Recap: Rock the Blog 2017

ABAKUS Redaktion  ABAKUS Redaktion in Veranstaltungen am 29. März 2017

Am 24.03.2017 öffnete Rock the Blog @Cebit Global Conferences in Hannover wieder ihre Tore für Blogger, Marketing- und PR-Spezialisten.

Das Thema der diesjährigen #RTB17 war breit gefächert: Media & Technology, Lifestyle, Automotive, Finance und Politics & Law.

Recap: Rock the Blog 2017

Wir waren dabei (selbstverständlich – als in Hannover ansässige Agentur ;-)) und geben hier unsere persönlichen Eindrücke vom Tag wieder:

Zu zweit haben wir (Jennifer Rosinke und Mustafa Demertzis) uns Freitagmorgen auf den Weg zum Messegelände in Hannover gemacht, um die diesjährige Rock the Blog auf der Cebit zu besuchen. Da das Programm feststand, konnten wir uns auf dem Weg dorthin in Ruhe überlegen, welche Sessions wir ansehen möchten – zum Glück. Denn: Es gab drei Bühnen, auf denen parallel zueinander Vorträge gehalten wurden. Da war es gar nicht so einfach, das für uns Spannendste auszuwählen.

Bamboo Stage: Von 0 auf 1000 Leser in 2 Jahren

Nachdem wir in der Messe-Halle angekommen sind und uns erst einmal einen Überblick verschafft haben, ging es zum ersten Vortrag „Von 0 auf 1000 Leser in 2 Jahren. Wie du einen Blog aufbaust und davon leben kannst“.

Sebastian Ritter und Jenny Mitscher haben vor 2 Jahren ihren Blog 22Places ins Leben gerufen. Seinerzeit haben sie sich als Ziel gesetzt, nach nur einem Jahr von dem Blog leben zu können. Das Ziel haben sie tatsächlich erreicht!

Rock the Blog - Vortrag 22Places

In ihrem 45- minütigen Vortrag haben sie uns erklärt, wie sie ihr Ziel erreicht haben und was ihrer Meinung nach die wichtigsten Faktoren für einen erfolgreichen Blog sind:

1.    Finde das richtige Thema!
Das Thema deines Blogs muss aus purer Leidenschaft entstehen und dir wirklich Spaß machen.

2.    Denke um die Ecke!
Kopiere keinesfalls andere, sondern überlege dir neue Möglichkeiten für deinen Blog.

3.    Schreibe herausragende Inhalte!
Setz dir als Ziel, dass jeder deiner Artikel dein Bester wird. Denk dich in deine Zielgruppe hinein und finde heraus, wie du ihnen weiterhelfen kannst, wie du ihre Probleme lösen kannst.

4.    Setze SEO richtig ein!
SEO ist einfach, du musst dich nur an einige „Kleinigkeiten“ halten. (Als SEO-Agentur betrachten wir diesen Ansatz etwas kritisch. ;-))

5.    Nutze die Macht von Pinterest!
„Pinterest ist Google für Frauen“. Nutze das Medium.

6.    Nutze Social Media richtig!
Bau eine Beziehung zu deinen Lesern auf, knüpfe Kontakte und interagiere mit deinen Usern.

7.    Sei einzigartig und authentisch!
Bleibe bei allem was du tust, glaubwürdig und bleib dir selbst treu.

8.    Binde deine Leser an dich!
Ein Newsletter ist wichtig.

9.    Mache Fehler!
Trau dich, mache Fehler, lerne daraus und entwickle dich weiter.

10.    Mach!
Die wohl wichtigste Botschaft: Du hast dir was vorgenommen? Dann überleg nicht lange und mach es einfach.

Panel: Blogger vs. Vlogger vs. Influencer – eine Identitätskrise?

Nach dem spannenden Vortrag von Sebastian und Jenny haben wir uns angehört, wie sich bekannte Blogger eigentlich selbst sehen. Influencer Marketing ist schließlich DAS aktuelle Buzz-Wort.

Sport-Journalist Manu Thiele, Bloggerin Christina Key, Marvin Göldner und Lifestyle-Bloggerin Luisa Lion waren sich einig: Sie sehen sich selbst nicht als Influencer, sondern als „normale“ Blogger und überhaupt finden sie das Wort „Influencer“ irgendwie komisch und ein bisschen böse.

Auch bei der Frage, welche Plattform sich langfristig etablieren wird, waren sich die Blogger einig: Der eigene Blog ist das einzig kontrollierbare Medium, was einem selbst gehört. Soziale Netzwerke sind zwar cool und nützlich, aber wie sich diese in der Zukunft entwickeln werden, weiß keiner. Daher sollte man darauf achten, sich nicht zu sehr von den sozialen Netzwerken abhängig zu machen.

Ginko Stage: #fragDr.Schwenke – Bloggen & Recht in 2017

Ein bisschen rechtliches Fachwissen darf natürlich nicht fehlen, also haben wir uns nach der Mittagspause für den Vortrag von Rechtsanwalt Dr. Schwenke entschieden.

Vor der Konferenz hat Herr Schwenke allen Konferenz-Besuchern die Möglichkeit gegeben, Fragen einzureichen, die er unbedingt auf der RTB17 beantworten soll. Tolle Idee!

Leider belief sich seine Vortragszeit auf nur 30 Minuten, er wollte jedoch trotzdem alle Fragen beantworten und hat aus diesem Grund etwas schneller gesprochen 😉

Wir hoffen trotz Rede-Geschwindigkeit alle Fragen und Antworten hier richtig wiederzugeben:

1.    Like-Button auf der Webseite verboten?
Antwort: Der Datenschutz hält ihn für verboten. Daher sollte man den Button gar nicht einbinden und dafür lieber den Sharing-Button auf der Webseite einbinden.

2.    Cookie Hinweis auf der Webseite notwendig?
Antwort: Der Cookie-Hinweis ist nicht immer notwendig. Wenn die Google Produkte AdSense, DoubleClick for Publishers und DoubleClick Ad Exchange verwendet werden, muss ein Cookie-Hinweis auf der Webseite platziert werden. Bei der Verwendung von Google Analytics oder AdWords ist laut Google kein Cookie-Hinweis notwendig.

3.    Gibt es Lizenzen auf Schriftarten?
Antwort: Lediglich sehr ausgefallene Schriften sind vielleicht problematisch. Ansonsten kann jede Schrift verwendet werden.

4.    Haftung für Links?
Antwort: Man haftet im Prinzip nur, wenn man einen Link teilt und seine Leser auffordert, dem Link zu folgen. Beispiel: „Lest unbedingt den Text hier auf www.beispiel.de“

Setzt man einen Link ohne Lese-Hinweis, haftet man nicht für den Link. Im Zweifel sollte man sich absichern und folgende Erklärung einholen:

Rock the Blog - Vortrag Dr. Schwenke

5.    Private Adresse im Impressum?
Antwort: Man kann irgendeine Adresse, auf die man Zugriff hat und wo auch ganz sicher Post ankommt, verwenden.  Diese Adresse muss aber nicht die tatsächliche Privatanschrift sein, es kann beispielsweise auch die Adresse der Eltern sein. Wichtig: Es darf  keine Postfach-Adresse angegeben werden.

Hinweis: Nur weil deine Privat-Adresse im Impressum angegeben ist, befähigt das niemanden dazu, dich unerlaubt mit Werbung zu „bombardieren“.

6.    Gilt ein Produktmuster schon als Betriebseinnahme?
Antwort: Ja! Schon ein Produktmuster muss versteuert werden.

7.    Bildrechte?
Antwort: Jedes Bild, jeder noch so kleine Schnappschuss, ist rechtlich geschützt. Bilder dürfen nur nach vorheriger Erlaubnis benutzt werden. Ein einfaches Bild-Zitat („Bildquelle von…“) reicht nicht aus.

8.    Kostenlose Bildarchive?
Antwort: Auch durch kostenlose Bildarchive wie Pexels.de geht das Urheberrecht nicht plötzlich weg. Daher sollte man bei kostenlosen Bildarchiven vorsichtig sein und mit der Google-Bildersuche prüfen, ob das Bild nicht schon auf anderen Webseiten vorhanden ist und evtl. für das Bildarchiv „entwendet“ wurde (Vorsichtshalber Urheber fragen).

9.    Schleichwerbung/Werbekennzeichnung?
Antwort: Die Werbekennzeichnung muss bei JEDER Geld- oder Sachzuwendung oder wenn der Wert mehr als 100 Euro entspricht, angegeben werden. Die Werbekennzeichnung „sponsored by“ oder „gesponsert von“ ist ausreichend.

10.    Wer haftet?
Antwort: Haften tut im Zweifel jeder, abgemahnt wird jedoch nur der Auftraggeber.

Wir fanden den Vortrag von Herrn Schwenke fantastisch und würden uns wünschen, dass er das nächste Mal eine längere Vortragszeit bekommt. 😉

Panel: Unternehmensblog – was bringt’s?

Auf den rechtlichen Vortrag folgte das Panel (mit GLS-Bank, KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und rankingCheck) zum Thema Unternehmensblog.

Es war sehr interessant zu sehen, wie die unterschiedlichen Unternehmen zum Thema Unternehmensblog stehen und wie die internen Strukturen sind.

Rock the Blog - Panel Unternehmensblog

Anbei einige Statements der Unternehmen:

  • GLS-Bank: Es ist gut, wenn Kunden eines Unternehmens eine eigene Geschichte erzählen können und nicht nur Geschichten des Unternehmens veröffentlicht werden
  • Alle: Ein Unternehmensblog kann langfristig als Lead-Maschine funktionieren
  • KPMG: Toll ist, wenn mehrere Mitarbeiter des Unternehmens Content liefern – auch der Vorstand
  • rankingCheck: Der Content sollte in erster Linie für den Leser produziert werden, im zweiten Schritt erfolgt dann der SEO-Feinschliff

Uns wurden auch einige Tipps zum Führen eines Unternehmens-Blogs mit auf den Weg gegeben:

  • Unternehmen sollten authentisch bleiben
  • Das jeweilige Artikel-Thema muss im Vordergrund stehen
  • Erst im zweiten Stepp sollte die SEO-Brille aufgesetzt werden
  • Stichwort Storytelling: Erzählt eine Geschichte
  • Lass dich nicht von der Technik abschrecken
  • Formuliere erst den Text, „aufhübschen“ kannst du ihn später

Ginko Stage: Markenbotschafter – Mitarbeiter als Influencer

Am Nachmittag entschieden wir uns für den Vortrag von Tobias Röver und Magdalena Rogl von Microsoft zum Thema „Mitarbeiter als Influencer“.

Rock the Blog - Vortrag Microsoft

Laut Microsoft kann JEDER Mitarbeiter ein Markenbotschafter seines Unternehmens werden. Was das bringt? Ganz einfach: Der Mitarbeiter ist eine Art Brücke für die Kommunikation nach außen. Es ist viel persönlicher, wenn eine reale Person als Mitarbeiter und nicht das jeweilige Unternehmen Content veröffentlicht.

Daher hat sich Microsoft ganz klar dafür entschieden, seine Mitarbeiter als Markenbotschafter einzusetzen. Tobias und Magdalena machen jedoch in ihrem Vortrag deutlich, dass alle Mitarbeiter freiwillig Markenbotschafter sind. Keiner muss, jeder kann lautet die Devise.

Natürlich hat das Unternehmen mit dieser Kultur auch Herausforderungen – so kann beispielsweise nicht jeder Mitarbeiter gleich gut mit Social Media umgehen. Dafür bietet das Unternehmen jedoch regelmäßig Trainings an und veröffentlicht Guidelines. Zudem wird das Microsoft Tool „Sociabble“ von allen Mitarbeitern für die Verbreitung des relevanten Contents verwendet.

Wir fanden den Vortrag von Tobias und Magdalena super spannend und uns gefällt die offene Unternehmenskultur von Microsoft – es sollte mehr Unternehmen geben, die ihre Mitarbeiter ganz offen als Markenbotschafter einsetzen!

Sakura Stage: Markenaufbau als Blogger

Zu guter Letzt entschieden wir uns für den Vortrag von Bea Beste zum Thema „Markenaufbau als Blogger“.

Bea erklärte zuerst, was eine Marke überhaupt ausmacht: Eine Marke muss für den Kunden bei Bedarf abrufbar sein und einen Mehrwert für ihn bieten. Dabei steht die Marke jedoch oftmals im Zwiespalt zwischen den Vorstellungen des Kunden und den eigenen Ambitionen.

Hier kommt dann der Blogger ins Spiel: Durch Blogger wirken Marken offener, freundlicher, etc. Mithilfe eines guten Blogs kann die gewünschte Zielgruppe des Unternehmens also viel einfacher angesprochen werden.

Aber: Blogs sind keine reinen Absatzkanäle! Der Blogger muss bei allem, was er tut, authentisch bleiben und hinter seinem Handeln (auch seiner Werbung) stehen. Daher rät Bea allen Bloggern, nicht jeden Auftrag anzunehmen und darauf zu achten, dass die eigenen Vorstellungen mit den Vorstellungen des Unternehmens zusammenpassen. Sonst kann es schwierig werden.

Um die eigene Blogmarke besser einschätzen und positionieren zu können, hat Bea eine „Marken-Zielscheibe“ entworfen:

Rock the Blog - Beas Markenzielscheibe

Fazit zu Rock the Blog 2017

Wir hatten einen tollen Tag mit vielen spannenden Vorträgen. Die Organisation der einzelnen Vorträge war großartig!

Jedoch sind wir der Meinung, dass die Veranstaltung in diesem Jahr vor allem für Blog-Neueinsteiger und eher weniger für praktizierende Blogger geeignet gewesen ist, da viel Grundwissen vermittelt wurde.

Nichtsdestotrotz sind wir schon auf das Programm in 2018 gespannt und hoffen, dass im nächsten Jahr mehr Fortgeschrittenen-Wissen vermittelt wird.

Zu guter Letzt verabschieden wir uns mit einem Selfie, das unseren spannenden Tag nocheinmal gut zusammenfasst. Vielen Dank an Mousse T., für die nette Unterhaltung und das Erinnerungsfoto 🙂

Rock the Blog_Selfie mit Mousse T.

ABAKUS Redaktion

Über ABAKUS Redaktion

ABAKUS Internet Marketing gehört seit 2002 zu den Pionieren der Suchmaschinenoptimierung in Deutschland. In dieser Zeit haben wir unzählige Kunden-Websites für Google optimiert. Wir teilen unser SEO-Wissen nicht nur hier im Blog und in den Leitfäden, sondern auch in Vorträgen, Workshops und Fachartikeln.
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