Gefährliches Halbwissen beim Linkaufbau

29. Oktober 2009 | von Uwe Tippmann

Alan Webb, renommierter SEO-Experte und Geschäftsführer von ABAKUS Internet Marketing, stellt seine ganz persönliche Betrachtung und Regeln vor, die es beim langfristig erfolgreichen Linkaufbau unbedingt zu berücksichtigen gilt.

Als Engländer gibt es für mich im deutschen manche Ausdrücke und Bezeichnungen, die ich ungern ins englische übersetze, weil sie einfach zu gelungen sind. Einer meiner Favoriten ist der Ausdruck „gefährliches Halbwissen“, der gerade im Bereich der Suchmaschinenoptimierung (SEO) fatale Auswirkungen haben kann. Denn ein zu geringes Sachverständnis kann Webseitenbetreiber gerade beim Linkaufbau in ernsthafte Schwierigkeiten für das eigene Ranking bis hin zu Abstrafungen von Google bringen.

Aus diesem Grund möchte ich in meinen Beitrag ein paar, aus meiner Sicht essentielle,  Fallgruben vorstellen, in die Sie beim Linkaufbau tappen können. Grundsätzlich möchte ich dabei betonen: Ich bin nicht Google. Ich berichte anhand meiner persönlichen, rund zehnjährigen SEO-Erfahrungen, die ich in zahlreichen Test und Analysen gesammelt habe. Auch wenn einige der nachfolgenden Punkte möglicherweise bisher nicht von Google & Co. umgesetzt worden sind, so lohnt es sich aber immer, auf den für Google „logischen“ und damit „seriösen“ Linkaufbau zu achten. Denn auch wenn es aktuell nicht Teil des Algorithmus ist, muss das in Zukunft nicht so bleiben.

1. Satelliten-Domains

Eine der wirksamsten Möglichkeiten für erfolgreiches Linkbuilding war bis vor einigen Jahren die Strategie, zahlreiche Domains auf einem virtuellen Server zu registrieren und mit wenig Aufwand (sprich Inhalt) von dort auf die Hauptdomain zu verlinken. Google & Co. sahen in diesen Links Inhalte zum gleichen Thema und haben sie deswegen für die Hauptseite gewichtet. Dieser „Trick“ hat so lange funktioniert, bis der so genannten „Trustrank“ Bestandteil des Google Algorithmus wurde (vor ca. 3 Jahren). [Quelle: Whitepaper der Standford University]. Trotzdem denken nach wie vor viele Webseitenbetreiber, mit diesem Trick erfolgreich sein zu können. Erst kürzlich sprach mich ein Kunde im darauf an:

Beispiel:

Kunde:  „Herr Webb, warum erstellen wir nicht einfach 30 neue Domains auf unserem Server, installieren dann einen Themen relevanten Word-Press-Blog und verknüpfen sie alle mit unserer Hauptseite? Wir haben so viele Domains registriert, die derzeit noch ohne Inhalte sind.“

Meine Antwort darauf:

Natürlich können wir das tun. Aber nur, wenn Sie Google mitteilen wollen, dass Sie ein Link-Spammer sind.“

Lassen Sie es sich gesagt sein: Das funktioniert nicht mehr! Tatsächlich ist es mittlerweile so, dass insbesondere neue Domains eine lange Zeit brauchen, bevor sie überhaupt ein bescheidenes Ranking haben (niedriger Trust Score). In den meisten Fällen haben solche Links einfach kein Gewicht. Selbst wenn Sie Domains auf unterschiedlichen IP-Adressen benutzen, klappt es aufgrund der TrustRank-Bestandteile des Google-Algorithmus nicht mehr. Zudem könnte es passieren, dass Sie durch solch eine Aktion das Vertrauen von Google in eine Website reduzieren und damit ein bereits erreichtes Ranking sogar negativ beeinflussen.

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