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(Umsatz-)Beteiligung als SEO

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7bittor
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Beitrag von 7bittor » 15.07.2019, 20:06

Hallo zusammen.

Ich würde gerne nach eurem Rat fragen:

Mein Bekannter verkauft stationär (nicht in DE) coole Produkte zu einem tollen Preis . Ich habe die Branche mal gecheckt und bin mir ziemlich sicher, ich kann die Produkte online super positionieren und verkaufen.

Welche Möglichkeiten einer „Abrechnung“ wäre hierbei am sinnigsten?

Ich wäre bereit den shop zu bauen, das Marketing(SEO) zu übernehmen und dann 10% vom Monatsumsatz zu nehmen. Lieferung, Bilder, Datensheets werden komplett von der Firma übernommen. Nach meiner Rechnung könnte ich nach 6-12 Monaten gute Gewinne erzielen.

Jetzt fehlt es mir nicht an Talent, aber BWL ist nicht meine Stärke.

Habt ihr Erfahrungen mit dieser Art von Zusammenarbeit? Worauf sollte man achten, gibt es Alternativen?

Ich würde mich über ein paar Gedanken dazu freuen.

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staticweb
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Beitrag von staticweb » 15.07.2019, 20:52

Von welchem potentiellen monatlichen Umsatz sprechen wir denn hier?

Selbst wenn du diesen kennst, gibt es so viele betriebswirtschaftliche Kennzahlen die berücksichtigt werde müssten, dass dir hier niemand einen Ratschlag geben kann. Wir wissen einfach gar nichts von deinem Business!

Die Frage ist doch eher ob du das Risiko für das Betriebsergebnis (bzgl. Online Shop) übernimmst oder dein Bekannter oder ob ihr dieses teilt.

heinrich
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Beitrag von heinrich » 15.07.2019, 21:38

7bittor hat geschrieben:
15.07.2019, 20:06
Mein Bekannter …
Ich denke, das ist das Problem. :-o

staticweb
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Beitrag von staticweb » 15.07.2019, 22:03

> Ich denke, das ist das Problem. :-o

Falls es das noch nicht ist, wird es das früher oder später werden. Privat und Beruf sollten in den meisten Fällen besser getrennt werden!

arnego2
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Beitrag von arnego2 » 15.07.2019, 22:15

Die Umsatz bezogenen Gewinn geht oft nach hinten los. Hoffentlich wird es schriftlich fest gelegt.
Arnego2 <Web & Content>

7bittor
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Beitrag von 7bittor » 15.07.2019, 22:45

heinrich hat geschrieben:
15.07.2019, 21:38
7bittor hat geschrieben:
15.07.2019, 20:06
Mein Bekannter …
Ich denke, das ist das Problem. :-o
Also ich sage mal so: Beruflich Bekannter, wie man sie viele hat im Leben. Also kein völlig fremder und kein Freund. Und klar, es wird einen Vertrag geben.

hanneswobus
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Beitrag von hanneswobus » 16.07.2019, 01:10

7bittor.
ich würde das nicht nur mit einem vertrag machen, sondern via gemeinsame firmengründung regeln. das bindet zwar stärker, diszipliniert aber auch ordentlich.
eine alternative, die ich auch gern wähle, wäre ein "verbund", wo die kompetenzen klar abgegrenzt u. aufgeteilt werden.
gruß

web-malocher
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Beitrag von web-malocher » 16.07.2019, 09:06

Ganz ehrlich: Ich kenne einige, die ähnliche "Kooperationen" ausprobiert haben und es hat sich früher oder später immer aus unterschiedlichsten Gründen zerrissen. Oft unterscheiden sich die Ziele oder die Prioritäten oder man findet einfach keinen gemeinsamen Nenner. Nicht selten fühlt sich auch einer der beiden Parteien in irgendeiner Form übergangen oder bevormundet. Ich wäre bei so etwas immer vorsichtig ...

Nicos
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Beitrag von Nicos » 16.07.2019, 09:34

jau, ist stimme den Kollegen weitestgehend zu. "Kooperationen" sind immer komplex und haben Höhen und Tiefen.
Ich würde auf alle Fälle alles ganz klar vertraglich regeln und zwar mit Anwalt/Notar. Da gibt es zu viele Fallstricke, wenn man den Vertrag selber aufsetzt.....
ich würde das nicht nur mit einem vertrag machen, sondern via gemeinsame firmengründung regeln. das bindet zwar stärker, diszipliniert aber auch ordentlich.
Ja, das ist auch eine Möglichkeit, allerdings bist Du dann auch in der Produkthaftung, falls was schiefgehen sollte und Du trägst auch Verluste, falls es mal nicht so gut läuft! :idea:

Trotzdem viel Erfolg! Solche Gelegenheiten kommen nicht oft... die sollte man dann beim Schopf packen und einfach machen!
Keywordmonitoring: https://www.DYNAPSO.com

heinrich
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Beitrag von heinrich » 16.07.2019, 11:27

Nicos hat geschrieben:
16.07.2019, 09:34
Solche Gelegenheiten kommen nicht oft... die sollte man dann beim Schopf packen und einfach machen!
Genau das ist der Punkt: Wenn man überzeugt ist, dass man es machen will, dann soll man es durchziehen! Doch wenn man schon zu Beginn Zweifel hat, dann Finger weg …

7bittor
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Beitrag von 7bittor » 16.07.2019, 12:19

Vielen Dank für den tollen Input!

hanneswobus
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Beitrag von hanneswobus » 16.07.2019, 13:01

Nicos hat geschrieben:
16.07.2019, 09:34
ich würde das nicht nur mit einem vertrag machen, sondern via gemeinsame firmengründung regeln. das bindet zwar stärker, diszipliniert aber auch ordentlich.
Ja, das ist auch eine Möglichkeit, allerdings bist Du dann auch in der Produkthaftung, falls was schiefgehen sollte und Du trägst auch Verluste, falls es mal nicht so gut läuft! :idea:

im grunde muss man halt genauer prüfen, mit wem man sich da wann u. warum u. lalala einlässt. ich bin jetzt seit 2009 bei dem onlinemarketingkäse dabei und - schau mal - ca. 5-8 mal / jahr kommt irgendwer mit einer geschäftsidee + beteiligung am geschäft bei mir vorbei u. seit 2009 sind genau 2 (!) profitable sachen entstanden, wobei ich sehr genau u. extrem penibel die personen geprüft habe u. auch geprüft wurde.
beim ersten mal habe ich mit dem menschen eine weitere agentur gegründet, die ca. 1 1/2 jahre gut lief u. beim zweiten mal entschied ich mich für ein "verbunds"-schema, weil ich feststellte, dass diese option stärker bindet u. für die beteiligten profitabler ist.
übrigens: bei aktion nr.01 kamen wir an projekte mit mittleren bis hohen vierstelligen honoraren / monat heran u. bei aktion nr.02 wurden hochfaszinierende kontakte u. projekte via bekannte beraterfirma realisiert.
in summe bin ich immer offen für kooperationen, sehe aber dass die potentiale für "läuft" oder "läuft scheisse" nur klar sind, wenn die basis sauber ist u. dazu gehört etwas mehr, als "profane" verträge u. ich beobachtete auch, dass das menschlich korrekte u. auch aspekte wie "kaufmannsehre" da viel VIEL wichtiger sind.
ich wünsche dem TE viel erfolg.

Vegas
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Beitrag von Vegas » 16.07.2019, 15:04

Aus meiner Erfahrung haben solche Kooperationen einen Haken: In der Aufbauzeit bist Du als Dienstleister unentbehrlich. Wenn es richtig gut läuft ist diese schlecht bezahlte Vorarbeit aber eventuell vergessen und Du bist ein nicht unerheblicher Kostenfaktor. Du bekommst viel Geld für im Vergleich zur Aufbauzeit wenig Arbeit und das auch noch dauerhaft, während Dein Geschäftspartner die ganze Logistik erledigen muss.

Da einen Ausgleich zu finden, bei dem jeder einen fairen Anteil bekommt, klingt einfacher als es in der Praxis ist. Hinzu kommen die menschlichen Aspekte, die Hannes anspricht. Vom Grundsatz her ist das Modell super, die Ausgestaltung ist aber kniffelig. Da gibts auch rechtliche Aspekte, über die Du Dich informieren solltest, so ist z.B. eine Laufzeit von mehr als 2 Jahren für einen Vertrag über Dienstleistungen nichtig.
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hanneswobus
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Beitrag von hanneswobus » 16.07.2019, 17:48

mh. vegas.
ich liebe deinen juristischen blick auf eine solche nummer.
ggf. noch einen weiteren einblick in eine aktuelle kooperation, die wir hier haben.
beteiligt sind 2 firmen + eine vertriebsorga + einen türöffner u. ich will nicht zu sehr ins detail gehen bzgl. der konkreten services.
die 2 firmen achten extrem stark darauf, dass die jeweiligen kompetenzen zwar transparent kommuniziert werden, jedoch dass die kompetenzen geheim sind u. bleiben. daraus entstand eine interessante win-win-situation, da alle beteiligten mittlerweile wissen, dass man definitiv nicht ohne die anderen kann, obwohl man sich mit einem ordentlichen ressourcenaufwand in die kompetenzen der geschäftspartnerschaften durchaus einarbeiten kann ... jedoch niemals zeitnah auf dem aktuellen niveau. das diszipliniert selbst mich u. ich beobachte, dass diese konstellation für sämtliche personen sehr profitabel u. entspannt ist.
ich beobachte auch streitgespräche, aber hier haben wir bspw. durch das kernteam (4 leute) das problem der stimmgleichheit so gelöst, dass halt eine münze geworfen wird u. man sich dann eben auch an das ergebnis hält. die verhandlung der zusammenarbeiten war allerdings sehr aufwändig u. ich durfte lernen, "macht" abzugeben u. viele können das nicht ... nach meinen beobachtungen u. ich habe sehr viele geschäfte wegen menschlichen eitelkeiten zerbrechen gesehen.
ich würde bei kooperationen aber auch penibel darauf achten, dass ich jederzeit zugriff (informationen primär) auf das finanzielle u. die interne orga bekomme. DAS habe ich gelernt, als ich mal gesehen hatte, wie ein betreuter kunde wegen internen problemen bzgl. orga + finanzen trotz obszön hoher einkommen zerbrach.
gruß

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Beitrag von staticweb » 16.07.2019, 18:21

Es ist ja interessant was sich hier für eine Diskussion entwickelt, wegen einer Geschäftsidee die bisher nicht über den brain storming status hinausgekommen ist. :-)

Ich denke auch nicht, dass der TE solche ausgeklügelten Konzepte im Sinn hatte, als er seine Frage gestellt hat. Es macht eigentlich auch nicht viel Sinn hier weiteren Input zu geben, da es einfach zu viele Unbekannte gibt.

IMHO gibt es entweder einen rechtlichen Konstrukt, der die Risiken und potentiellen Chancen teilt oder er sollte für seine Arbeit ein konkretes Entgelt aushandeln. Alles andere mach keinen Sinn da der TE scheinbar keine betriebswirtschaftlichen Kenntnisse hat.

Auch ich bin übrigens für Kooperationen offen, aber erfahrungsgemäß gibt es bei den Projekten die den meisten Vertragsaufwand benötigen, die meisten Probleme. Wenn keine Vertrauen da ist, kann man dieses auch nicht rechtlich substituieren.

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