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Ist das nur Spam oder echt nicht nicht mehr ok?

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hoja
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Beitrag von hoja » 04.01.2019, 12:24

Eine möglicherweise etwas naive Frage an diejenigen, die sich mit Google Guidelines und Wettbewerbsrecht auskennen.

Nehmen wir an, wir sind niedergelassener Anbieter für Trecker in allen denkbaren Varianten. Ein deutlich größerer, hauptsächlich online tätiger Anbieter aus dem Segment PKW/ Autohändler hat de facto kein einziges Produkt, was man mit viel gutem Willen als Trecker bezeichnen könnte im Angebot. Dennoch hat er hat viele Dutzend Landingpages für alle nur denkbaren allgemeinen und spezialisierten Treckervarianten erstellt (Trecker für den Weinberg, zur Apfelernte etc.) ins Netz gestellt und versucht auch auf breiter Front (tausende Keywords) im Longtail-Bereich zu ranken. Wie gesagt, er hat nichts dergleichen im Portfolio, rankt aber aufgrund seiner Reichweite ganz ok mit diesen Seiten.

Dieser Wettbewerber hat in Deutschland nur etwa eine Handvoll Filialen. Er hat darüber hinaus aber noch eine Vielzahl Städte-Landingpages erstellt, für Orte, die sich hunderte von Kilometern entfernt von der nächsten brick and mortar - Niederlassung befinden. Diese lokalen Landingpages ohne Wert werden sehr oft auch noch mit den für sie evenfalls irrelevanten Trecker-Keywords kombiniert und verweisen auf weitere unsinnige Landingpages.


Ich frage mich:

Warum machen die das nur? Ein Experiment für eine geplante Sortimentsausweitung in den Bereich Treckerverkauf wäre abwegig.
Kann man ihnen auf die Finger klopfen? Eine freundliche E-Mail an mehrere Verantwortliche blieb unbeantwortet.

supervisior
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Beitrag von supervisior » 04.01.2019, 13:43

Ohne, dass das eine Rechtsberatung ist, könnte man ihm nur ans Bein pinkeln, wenn er für etwas wirbt, das er gar nicht hat, bzw. er fremde Namen/Marken verwendet damit er seinen Kram verkaufen kann. Er muss meines Wissens zumindest theoretisch in der Lage sein die beworbenen Artikel zu bekommen. Dazu gehört auch die Vermitlung. Er muss die beworbene Ware also nicht wirklich selbst bestitzen, wenn er z.B. nur als Vermittler auftritt. Und selbst wenn nichts davon greifen würde, könnte nur der Markeninhaber etwas machen. Im Zweifelsfalle zum Rechtsverdreher gehen und den fragen.

Und Deine Frage, warum er das macht, lässt sich einfach beantworten. Er nutzt das verfügbare Spektrum an Möglichkeiten fürs Online Marketing. Da kannst Du entweder nur zuschauen und was draus lernen oder diese Strategie kopieren.

Google schert sich wegen der Sache herzlich wenig drum, zumal wenn es Um Google Ads geht, jeder mit den Keywords werben darf auch wenn es sich dabei um Markenbezeichnungen handelt. Das ist schon vor Jahren hochrichterlich entschieden worden.

hoja
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Beitrag von hoja » 04.01.2019, 14:11

Danke schön, hört sich alles nicht allzu vielversprechend an.
supervisior hat geschrieben:Er muss die beworbene Ware also nicht wirklich selbst besitzen, wenn er z.B. nur als Vermittler auftritt.
Das tut er nicht (als Vermittler auftreten). Er rankt zwar mit massenhaft themenfremden Termen, er zeigt auf seinen Seiten aber ausschließlich Produkte aus seinem Kernsegment. Er hat keine und verkauft keine "Trecker".
supervisior hat geschrieben: Er nutzt das verfügbare Spektrum an Möglichkeiten fürs Online Marketing. Da kannst Du entweder nur zuschauen und was draus lernen oder diese Strategie kopieren.
Ich denke, für das Nachmachen von gleichermaßen trivialen wie unanständigen Praktiken ist "Lernen" echt das falsche Wort.

Was mich halt wundert ist, dass es funktioniert. Überall wird doch darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, dass man dem Kunden den zur Suchanfrage passenden Inhalt serviert. Absprungraten um 100%, back to SERP sollte doch unweigerlich die Folge sein, da es auf all diesen vielen Seiten absolut nichts Relevantes zu sehen gibt.

supervisior
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Beitrag von supervisior » 04.01.2019, 15:46

Ob das jetzt "unanständig" ist, wie Du meinst, sei mal dahingestellt, aber es ist nicht verboten und eben Bestandteil dessen, was man halt so macht um zu punkten. Mag ja sein, dass die Absprungrate dadurch hoch ist, aber die Masse und die Sichtbarkeit in den SERPS machts aus, ob Du erfolgreich bist oder den Lätschenpeppi spielst. ;)

hoja
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Beitrag von hoja » 04.01.2019, 16:19

Es gibt eine Menge Fragestellungen, da fällt mir das Urteil schwerer. Aber bei Aktionen, für die man bewusst seine gute Kinderstube verlassen muss, habe ich beim Urteil überhaupt kein Problem. So was macht man nicht – selbst wenn es rechtlich nicht sanktioniert wird. Es gibt eine Menge unanständiger Sachen, für die man nicht bestraft wird und mit denen man möglicherweise durchaus erfolgreich ist.

Beim Term "Lätschenpeppi" konnte mir selbst Google nicht helfen, aber ich glaube, ich habe eine Assoziation. Danke für Deinen Input.

supervisior
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Beitrag von supervisior » 04.01.2019, 17:04

Der hochdeutsche Sprachschatz kennt leider nicht selten bestimmte "Fachbegriffe" nicht, um bestimmte Verhaltensweisen, Charakterzüge, Gesichtszüge u.v.m mit einem (1) Wort beschreiben zu können. Von daher sind wir Bajuwaren so manchmal im Vorteil gegenüber den Saupreißn ;)

Lätschn == 1. großer, hässlicher Mund 2. weinerlich oder beleidigt verzogenes Gesicht (…mach koa so a beleidigte Lätschn! == mach nicht so ein beleidigtes Gesicht)

Peppi == Universeller (Vor)Name, den es aber auch in echt gibt.

hoja
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Beitrag von hoja » 04.01.2019, 17:28

Stimmt, für so was ist bayrisch echt prima: Für das was ich meine gibt es auch ein gutes Wort: [fåischhausà]

supervisior
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Beitrag von supervisior » 04.01.2019, 17:56

hoja hat geschrieben: [fåischhausà]
Türkisch, Schwedisch. Timbukturanisch? ;)

hoja
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Beitrag von hoja » 04.01.2019, 18:03

Falschhauser, der [fåischhausà] Betrüger, Ganove, Gauner
Quelle: https://www.bayerische-schimpfwoerter.de ... chstabe-f/

:o)

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