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Google bekommt Zugang zu Millionen Patientendaten

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staticweb
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Beitrag von staticweb » 13.11.2019, 07:57

Jetzt kann Google endlich die richtige Werbung ausspielen, da ja die Diagnose bekannt ist.

https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 84270.html

Übrigens plant Spahn ähnliches für Deutschland.

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daniel5959
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Beitrag von daniel5959 » 13.11.2019, 08:41

Hallo,

das Fatale an der Sache ist ja, dass die Patienten wahrscheinlich gar nicht protestieren, wenn ihre Krankenakten von Konzernen bearbeitet und ausgewertet werden, da sie ihnen Nachlässe bei den Krankenkassenbeiträgen versprechen dürften.

Ähnlich ist es ja schon bei den Autoversicherungen, wer sich beim Fahren überwachen lässt, der bekommt einen Nachlaß.

Big Brother dürfte auch in Europa immer näher kommen, siehe China als Beispiel für den immer totaleren Überwachungsstaat, und die Bürger werden hier mit Dschungelcamp & Co. abgelenkt, damit die Politik, als Marionette der Konzerne, den Weg in die totale Überwachung ebnen kann - die Überwachungsmethoden der Stasi werden dagegen wie Kinderspiele aussehen.

daniel5959 :)
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staticweb
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Beitrag von staticweb » 13.11.2019, 09:30

> Ähnlich ist es ja schon bei den Autoversicherungen, wer sich beim Fahren überwachen lässt, der bekommt einen Nachlaß.

Da gibt es den kleinen Unterschied, dass die aktive Entscheidung beim "User" liegt. Wenn die Leute zu faul sind sich zu informieren oder Geld über persönliche Daten stellen, dann müssen sie halt mit den Konsequenzen leben.

In diesem Fall gab oder gibt es diese Möglichkeit nicht!

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arnego2
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Beitrag von arnego2 » 13.11.2019, 12:54

Abwarten, vieles was in der USA gemacht wird kommt in D nicht zum Zuge.
Arnego2 <Webseiten Umbau ab 80 Euro>

supervisior
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Beitrag von supervisior » 13.11.2019, 13:14

Ich bin meiner Natur nach gegen alles, was mit Datenweitergabe und ganz besonders an Datenkraken wie Google zu tun hat, aber im konkreten Fall sehe ich das etwas differenzierter und sogar einen Vorteil darin für die Allgemeinheit. Daten über die Gesundheit, bzw. die Erkrankungen eines Menschen scheinen zwar höchst sensibel zu sein, aber sensibel werden diese Daten erst, wenn auch der Name dranhängt und das ist der entscheidende Punkt, eben weil es keine Personalisierung der Daten gibt. Dass diese anonymisierten Daten an ein privates Unternehmen fließen, hat ebenso einen Vorteil, weil es derzeit keine hoheitliche Stelle gibt, die diese Menge an Daten weder durch Manpower noch durch Kompetenz und geschweige mittels entsprechender Rechenpower überhaupt in der Lage wäre diese auszuwerten. Die Auswertung muss also extern erfolgen, wenn man so etwas plant.

Der einzige Haken und das gleichermaßen ungerechte daran ist nur, dass Google & Co. diese Daten, bzw. die Auswertung zu Geld machen, wovon die Allgemeinheit absolut nichts davon hat.

hanneswobus
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Beitrag von hanneswobus » 13.11.2019, 13:26

Ich sehe das hier ziemlich streng.
Wenn ich krank bin, geht das mich, der Fachperson u. dem Umfeld etwas an. Google u. andere Datenklitschen haben damit nicht zu tun. Es gibt gesellschaftlich konforme Ausnahmen, die ich zu akzeptieren habe (bes. schwere Krankheiten, extrem ansteckende Krankheiten etc. kann man alles nachlesen), aber hier traue ich Google nicht einmal im Ansatz über den Weg.
Wenn Google mir bspw. "erzählt", dass das Zeug anonymisiert ist, glaube ich dieser Aussage nicht ... bis zu dem Zustand, dass mir das via Quellcodeeinblicke + Prüfung v. Extern bewiesen wird.
Mir wäre es völlig egal, ob Google u.a. da Defizite des Staates ausgleichen, da ich (!) über pol. Engagement da nachjustieren kann. Es ist absolut erschreckend, dass man sich _hierzulande_ so einfach abwimmeln lässt.

Ich hatte das Thema erst vor ein paar Stunden mit jmd. diskutiert u. ich fragte da "schaltest Du eigentlich (noch) Anzeigen bei dem System, dessen Eigentümer hier kritisiert wird?" Antwort "JA" war interessant.

staticweb
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Beitrag von staticweb » 13.11.2019, 13:47

> aber sensibel werden diese Daten erst, wenn auch der Name dranhängt und das ist der entscheidende Punkt, eben weil es keine Personalisierung der Daten gibt.

"Dabei handelt es sich um sehr sensible Daten: Laborergebnisse, Diagnosen, Krankenhausaufenthalte, eine gesamte Gesundheitshistorie – und das verknüpft mit dem Namen und Geburtsdatum der Patienten."

> Wenn Google mir bspw. "erzählt", dass das Zeug anonymisiert ist, glaube ich dieser Aussage nicht ... bis zu dem Zustand, dass mir das via Quellcodeeinblicke + Prüfung v. Extern bewiesen wird.

Wenn man schon sieht wie hierzulande teilweise mit persönlichen Daten umgegangen wird, sollte man sich über nichts wundern was in diesem Zusammenhang in Zukunft öffentlich wird.

Ich glaube von so einem Vorgang hat man selbst in Mountain View vor Jahren nicht zu träumen gewagt.

hanneswobus
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Beitrag von hanneswobus » 13.11.2019, 13:51

staticweb hat geschrieben:
13.11.2019, 13:47

> Wenn Google mir bspw. "erzählt", dass das Zeug anonymisiert ist, glaube ich dieser Aussage nicht ... bis zu dem Zustand, dass mir das via Quellcodeeinblicke + Prüfung v. Extern bewiesen wird.

Wenn man schon sieht wie hierzulande teilweise mit persönlichen Daten umgegangen wird, sollte man sich über nichts wundern was in diesem Zusammenhang in Zukunft öffentlich wird.

Ich glaube von so einem Vorgang hat man selbst in Mountain View vor Jahren nicht zu träumen gewagt.
Manchmal komme ich aus dem Lachen nicht mehr raus.

FB produziert einen "Bug" nach dem anderen -> alle fummeln mit FB herum, pushen u. hypen jeden kleinen Fetzen
Google produziert den aktuellen "Bug" -> alle fummeln mit Google herum, pushen u. hypen jeden kleinen Fetzen.

Mir ist es egal, ob man sich wundert, nicht wundert o. sich eventuell wundert. Mich wundert nur, dass nach jedem "Bug" Diskussionen aufkommen, viel gekreischt wird u. letztendlich keine Änderungen der Handlungen, der Hinterfragungen usw. sichtbar sind.

fragichmich
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Beitrag von fragichmich » 13.11.2019, 14:06

supervisior hat geschrieben:
13.11.2019, 13:14
... aber sensibel werden diese Daten erst, wenn auch der Name dranhängt und das ist der entscheidende Punkt, eben weil es keine Personalisierung der Daten gibt. Dass diese anonymisierten Daten an ein privates Unternehmen fließen, ...
Da bist du dir absolut sicher? Du kannst in die Server dieser Unternehmen schauen? Spätestens, wenn diese mal wieder als "Einzelfall" gehackt und / oder geleakt werden, kann man ansatzweise sehen, was gespeichert wurde. Dann, ja dann rufen alle wieder. "Durften die das? Wo bleibt der Datenschutz? ..."

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Beitrag von staticweb » 13.11.2019, 14:08

Das ganze nennt man Lobbyismus. :-) Und, wie bereits geschrieben, wundere ich mich schon lange über nichts mehr.

Da ja Apple und Amazon hier zu kurz gekommen sind, werden sie wahrscheinlich den gleichen Auftrag für DE bekommen. :-)

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Beitrag von supervisior » 13.11.2019, 14:26

fragichmich hat geschrieben:
13.11.2019, 14:06
supervisior hat geschrieben:
13.11.2019, 13:14
... aber sensibel werden diese Daten erst, wenn auch der Name dranhängt und das ist der entscheidende Punkt, eben weil es keine Personalisierung der Daten gibt. Dass diese anonymisierten Daten an ein privates Unternehmen fließen, ...
Da bist du dir absolut sicher? Du kannst in die Server dieser Unternehmen schauen? Spätestens, wenn diese mal wieder als "Einzelfall" gehackt und / oder geleakt werden, kann man ansatzweise sehen, was gespeichert wurde. Dann, ja dann rufen alle wieder. "Durften die das? Wo bleibt der Datenschutz? ..."

Ich bin grundsätzlich voll auf auf Deiner Seite und vielleicht sogar noch sensibler als es wirken könnte, aber wenn Du es konkret nur auf das Entwenden von Daten beziehst, ist die Wertigkeit von diesen dann geklauten Daten relativ. Wenn kein Name auf der Verpackung steht, würde der Schaden nicht bei Dir liegen. Es weiß dann ja niemand von Deinen Hämorrhoiden. Der Schaden liegt dann eher bei Google.

Und um nicht missverstanden zu werden. Wenn es heißt die Daten würden anonymisiert werden, dann muss das so verstanden werden, dass es dem Empfänger der Daten nicht möglich sein darf an den Inhaber der Daten zu gelangen, heißt nicht verschlüsseln oder so was, er darf diese personenbezogene Informationen nicht bekommen (können).

fragichmich
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Beitrag von fragichmich » 13.11.2019, 14:42

Ja, ich kann deine Meinung bestätigen. Auch ich sehe das theoretisch so. Leider sind aber nicht wir "datensensiblen" Menschen (um uns mal etwas überheblich so zu betiteln) die Anreger für die Daten-, Geld-, Betrugs- und Missbrauchsgier, sondern die Gleichgültigen. "Was können die schon damit anfangen? Ich habe nichts zu verbergen! Ich kann doch nichts dagegen tun!" Wir kennen das alle.

Das Problem ist aber, dass oftmals aus der Massensammelei falsche Schlüsse gezogen werden und die Gesellschaft dann permanent mit richtigen, falschen Daten konfrontiert und betäubt wird. Bis sie endlich einsieht und glaubt, ach ja, das ist doch richtig (das eigentliche falsche).

Schön zu beobachten bei Rechtschreibung und Grammatik - da interessiert es aber gleich gar keinen mehr.

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Beitrag von supervisior » 13.11.2019, 14:50

fragichmich hat geschrieben:
13.11.2019, 14:42
Ja, ich kann deine Meinung bestätigen. Auch ich sehe das theoretisch so. Leider sind aber nicht wir "datensensiblen" Menschen (um uns mal etwas überheblich so zu betiteln) die Anreger für die Daten-, Geld-, Betrugs- und Missbrauchsgier, sondern die Gleichgültigen. "Was können die schon damit anfangen? Ich habe nichts zu verbergen! Ich kann doch nichts dagegen tun!" Wir kennen das alle.
Du musst hier aber schon differenzieren. Bei den besagten "Gleichgültigen" ist der Inhaber der Daten sehr wohl bekannt und das wird paradoxerweise auch noch toleriert. Ich trau mich aber fast wetten, dass genau diese "Gleichgültigen" die ersten sind, die sich darüber aufregen, wenn ihre Daten, aber ohne Namenszettel, weitergegeben werden.

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arnego2
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Beitrag von arnego2 » 13.11.2019, 14:55

Es geschieht in den USA und bisher ist es die Frage ob es in D übernommen wird.
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Beitrag von staticweb » 13.11.2019, 15:16

> Es geschieht in den USA und bisher ist es die Frage ob es in D übernommen wird.

Wenn die aktuelle Legislaturperiode beendet ist, werden viele der aktuell eher konservativen Verantwortlichen aus Altersgründen und internen Mächtespielchen nicht wieder antreten. Das betrifft dann auch die grauen Eminenzen im Hintergrund, die wechseln werden.

Danach werden voraussichtlich eher "jüngere", liberalere Leute wie Spahn, Lindner, Merz, Baer, Habeck, ... das sagen haben. Da geht es gar nicht mal um die Parteizugehörigkeit.

Die haben alle ihre Connections in Übersee, so dass es danach wohl nicht mehr lange dauern wird bis DE dran ist. Spahn hat ja bereits einen Testballon gestartet.

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