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HowTo: Mehreinnahmen trotz Adblocker

Alles zum Thema Google Adsense.
supervisior
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Beitrag von supervisior » 22.10.2018, 13:15

Mehreinnahmen trotz Adblocker.... aber ohne Garantie, dass das bei jedem funktioniert. ;)

ich beobachte jetzt schon im Dritten Jahr die Entwicklung, bzw. den Einsatz von Adblockern. Zu den Adblockern zähle ich auch die Browser Funktionen zum Schutz der Privatsphäre hinzu. Bei den reinen Adblockern habe ich auch mehrere Versuche unternommen diesen entgegen zu wirken, also z.B. alternative Anzeigen, die anstelle der Adsense Anzeigen angezeigt werden, wobei mir erst hinterher klar wurde, dass das eigentlich Quatsch ist. Wer einen Adblocker im Einsatz hat, den bringt man auch mit alternativen Anzeigen nicht dazu auf eine Werbung zu klicken.

Ich habe auch radikale Methoden versucht und den kompletten Content ausgeblendet, wenn jemand einen Adblocker im Einsatz hatte, aber auch das bringt nicht viel bis gar nichts. Meine Bemühungen gingen sogar so weit, dass ich mir auch für die Browser eigene Funktion zum Schutz der Privatsphäre etwas habe einfallen lassen, zumal diese Browser Funktion weit mehr blockt und auch weit mehr im Einsatz ist als die klassischen Adblocker. Die Adblocker sind im Vergleich dazu fast harmlos.

Dass das komplette Blocken des Contents nichts bringt, wenn jemand Werbung blockt, müssen regelmäßig auch bekannte Betreiber feststellen, weil in Folge dessen die Media Kenndaten in den Keller gehen und sich auf die Werbeplatzpreise auswirkt.

So gesehen müsste man als Publisher eigentlich resignieren und es einfach hinnehmen, dass es keine voll zufriedenstellende Lösung dafür gibt. Das entspricht aber nicht meiner Natur. Nachdem das komplette Ausblenden des Contents und auch alternative Anzeigen nichts bringen, habe ich aktuell eine Zwischenlösung im Einsatz. Zwischenlösung bedeutet, dass jeder ob mit oder ohne Adblocker beim ersten Aufruf einer Seite grundsätzlich alles ohne Einschränkung sieht. Ich bin nun in der göttlichen Lage, dass Google mir 80% aller Besucher auf Übersichtsseiten schickt und man unweigerlich weiternavigieren muss, um das zu bekommen, wonach man sucht. Der Nutzer bekommt dadurch zunächst mal ein "Zungentratzerl" zu sehen, ohne dass er in irgendeiner Weise eingeschränkt wird. Diese Zungentratzerl Seite ist keine besondere Seite, sondern gehört zur ganz normalen Seitenarchitektur im Sinne von Kategorien und Listungen, wie man diese z.B. in einem Online Shop findet.

Hat man nun also einen Adblocker im Einsatz, wird folglich auch keine Werbung angezeigt, aber ich verpasse ihm einen Cookie, der dann beim Weiterklicken dazu führt, dass ich diesem Nutzer eine Fehlerseite "andrehe", aber nicht mit dem Hinweis, dass er seinen Adblocker ausschalten soll, sondern ich ihm das so verkaufe, dass sein Werbelocker verhindert, dass ich Ihn über meine Datenschutzerklärung informieren kann. Das stimmt zwar nicht, aber dadurch verlagere ich die Schuld auf unsere geistigen (politischen) Vordenker und siehe da es funktioniert zumindest so weit, dass mehr als 1/4 der Adblocker Nutzer ihren Adblocker ausschalten. Das heißt im Umkerschluss aber nicht, dass diese Methode bei den restlichen 3/4 nicht funktioniert würde. Zu den 3/4 gehören auch Bots, die sich als Nutzer ausgeben. Seltsamerweise und der Logik meines Scripts zum Erkennen eines aktivierten Blogs scheint auch der Google Bot manchmal mit einem Adblocker unterwegs zu sein. Das zu erläutern ist aber eine andere Thematik. In jedem Fall und unter Berücksichtigung, dass das Verhältnis derjeniger, die den Adblocker ausschalten und der anderen, die sich nicht dazu bringen lassen, dann doch höher ist als 1/4 zu 3/4, werden zumindest mehr Anzeigen Impressionen konsumiert. Die Zunahme der Anzeigen Impressionen verändert für sich selbst schon alle Werte, wie z.B. den RPM. Die Anzahl der CPM Anzeigen fallen in der Regel zwar geringer aus als klassische CPC Anzeigen aber auch ohne Clicks erhöht sich dadurch das Potential für Mehreinnahmen.

Die obige Beschreibung ist aber noch kein wirkliches HowTo, zumal es an tiefergehender Beschreibung fehlt, aber es stellt zumindest eine Hilfestellung dar, wie man über eine softe Zwischenlösung indirekt doch Mehreinnahmen generieren kann. Die Art einer Seite hängt jedoch davon ab, ob und wie effektiv diese bei anderen funktioniert.

Wer das nun selbst mal ausprobieren will, der findet nachfolgend ein kleines, aber sehr wirkungsvolles Script, wie man aktivierte Adblocker identifizieren kann und darauf aufbauend Aktionen steuern kann. Leider brauchts dann aber doch Programmierkenntnisse, sodass es nicht für jeden geeignet ist.

Step 1:
Die nachstehende Datei so weit oben wie möglich im <head> Bereich als includierte .js Datei einbinden. Wichtig dabei ist der Name der js Datei, weil Adblocker ganz klassisch und uneigenschränkt darauf anspringen.

Code: Alles auswählen

<script src="pfad_zu_js_datei/ads.js"></script>
Inhalt der ads.js

Code: Alles auswählen

&#40;function &#40;i, o, g&#41; &#123;
    i&#91;o&#93; = g;
&#125;&#41;&#40;window, 'adblocker', false&#41;;
Ebenfalls im <head> Bereich den nachfolgenden Code einbinden:

Code: Alles auswählen

<script>
    &#40;function&#40;a, d, c, b&#41; &#123;
        a&#91;d&#93; = &#40;typeof a&#91;d&#93; == typeof undefined&#41; ? c &#58; b
    &#125;&#41;&#40;window, "adblocker", true, false&#41;;
</script>
Mit

Code: Alles auswählen

<script>
    if &#40;adblocker&#41; &#123;
       // do whatever you want
    &#125;;
</script>
lassen sich dann im Content beliebige Aktionen ausführen deren Phantasien fast keine Grenzen gesetzt sind. Es empfiehlt sich alle Code Anteile vor Google & Co. zu verbergen.
Zuletzt geändert von supervisior am 23.10.2018, 09:03, insgesamt 1-mal geändert.

Hanzo2012
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Beitrag von Hanzo2012 » 22.10.2018, 20:49

1. Widerspricht das synchrone Einbinden eines Skripts ganz weit oben (blockiert Seitenaufbau) nicht deiner Philosophie? (nicht falsch verstehen - ich mach's seit Jahren genauso, weil ich schon beim Laden die Info brauche, aber es wäre schön, wenn es asynchron ginge ...)
2. Warum so kompliziert mit anonymen Funktionen und Übergabe des window-Objekts statt einfach adblocker=false etc.?

supervisior
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Beitrag von supervisior » 22.10.2018, 21:23

Hanzo2012 hat geschrieben:1. Widerspricht das synchrone Einbinden eines Skripts ganz weit oben (blockiert Seitenaufbau) nicht deiner Philosophie? (nicht falsch verstehen - ich mach's seit Jahren genauso, weil ich schon beim Laden die Info brauche, aber es wäre schön, wenn es asynchron ginge ...)
Danke, dass Du danach fragst. Ich hatte schon Angst, dass DU gar nicht fragen würdest! ;) Du hast aber schon recht damit, dass das eigentlich nicht meiner Philosophie entspricht. Das ist aber eine und die einzige Ausnahme bei der ich abgewogen habe, was im konkreten Fall besser ist. Außerdem ist das wirklich nur ein minimalistischer Code Schnipsel. Für meinen Zweck könnte ich fast auch die defered Methode verwenden, weil ich ja nur einen Cookie setze und hätte deswegen keine Präferenz, wann der im Ladeverlauf gesetzt wird. Der Grund, dass ich es dann doch nicht mache, ergibt sich aus der getürkten Begründung für die Fehlermeldung. Ich gebe ja vor, dass der Adblocker die Datenschutzerklärung, bzw. die Zustimmung dazu verhindert. Diesen Hinweis, der beim Laden der Seite normalerweise angezeigt wird, unterdrücke ich mit der adblocker Funktion mit einer css Anweisung und kommt wieder, wenn der Adblocker off ist. Ansonsten wär diese erfundene Begründung wohl eher nicht glaubhaft! ;)
Hanzo2012 hat geschrieben: 2. Warum so kompliziert mit anonymen Funktionen und Übergabe des window-Objekts statt einfach adblocker=false etc.?
Kannst Du machen, wie ein Dachdecker. Wenn Du meinst, dass es auch einfacher geht, ändere es für Deinen Geschmack. Es gibt meist immer mehr als nur 1 Weg. ;)

staticweb
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Beitrag von staticweb » 22.10.2018, 23:04

Bisher konnte ich noch jeden Anti-AdBlocker durch Ausschaltung von diversen JS-Funktionalitäten deaktivieren.

> ... aber ich verpasse ihm einen Cookie, der dann beim Weiterklicken dazu führt, dass ich diesem Nutzer eine Fehlerseite "andrehe" ...

Wenn das mit JS gesteuert wird wäre das auch hier kein Problem.

Falls PHP verwendet wird kann auch der Google Bot nichts sehen oder du musst ihm andere Inhalte zeigen, als anderen Usern.

Da sich AdBlocker-Aktivitäten immer im Client abspielen ist es ein Katz und Maus Spiel, welches am Ende immer im lokalen Browser entschieden wird.

Hanzo2012
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Beitrag von Hanzo2012 » 22.10.2018, 23:17

Sicher kann man das leicht umgehen. Die meisten Leute wissen das aber nicht. Und wenn deine Seite klein genug ist, um „unter dem Radar“ zu bleiben, ist es auch eher unwahrscheinlich, dass sich jemand die Mühe macht, eine Gegenmaßnahme in den Adblocker zu integrieren.

supervisior
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Beitrag von supervisior » 23.10.2018, 07:31

@staticweb
Na ganz so leicht ist es dann doch nicht. Nur weil ich das nicht gesondert beschrieben habe und auch nicht wollte, weil ich aus dem Thema kein Wettstreitthema machen wollte wie man einen Adblocker umgeht, heißt das nicht, dass es nicht doch Mechanismen gibt, um über Klassiker wie Javascript und Cookie OFF die Sache umgehen kann. Diese Mechanismen habe ich aber nicht extra nur für das beschriebene Thema hinzugefügt, sondern arbeiten unabhängig davon.

Nur so viel damit das Thema nicht wieder zerflettert wird, einfach Javascript und Cookies ausmachen, hebelt die oben beschriebene Funktion nicht aus.

@Hanzo2012
Bin da voll auf Deiner Seite. ;)

staticweb
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Beitrag von staticweb » 23.10.2018, 07:58

> Nur so viel damit das Thema nicht wieder zerflettert wird, einfach Javascript und Cookies ausmachen, hebelt die oben beschriebene Funktion nicht aus.

Dann benötigst du auch für den Google-Bot eine Sonderbehandlung. Und natürlich gibt es mit Browser-Fingerprinting weitere Methoden den Client zu identifizieren. Das solltest du dann aber auch DSGVO-technisch abfangen.

Wie Hanzo2012 schon schrieb. Das funktioniert alles solange du unter dem Radar bleibst.

supervisior
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Beitrag von supervisior » 23.10.2018, 08:34

Auch für Google & Co. habe ich eine Lösung, aber auch diese funktioniert unabhängig von der beschriebenen Funktion und nutze ich einfach, weil ohnehin schon vorhanden. Mit Fingerprinting usw. mache ich aber nix. Ist alles viel einfacher, aber wie schon gesagt, ich will dieses Thema nicht zu einem Adblocker Wettstreitthema machen.

Micha_Es
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Beitrag von Micha_Es » 23.10.2018, 08:44

Interessanter Ansatz!

Als Appetithäppchen hat ja jede Seite etwas besonderes und wenn man viele wiederkehrende Nutzer hat, kann man das Appetithäppchen auch verstecken und Schreiben:

Hoppla, da hat was nicht funktioniert - AdBlocker im Einsatz - privater Modus?

Sicherlich werden viele, die das Appetithäppchen kennen und schätzen, den AdBlocker abschalten.

supervisior
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Beitrag von supervisior » 23.10.2018, 09:00

Micha_Es hat geschrieben:Interessanter Ansatz!

Als Appetithäppchen hat ja jede Seite etwas besonderes und wenn man viele wiederkehrende Nutzer hat, kann man das Appetithäppchen auch verstecken und Schreiben:

Hoppla, da hat was nicht funktioniert - AdBlocker im Einsatz - privater Modus?

Sicherlich werden viele, die das Appetithäppchen kennen und schätzen, den AdBlocker abschalten.
GENAU! ;) So war und ist es auch gedacht und funzt auch. Geht nicht bei allen, aber bei mehr als 1/4 und das ist deutlich mehr als 0. Dieses eine Viertel muss dabei noch nicht mal Anzeigen anklicken. Es genügt ja schon, wenn dadurch die Anzeigen Impressionen ansteigen. Außerdem gibts ja nicht nur CPC Anzeigen.

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