SEO-Grundlagen: Webseitenstruktur II/II

Interne Verlinkung

Es ist wichtig, dass alle Ihre Webseiten komplett untereinander verlinkt sind. Die Art wie Sie sie zusammen verlinken kann ebenfalls einen Einfluss auf das Ranking haben. Die Verwendung von Textlinks als Verknüpfung stellt sich im Allgemeinen als besser heraus als die von Grafiken. Der Grund liegt in der Möglichkeit, Schlüsselbegriffe in Textlinks einbauen zu können. Es ist kein Zufall, dass das Menü auf der linken Seite vollständig aus Textlinks besteht. Die Verwendung von Schlüsselbegriffen in den Textlinks versieht die Seite, auf die gelinkt wird, in vielen Suchmaschinen mit einem „Ranking-Schub“. Falls Sie dennoch Grafiken als Navigation verwenden, benutzen Sie das „alt“-Attribut und fügen Sie Schlüsselbegriffe darin ein.

Ein Beispiel hierzu sehen Sie, wenn Sie Ihren Mauszeiger (im Internet Explorer) über das Abakus-Logo in der linken oberen Ecke bewegen. Das Wort „Suchmaschinenoptimierung – SEO Agentur“ wurde in das „alt“-Attribut geschrieben. Hier sehen Sie den Beispiel-Code:

<a href="#"><img src="../graphics/abakuslogogold.gif"
	border="0" alt="Suchmaschinenoptimierung - SEO Agentur"></a>

Mehr über die Verwendung des „alt“-Attributes erfahren Sie auf den Coding-Seiten.

Es ist wichtig sich im Klaren darüber zu sein, dass, wie bereits auf den „Design“-Seiten erwähnt, einige Designs es den Spidern erschweren, internen Links zu folgen und diese zu indexieren. Befindet sich beispielsweise oben auf Ihrer Seite eine „Imagemap“ für die Hauptnavigation Ihrer Seite, sollten Sie zusätzlich noch eine Navigation mit Textlinks einfügen. Genauso wie unten auf meinen Seiten. Sie sollten es den Suchmaschinen grundsätzlich so einfach wie möglich machen, Ihre Seiten zu finden, indem Sie sie quer verlinken und so oft wie möglich Textlinks verwenden, die einen Schlüsselbegriff enthalten.

Externe (ausgehende) Verlinkung

Vorsicht vor zu vielen externen Links auf Ihren Seiten. 4 bis 5 sind in Ordnung. Mit mehr als 5 Links zu verschiedenen Domains könnten Sie ein Eigentor erzielen, da Ihre Seite dann als bloße Linkliste angesehen werden könnte mit wenig eigenen Inhalten.

Eingehende Links

Innerhalb des vergangenen Jahres haben einige Suchmaschinen ihrem Algorithmus ein Mittel bzw. einen gesonderten Algorithmus beigefügt (der PageRank™ im Fall Google), um zu überprüfen wie viele Seiten auf Seiten Ihrer eigenen Domain linken (Link-Popularität). Die Theorie dahinter besagt, je mehr eingehende Links Ihre Seite vorweisen kann, desto wahrscheinlicher ist es, dass Ihre Seite „wertvolle“ Inhalte aufzuweisen hat.

Beim Google-Algorithmus zählt nicht nur die Anzahl der Links, die auf Ihre Webseite verweisen, sondern auch deren Qualität. Die Qualität kann auf 3 wesentlichen Wegen gemessen werden. Ist die Seite, die auf Ihre Seite linkt, thematisch mit Ihrer gleich und nutzt sie die gleichen Schlüsselbegriffe? Wie populär ist die Seite, die auf Ihre Seite linkt (Wie viele eingehende Links hat diese Seite? Wie hoch ist der PageRank™ dieser Seite?), und natürlich, wie viele ausgehende (externe) Links weist diese Seite auf, von der aus auf Ihre Seite gelinkt wird?

Ein Beispiel: Eine populäre Website mit vielen qualitativ hochwertigen, eingehenden Links hat neulich von einer ihrer Seiten (z.B. der Seite „Weitere Links“) auf Ihre Seite gelinkt. Diese Seite („Weitere Links“) hat insgesamt 3 weitere ausgehende Links. Dies ist nun ideal für Ihre Seite, insbesondere wenn der Link ein Textlink ist, der ein Schlüsselbegriff relevant zu Ihrer Seite beinhaltet.

Andererseits können Sie von einer Seite mit wenigen eingehenden Links keinen Ranking-Schub (im Falle Google sog. Schub an PageRank™) erwarten, in deren (oben erwähnten) Seite namens „Weitere Links“ Ihr Link einer unter 10 ist. Es wird Ihrer Seite aber auch nicht schaden. Unserer Erfahrung nach bemühen sich Webmaster im Allgemeinen nicht genügend darum, eingehende Links zu erhalten; sie könnten das durch sog. Tauschprogramme tun oder indem sie einfach themenverwandte Webseiten um einen Link bitten. Auch hier sei nochmal die Wichtigkeit von „starken“ Inhalten Ihrer Seite erwähnt – sie können Ihrem Ranking nur helfen.

Links von großen Web-Verzeichnissen wie DMOZ (ODP) und Yahoo.de steigern bedeutsam Ihre allgemeine Link-Popularität und werden insbesondere von der Suchmaschine Google hoch bewertet.

Zusammengefasst sollten Sie darauf achten, dass Sie Links von qualitativen Seiten erhalten, beginnend bei den großen Web-Verzeichnissen. Verschwenden Sie Ihre Zeit jedoch nicht mit Linklisten wie den ganzen FFA’s (Free For All) – dies führt ausnahmslos dazu, dass Sie lediglich mehr Spam in Ihren Postfächern erhalten werden.

Update zu den suchmaschinenoptimierten Websitestrukturen

Externe (ausgehende) Verlinkung

Mittlerweile wurden viele Änderungen an den Algorithmen von Google vorgenommen. Dadurch soll erreicht werden, das Verlinkungen besser ausgewertet werden können. Mit Hilfe der aktualisierten Algorithmen versucht Google zu erkennen ob eine Verlinkung auf natürliche Weise gesetzt wurde oder ob sie implementiert wurde um das Ranking der Linkzielseite zu manipulieren.

Somit ist es immer wichtiger geworden externe Verlinkungen so zu platzieren, das sie für den Besucher einen Mehrwert bieten. Behandelt Ihre Inhaltsseite z.B. das Thema „Bau eines Passivhaus“ und würde in diesem Zusammenhang die Erklärung zu rechtlichen Bestimmungen die beim Hausbau einzuhalten sind würde es hier Sinn machen einen Link zu weiterführenden Informationen z.B. zu einer Anwaltsseite zu setzen, wo sich der Leser dann über die rechtlichen Bestimmungen informieren kann.

Um einen Link zu platzieren sollte immer eine Geschichte um den Link herum geschrieben werden. Lediglich das Einfügen in den bestehenden Text verursacht nur eine minimale Änderung, die mit Hilfe eines Hashcodes sehr einfach durch ein Computerprogramm erkannt werden kann. Dadurch könnte es passieren, dass so ein Link nicht gewertet wird. Wenn jedoch ein ganzer Textabschnitt mit dem externen Link eingefügt wird so wird es sehr wahrscheinlich als ein Update des Inhaltes behandelt.

Eingehende Links

Eingehende Links sind nach wie vor das stärkste Mittel um die Rankingposition zu berechnen. Wichtigstes Merkmal eines guten Links ist, das auch Traffic über diesen Link generiert wird. Deshalb ist es wichtig, verlinkungswürdige Inhalte zu schaffen.

Verlinkungswürdige Inhalte sind u.a.:

  • Tools / Applikationen die einen Mehrwert zum Thema bieten
  • Kontroverses
  • Top10 Listen
  • Studien
  • Szenenews

Damit diese Inhalte auch gefunden und dann verlinkt werden können müssen Sie der Zielgruppe verfügbar gemacht werden. Wir sprechen dabei von Seeding.

Seedingmöglichkeiten wären:

  • Nutzung der Blogosphäre
  • Virale Aktionen
  • Multimediale Kampagnen
  • Szeneforen
  • Pressemitteilungen

Bei diesen Aktionen muss man darauf bedacht sein, keine „harten Suchbegriffe“ zu verlinken, sondern vielmehr auf „Natürlichkeit“ achten sollte. So vermeidet man den Verdacht der Manipulation der Suchergebnisse.

Damit Manipulationen verhindert werden können, versucht Google Links zu entwerten, bei denen klar erkennbar ist, dass sie nur zu diesem Zweck gesetzt wurden. Mittlerweile wurden die Google Webmastertools zu einem Kommunikationskanal erweitert, durch den Google dem Webseitenbetreiber mitteilt ob solche Links von Google gefunden wurden. Der Webmaster wird aufgefordert die manipulativen Links zu entfernen. Sollte dies nicht möglich sein, bietet Google an. als letzte Möglichkeit, mit Hilfe des Disavow Tools die Links entwerten zu lassen, die nicht abgebaut werden können.

Wie Sie sehen ist die Quantität der Links weitaus weniger wichtig als die Qualität des Links und der linkgebenden Seite. Hat es früher noch gereicht von einer Seite einen Link zu erhalten die das gleiche Thema behandelt muss nun noch wesentlich genauer darauf geachtet werden wie der Link platziert wird.

Offizielle Tauschprogramme oder Webseiten die auf ihren Inhaltsseiten werben einen Link im Tausch zu setzen oder gar gegen Geld anzubieten müssen Sie auf jeden Fall vermeiden.

Das Yahoo Verzeichnis, mit dem Yahoo erst groß geworden ist, wurde leider eingestellt. Demnach bleibt nur noch das Open Directory Project DMOZ als vertrauenswürdiger Webkatalog. DMOZ wird ehrenamtlich von Menschen moderiert und dies honoriert Google mit einem gewissen Vertrauensbonus.

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