Google zu Gast in Hannover: Google Zukunftswerkstatt 2017 – Das ist passiert

13. September 2017 von Jennifer Rosinke

Autor: Domenic Dombrowski, ABAKUS Praktikant

Ende August waren einige neue Mitarbeiter von ABAKUS Internet Marketing bei den Trainings der Google Zukunftswerkstatt in Hannover zu Gast. Als Neuling in der Online Marketing Branche sollte ich dort einen ersten Einblick in das Online-Marketing bekommen. Es wurden vorrangig Tools und weitere praktische Werkzeuge und Anwendungen aus dem Hause Google vorgestellt. Dabei richteten sich die Trainings an die Zielgruppe Einsteiger.

Google Zukunftswerkstatt 2017

Montag (28.08.17):

Einführung SEA

Im ersten Training von Google ging es um das Thema Suchmaschinenwerbung (kurz SEA, Englisch für: Search Engine Advertising). Hier wurden ausgewählte Anwendungen von Google-AdWords und ein paar andere hilfreiche Tools vorgestellt. Dabei erhielten die Teilnehmer auch Hinweise zur optimalen Nutzung sowie Keyword-Optimierung. Außerdem wurde anhand von Beispielen anschaulich dargestellt, wie Google Trends oder der Keyword-Planer funktionieren. In kurzer Zeit wurde damit ein relativ großer Einblick in die SEA-Tools von Google gewährt.

einführung sea

Einführung Web Analytics

In diesem Kurs wurden die einzelnen Google-Analytics Möglichkeiten und Einstellungen betrachtet. Dabei ist eine vorhergehende, gründliche Planung unumgänglich. Bedeutet, welche Ziele gegeben sind und welche Daten gesammelt werden müssen, um daraus die entsprechenden Informationen für die Zielgewinnung zu sammeln. Außerdem wurde anhand verschiedener Beispiele gezeigt, welche Schlussfolgerungen die gesammelten Daten in Hinblick auf Nutzer, Konsumenten und Firmen haben können.

Dienstag (29.08.17):

Einführung Online-Marketing

Oder auch „Wie das Web alles verändert hat“:

Der aktuelle Trend zeigt klar, dass die Mehrzahl der Käufer sich online informiert und dann im stationären Handel kauft. Allerdings ist auch klar dokumentiert, dass, je nach Produktgruppe, der Onlinehandel immer stärker wird und sehr viele Produkte über das Internet gekauft werden. Durch die weltweite Vernetzung hat sich vieles im Bereich E-Commerce verändert. Die Menschen nutzen inzwischen ihr Smartphone, um Onlinekäufe zu tätigen. Trotz des Wissens vieler Unternehmen, dass Internetnutzer vorwiegend mobil suchen, ist es erstaunlich, dass bislang nur etwa die Hälfte aller deutschen Domains für das Smartphone optimiert ist.

Einführung SEO

Bei der Einführung in die Suchmaschinenoptimierung (kurz SEO, Englisch für: Search Engine Optimization) lag das Hauptaugenmerk darauf, was durch die Optimierung einer Webseite erreicht werden kann. Es wurde veranschaulicht, welche Vorgehensweisen es gibt und der Unterschied zwischen organischen und bezahlten Suchergebnissen erläutert. Hierfür wurde auch gleich der passende Vergleich vom Kursleiter erbracht:

„Bei SEA kaufe ich mir jedes Mal eine Kiste mit meinen Lieblingsäpfeln. Bei SEO pflanze ich mir einen Baum mit meinen Lieblingsäpfeln. Es dauert zwar einige Zeit, aber für die Früchte meiner Arbeit brauche ich nicht noch einmal bezahlen.“

Die Google Search Console wurde noch einmal genannt und ans Herz gelegt. Wer sie jetzt noch nicht regelmäßig nutzt, sollte sich als Websitebetreiber unbedingt näher damit auseinander setzen,  genauso wie mit dem kostenlosen Google Analytics. Diese Tools bieten die Möglichkeit, umfassende Informationen zu sammeln und auszuwerten.

Suchmaschinenoptimierung ist kein Projekt für eine Woche, geschweige denn eines Tages; man muss hier viel Zeit und Arbeit investieren, um ein entsprechendes Ergebnis zu erzielen.

Das liegt auch mit daran, dass der sich stetig verändernde Google-Algorithmus immer wieder neue Anforderungen an die Suchmaschinenoptimierung stellt.

Best Practices: Wie erreiche ich meine Zielgruppe online?

„Wir gehen nicht online. Wir leben online.“

Durch den Vortrag wurde gleich zu Anfang aufgezeigt, wie sich das Nutzungsverhalten von verschiedenen Generationen verändert hat und dass sich die „Beziehung“ zwischen Mediengeräten, wie z.B. dem Smartphone, und seinem Benutzer, stark entwickelt hat.

Aus diesen gewonnenen Informationen kann passgenaue Werbung generiert werden. Die definierte Zielgruppe wird nach und nach systematisch angepasst.

Janko Findorff, welcher direkt bei Google in Dublin arbeitet, konnte einige praktische Tipps zur Anzeigenoptimierung bieten. Zum Beispiel gibt es die Möglichkeit, Anzeigen nur an iOS oder Android Benutzer auszuspielen oder Anzeigen bis auf die Postleitzahl genau an den Standort anzupassen.

Mittwoch (30.08.2017):

AdWords für Einsteiger: Besser für Ihr Unternehmen werben

In diesem Workshop wurde AdWords, also die Anzeigen bei Google, vorgestellt. Dabei haben die Teilnehmer erfahren, wie die Anzeigenerstellung und Konfiguration in Google AdWords funktioniert, wie zum Beispiel Spracheinstellungen getätigt werden und wie das Gebotsverfahren bei Google funktioniert.

Eine gute Anzeige beginnt bereits bei der Planung: Bevor man eine Kampagne startet, sollte man versuchen, seine Zielgruppe optimal anzusprechen und eine passende Keyword Auswahl zu treffen.

Weitere Tipps rund um die Anzeigenoptimierung rundeten den Workshop ab.

Donnerstag (31.08.2017):

Digitale Recherche & Storytelling Tools für Journalisten

Am 4. Tag der Google Zukunftswerkstatt ging es um digitale Recherche & Tools für das Storytelling. Unsere Kollegin Nina Fricke schaute sich an, durch welche verschiedenen Google-Erweiterungen und Tools die täglichen Arbeitsprozesse optimiert werden können. Letztendlich waren viele der Tools, wie u.a. Google Maps, weitestgehend bekannt. Jedoch erhielt man im Training den ein oder anderen guten Tipp, der in der Zukunft bei eigenen Recherchen hilfreich sein kann. Folgende Google Tools wurden vorgestellt:

  • Erweiterte Google-Suche und die einzelnen Suchoperatoren
  • Themen erkunden mit Google Trends
  • Individuelle Karten mit My Maps
  • Google Earth
  • 360-Grad Fotos und Filme selbst erstellen
  • Film im Live-Modus erstellen

Auszugsweise schauen wir nachfolgend auf Themenfelder, wie die erweiterte Google-Suche, Suchoperatoren und Google Trends, deren unser vorrangiges Interesse gilt:

Die Erweiterte Google-Suche

Die erweiterte Suche bietet die Möglichkeit, diese exakt auf die eigenen Anforderungen zu filtern. Beispielsweise die Suche nach einem bestimmten Dateitypen (pdf, doc), der einen entsprechenden Suchbegriff beinhaltet, veröffentlicht in einem festgelegten Zeitraum. Oder man kann durch die Angabe einer Domain (www.domainname.de) oder Domainendung (.edu für Education) die Suche auf Webseiten eingrenzen. Es empfiehlt sich, hier ein wenig auszuprobieren, mit welchen Sucheingaben man am schnellsten an Ergebnisse kommt.

Erweiterte Suche über https://www.google.de/advanced_search

Die Verwendung von Google-Suchoperatoren

Statt der erweiterten Sucheingaben können auch Operatoren eingesetzt werden. Auch hierbei können Ausnahmen gemacht werden und ganze Webseiten nach einem Suchbegriff durchsucht werden. Hier sind drei interessante Operatoren aufgeführt, weitere findet man in der Google-Suche-Hilfe.

Bestimmte Webseite mit Suchbegriff durchsuchen
Fügen Sie „site:“ vor einer Website oder einer Domain hinzu.
Beispiel: site:youtube.com oder site:.eu und Suchbegriff

Nach ähnlichen Webseiten suchen
Fügen Sie „related:“ vor einer Webadresse hinzu, die Sie bereits kennen.
Beispiel: related:spiegel.de

Wörter aus der Suche ausschließen
Fügen Sie ein Minus vor einem Suchbegriff hinzu, den Sie ausschließen möchten.
Beispiel: Jaguar Geschwindigkeit – Auto

Bestimmte Website mit Suchbegriff durchsuchen
Fügen Sie „site:“ vor einer Website oder einer Domain hinzu.
Beispiel: site:youtube.com oder site:.eu und Suchbegriff

Nach ähnlichen Websites suchen
Fügen Sie „related:“ vor einer Webadresse hinzu, die Sie bereits kennen.
Beispiel: related:spiegel.de

Google-Bildersuche

Filterkriterien

Ein nächstes Thema der Google-Suche war die Bildersuche. Hier wurde vor allem darauf eingegangen, wie man Bilder nach bestimmten Kriterien gefiltert, sucht. Beispielsweise anhand der Farbgebung, der Größe (Pixel) und anhand bestimmter Lizenzen (z.B. der Creative Commons Lizenz)

Über die Google-Bildersuche „Tools“ auswählen.

Folgende Vorgaben können die Bildersuche vereinfachen:

  • Die benötigte Größe der Bilder kann eingestellt werden, bspw. über Bildgröße „Mittel“ oder „Größer als 1024 Megapixel x 768 Megapixel“.
  • Der Bildtyp, wie Foto oder auch Strichzeichnung, sowie die Farbe des gewünschten Bildes, kann in der Suchmaske vorgeben werden
  • Die Art der Nutzungsrechte kann gefiltert werden, zum Beispiel, ob das Bild frei verwendbar ist und verändert werden darf (“Zur Wiederverwendung und Veränderung gekennzeichnet“)

Gleiche oder ähnliche Bilder finden

Neben der Bildersuche mit erweiterten Einstellungen ist es möglich, ähnliche oder gleiche Bilder über die umgekehrte Suche zu finden. So kann beispielsweise ausgeschlossen werden, dass ein Bild bereits mehrfach veröffentlicht wurde. Für Fotografen ist diese Funktion sinnvoll, um herauszufinden, wer ohne Erlaubnis/Lizenz Bilder verbreitet, ohne das Recht an diesen Bildern zu besitzen.

In der Google-Bildersuche über das Kamera-Symbol das entsprechende Bild hochladen.

Metadaten/Geoinformationen von Bild-/Videodaten

Neben der Google-Bildersuche wurde auch der „Jeffrey’s Image Metadata Viewer“ vorgestellt, mit dem man die Metadaten einer Datei einsehen kann, um zum Beispiel den Standort oder die Uhrzeit der Aufnahme zu erfahren.

Mit dem „Amnesty International Youtube DataViewer“ können Videodateien analysiert und Thumbnails aus dem Video generiert werden, um weitere Informationen zu erhalten. Und mit dem „Geo Search Tool“ kann man sich anzeigen lassen, welche Videos lokal im eigenen Umkreis oder bevorzugtem Gebiet hochgeladen wurden.

Themen erkunden mit Google Trends

Auch Google Trends wurde thematisiert. Ein Tool, welches Online Marketing Manager und SEOs bereits gut kennen. Interessant war vor allem der Ansatz bei „Suchanfragen nach verwandten Themen“. Hier ist es durchaus sinnvoll, den Suchalgorithmus einmal auf „zunehmend“ zu setzen. So zeichnen sich „Trends innerhalb Trends“ ab und neue Erkenntnisse können möglicherweise gewonnen werden.

Google Trends

Google Consumer Barometer

Neben Google Trends kann man mit dem Consumer Barometer einiges über die Nutzerinteressen ans Tageslicht bringen. Das Konsumentenverhalten in Bezug auf Themen wie Internet, Smartphone und das Einkaufsverhalten ist hier veranschaulicht. Dabei können geografische und demografische Filter wie Alter, Geschlecht und Herkunft noch genauere Ergebnisse hervorbringen. Beispielsweise zeigt der parallele Anstieg der Nutzung von PC und Smartphone, dass das Verlangen nach responsiven Webseiten nicht nur Googles Wunsch entspringt, sondern durch das Nutzerverhalten gefordert wird.


googleconsumerbarometer

Fazit zur Google Zukunftswerkstatt

Auch in diesem Jahr wurde die Zukunftswerkstatt von Google wieder gut angenommen. Die Schwerpunkte bei den meisten Themen waren hierbei logischerweise auch Google Produkte, wobei jedoch in einigen Vorträgen auch auf die Produkte von Fremdanbietern eingegangen wurde.

Haben Sie bereits an der Google Zukunftswerkstatt teilgenommen? Wenn ja, wie hat Ihnen die Veranstaltung gefallen?

Weiterführende Infos

Google Zukunftswerkstatt 2016

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