Besseres Ranking durch responsives Webdesign

30. März 2015 von Marcel Sarman

Beim responsiven Webdesign wird die Webseite so entwickelt, dass sie sich den unterschiedlichen Bildschirmgrößen der Ausgabemedien (PC, Smartphone, Tablet, etc.) anpasst. Verkleinert sich die Bildschirmgröße, verändert sich auch das Layout, sodass die Webseite ohne Scrollen oder Vergrößern leicht bedienbar bleibt. Durch responsives Webdesign wird nicht nur die Bedienbarkeit der Seite verbessert, sondern auch das Suchmaschinen-Ranking. Im Folgenden wird erläutert, warum eine Seite bessere Chancen hat bei Google gut platziert zu werden, wenn sie zusätzlich für mobile Geräte optimiert ist.

Ein einfaches Beispiel für responsives Webdesign

Betrachtet man die folgende fiktive, einfach aufgebaute Beispielseite wird deutlich, wo die Vorteile einer responsiven Webseite liegen.

abakus_klein_final

Diese Standardwebseite hat einen Headerbereich, der aus einer Grafik besteht und einen Menübereich auf der linken Seite.

abakus_beispiel_final

Bei der nicht responsiven Version auf der linken Seite ist die Headergrafik nicht komplett sichtbar und der Text lässt sich ohne Scrollen nacht rechts nicht lesen.
Die responsive Webseite auf der rechten Seite der Grafik ist dadurch gekennzeichnet, dass alle Grafiken verkleinert werden und die wichtigsten Textteile auf Anhieb gelesen werden können.
Die Menübuttons können durch Fingerdruck angenehm bedient werden.
Eine responsive Webseite ist auf mobilen Geräten leichter bedienbar, besser lesbar und übersichtlicher gestaltet, als eine nicht responsive Webseite.

Längere Verweildauer auf der Webseite

Ist eine Seite übersichtlich aufgebaut und leicht bedienbar, werden sich die Besucher längere Zeit auf der Seite aufhalten, als auf einer komplizierten und nicht intuitiv bedienbaren Seite. Eine responsive Seite ist auf kleineren Bildschirmen gut bedienbar und übersichtlich, dadurch sinkt die Bounce-Rate (Absprung-Rate) der Seite. Eine niedrige Bounce-Rate ist ein Ranking-Faktor bei Google, sodass sich auch in diesem Punkt responsives Webdesign positiv auf das Ranking auswirkt. Halten sich die User im Schnitt mehrere Minuten auf einer Seite auf, wird diese besser bewertet, als wenn die durchschnittliche Verweildauer auf der Seite nur wenige Sekunden beträgt.

Inhalte werden besser aufbereitet

Bei der Entwicklung einer auch für Smartphones optimierten Seite stehen die Entwickler vor der Frage, welche Inhalte dem User auf dem Smartphone zuerst angezeigt werden und ohne Scrollen sichtbar sein sollen. Daher werden die Inhalte nach Wichtigkeit gruppiert. Dieses Vorgehen führt dazu, dass die Texte besser gegliedert und genauer auf ihren Informationsgehalt geprüft werden. Dadurch steigt tendenziell die Qualität der Texte. Gute Inhalte sind schon immer ein wichtiger Ranking-Faktor gewesen, sodass die bessere Aufbereitung der Inhalte die Position der Seite in den Suchergebnissen der Suchmaschinen verbessert.

Mehr Besucher werden zu Kunden

Wenn von 100 Besuchern einer Unternehmens-Webseite 2 Besucher mit dem Unternehmen in Kontakt treten, beträgt die Conversion-Rate 2 Prozent. Je mehr Besucher zu Kunden werden, umso besser ist es für das Unternehmen. Schließlich möchte das Unternehmen durch Suchmaschinenoptimierung mehr Kunden gewinnen. Eine leichter bedienbare Seite hat meist eine bessere Conversion-Rate. Nicht für das Smartphone optimierte Seiten haben bei Smartphone-Usern eine sehr niedrige Conversion-Rate, weil viele Kunden die Seite schnell wieder verlassen, wenn sie ständig vergrößern oder scrollen müssen, um die für sie wichtigen Informationen zu erhalten. Bei responsiven Seiten sind die wichtigen Informationen schnell abrufbar und auf Anhieb sichtbar. Bezug nehmend auf die Social Media Statistik von Unified Social werden 78% der amerikanischen Facebook-Nutzer und 60% der Zugriffe auf Twitter von mobilen Geräten vorgenommen. Somit empfiehlt es sich erst die eigene Internetseite / den eigenen Online Shop hinsichtlich der Darstellung auf mobilen Endgeräten zu optimieren und sich danach auf die Einrichtung und Profilpflege zu Facebook, Twitter und Google+ zu konzentrieren.

21.4.2015 – Die Optimierung für mobile Geräte wird zum Rankingfaktor

Immer mehr Menschen gehen mit mobilen Geräten online, daher hat sich Google dazu entschieden, den Suchalgorithmus anzupassen. Googles Ziel ist es, für die jeweilige Suchanfrage die möglichst
relevantesten Suchergebnisse anzuzeigen. Wird eine Suchanfrage auf dem Smartphone getätigt, werden für diese Suchanfrage zukünftig die Seiten bevorzugt, die auch auf für mobile Endgeräte optimiert sind. Es macht also einen Unterschied, ob auf einem PC oder auf einem Smartphone gesucht wird, weil sich unterschiedliche Suchergebnisse ergeben. Ist die Seite eines Unternehmen nicht für mobile Endgeräte tauglich, empfiehlt es sich dringend dies nachzuholen, um ein Abrutschen im Ranking zu vermeiden. Wenn immer mehr User mit dem Smartphone ins Internet gehen, dann werden auch immer mehr Suchanfragen auf mobilen Geräten getätigt. Aus den oben genannten Gründen wird es immer wichtiger die eigene Seite auch für das Smartphone zu optimieren – schließlich betrug der Anteil mobiler Webnutzung im letzten Quartal 2014 laut einer Untersuchung zur Webnutzung bereits über 30 Prozent.

Showing 5 comments
  • Expro

    Hallo,

    erstmal vielen Dank für den informativen Artikel!
    Frage: Bezieht sich die Abstufung des Rankings dann nur auf die mobile Suche oder auch auf die „Desktop-Suche“?
    LG Expro

  • Marcel Sarman

    Google schreibt dazu: Diese Änderung wirkt sich auf mobile Suchanfragen in allen Sprachen weltweit aus. Die „Desktop-Suche“ ist also nicht betroffen.

  • Tom

    Naja Google spricht hier von „einer Auswirkung auf das Suchergebnis“. Da ist sicher auch die Desktopsuche davon betroffen, wenn mobile auch ein Rankingfaktor für eine Domain allgemein ist.

    LG Tom

  • Toni

    Vielen Dank für den interessanten Artikel. Ich denke auch dass sich das auch auf die Desktop Suche auswirken wird, denn responsive Design wird ja zu einem allgemeinen Rankingfaktor.

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