Shop Optimierung

29. Juni 2017 von Kamillo Kluth

Als Unternehmer mit eigenem Online Shop hat man verschiedene Möglichkeiten die Performance des Shops durch Optimierung zu verbessern.

Nennen wir das Oberthema Markenbildung. Was macht starke Marken aus? Qualität, Zuverlässigkeit, Beständigkeit, Sicherheit. Marken, die dem User das bieten können, brauchen kein riesiges Marketing Budget.

Shop Optimierung

Ladezeit-Optimierung

Die Ladezeit wird immer wichtiger. Vor allem auf Smartphones muss eine Webseite schnell laden. Für Google ist die Ladezeit schon seit längerem ein Ranking Kriterium. Wenn wir zwei gleich-relevante Webseiten haben, wird Google die schnellere bevorzugen. Google’s USP sind sehr gute Suchergebnisse. Wenn eine Webseite langsam lädt oder sonst wie ein schlechtes Ergebnis darstellt, erinnert sich der User am Ende nicht, welche Domain es war, sondern wo er diese Domain gefunden hat.

Also verbessern wir die Ladezeit-Performance der Webseite mittels Umstieg auf http/2, Browserweichen, CSS Sprites, CDN usw.

Usability Optimierung

Die Ladezeit verbessert die Usability der Webseite. Daneben gibt es weitere Punkte, die zu einer good user experience führen können. Das fängt an mit einer klaren Navigation. Sie sollte möglichst so sein, dass der User sich schnell zu Recht findet. Wäre die Hauptnavigation am Ende der Seite, wäre das ein Killer für die Usability.

Weiter geht es mit dem Wording in der Navigation. Die Linktexte müssen aussagekräftig sein. Werden Fantasienamen genutzt, leidet die Usability deutlich. Sprechen Sie die Sprache Ihres Nutzers.

Desweiteren ist die Gestaltung des sichtbaren Bereiches sehr wichtig. Es sollten wichtige Inhalte klar kommuniziert werden. Zufriedene Nutzer kommen gerne wieder.

Es ist nicht nur für die Wahrnehmung beim User wichtig, wie der Bereich above the fold gestaltet wird. Eine nutzerfreundliche Gestaltung steigert auch die Conversion Wahrscheinlichkeit.

Conversion Optimierung

Für die Conversion Optimierung gilt die Faustregel: Nehmen Sie den User an die Hand. Wenn Ihnen ein Bereich besonders wichtig ist, stellen Sie ihn entsprechend dar. Machen Sie es dem Nutzer so einfach wie möglich, diese wichtigen Inhalte zu erreichen.

Bsp.: Wenn es Ihnen wichtig ist, dass der Nutzer etwas im Online Shop kauft, sollte der Warenkorb Button deutlich zu sehen sein. Das heißt konkret: Der Button gehört in den sichtbaren Bereich, above the fold. Farblich muss er auffällig gestaltet sein. Hellgrau auf weiß ist quasi unsichtbar.

Für die Conversion gibt es allerdings weitere Ziele, als den schnöden Warenkorb. Viele Nutzer brauchen mehrere Kontakte mit einer Webseite/ einem Unternehmen. Es muss Vertrauen aufgebaut werden. Vertrauen wird auch mit dem Käufersiegel o.ä. gesteigert. Dass der User Ihnen vertraut sehen Sie allerdings auch daran, dass er Ihren Newsletter abonniert oder eine Anleitung herunterlädt.

Solche Aktionen kann Google (mindestens teilweise) erkennen. Solche Aktionen, die ein gewisses Vertrauen zeigen, werden von Google positiv gewertet. Sie verbessern das Standing Ihrer Domain bei Google. Sie bilden das Fundament für Top Rankings.

Um erfolgreich zu sein, braucht man Ziele. Welche Ziele haben die verschiedenen Bereiche der Webseite? Nicht in jedem Bereich ist ein Verkauf wahrscheinlich oder möglich. Es ist hilfreich, für die verschiedenen Bereiche der Seite Conversion-Ziele zu definieren. Nur dann können Sie diese erreichen und im zweiten Schritt eine Steigerung erreichen.

Wenn Sie z.B. einen Blog auf Ihrer Domain betreiben, sollte das primäre Ziel nicht sein Links zum Shop zu setzen. Sie machen sich Arbeit mit dem Blog, also soll der Nutzer das auch so wahrnehmen. Ein Ziel kann sein, dass der User sich mehr Seiten in einer Sitzung anschaut. Also die Steigerung der Page Views, wie es im Fachjargon heißt.

Auch die Kontaktaufnahme kann das Ziel eines bestimmten Bereiches der Seite sein. Wichtig ist, dass es immer nur ein großes Ziel je Bereich gibt. Vertreiben Sie erklärungsbedürftige Produkte muss der User auf jeder Seite Ihrer Domain wissen, wo er Kontaktmöglichkeiten findet. Ist der Nutzer auf einer Produktseite, wo er kaufen könnte, muss zumindest der sichtbare Bereich störungsfrei sein. D.h. ohne andere Produktvorschläge oder Newsletter-Abo Hinweis oder andere Elemente, die ihm das Abspringen einfach machen.

Suchmaschinenoptimierung

Bis jetzt haben wir noch nicht einmal über Keywords usw. nachgedacht. Trotzdem haben wir – zumindest in der Theorie – Positionen bei Google gutgemacht.

Wenn wir viele Nutzer auf unserer Webseite erwarten, sollte das Setting so sein, dass auch möglichst viele zufriedene Kunden aus den Nutzern werden.

Es ist absolut legitim für verschiedene Zielgruppen verschiedene Landingpages zu nutzen. Machen wir also eine Keywordrecherche je Zielgruppe. Wenn wir diese haben, erarbeiten wir im zweiten Schritt die optimale Landingpage für die jeweilige Zielgruppe. Wenn das Keywordmapping ergibt, dass Seiten fehlen, erstellen wir sie.

Der Bereich Suchmaschinenoptimierung ist sehr weit. Template-Optimierung, inhaltliche Optimierung und Offpage-Optimierung sind, jede für sich, einzelne Fachbereich, für die man auch jeweils einen Experten benötigt. Nur so kann man sicherstellen, dass 100% erreicht werden.

Fazit zur Shop Optimierung

Das Potenzial in den verschiedenen optimierungswürdigen Bereichen ist von Shop zu Shop unterschiedlich. Unser großes Ziel bei ABAKUS ist es, die Reichweite Ihrer Marke zu steigern. Aus diesem Grund betrachten wir immer möglichst alle Facetten einer Webseite.

Welche Erfahrungen bei der Shop Optimierung haben Sie gemacht?

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