ist mir ja klar, das ist dann aber halt einfach die falsche Zielgruppe.

Speziell hatte ich eben nach Informationen über die Lesbarkeit gesucht weil ich, wie gesagt, sehr unterschiedliches Feedback bekomme was meine "Angewohnheit" mit den fett gedruckten Worten angeht, die einen sehen es so wie ich selbst, dass es dadurch besser / angenehmer zu lesen ist (bei längeren Texten ohne solche "Anker" passiert es mir z.B., zumindest am Rechner, irgendwie öfter mal, dass ich mich mit der Zeile verhaspel), während andere wiederum meinen das wäre eher verwirrend.

blondes-gift
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Beitrag von blondes-gift » 24.03.2018, 16:56

Übetragen das hervorheben von wichtigen Wörten in Texten mal auf die Sprache. Da erzählt dir einer was und bei (aus seiner Sicht) wichtigen Wörten wird er laut. Nach kürzester Zeit will dem keiner mehr zuhören. Ich halte davon nichts.

ewigerlaie
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Beitrag von ewigerlaie » 24.03.2018, 17:06

blondes-gift hat geschrieben:Übetragen das hervorheben von wichtigen Wörten in Texten mal auf die Sprache. ...
Ich glaube nicht, dass man sprechen und schreiben vergleichen sollte. Es gibt ja auch sehr viele Redner, die in ihrer Rede, Ansage, Vortrag ... manche Stellen permanent wiederholen. Das kann natürlich auch auf die Ketten gehen.
Bei geschriebenen Text (keine Prosa oder Lyrik) finde ich Hervorhebungen nicht so verkehrt. Für das Diagonallesen gefällt es mir. Das ist aber eben nur _meine_ Meinung.
Zum Tool: es ist eben nur ein Tool und die Flesch-Formel ist kein Mensch. Darauf würde ich persönlich nichts geben. Dann die Texte lieber von Freunden, Bekannten oder der Zielgruppe lesen lassen.

heinrich
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Beitrag von heinrich » 24.03.2018, 19:14

blondes-gift hat geschrieben:Da erzählt dir einer was und bei (aus seiner Sicht) wichtigen Wörten wird er laut.
Das nennt man ja immerhin Betonung! Und eine Rede ohne Betonung sondern nur in einer monotonen Stimmlage ist auch nicht prickelnd.

Rasputin
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Beitrag von Rasputin » 29.03.2018, 19:19

Letztlich gibt es viele gute Möglichkeiten, einen Text zu strukturieren, zum Beispiel:

- Zwischenüberschriften
- Kurze, thematisch passende Absätze
- Hervorhebungen einzelner Wörter und Satzteile
- Aufzählungen
- Auflockerung durch Bilder

Sind die Absätze eher lang, hilft fett Geschriebenes durchaus beim Querlesen. Sind die Absätze eher kurz, nerven zusätzliche Hervorhebungen eventuell. Ich erinnere mich noch dunkel an meine Schulzeit, als vor allem die Mädchen den halben Text farbig markiert haben, weil irgendwie alles wichtig war :D

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