10 SEO Tipps für Onlineshops

Philipp Ehring  Philipp Ehring in OnPage SEO am 29. April 2020

Je besser ein Onlineshop in den organischen Suchergebnissen platziert ist, umso höher wird die Anzahl potenzieller Käufer sein. Natürlich besteht die Möglichkeit der Anzeige wichtiger Keywords in der bezahlten Suche – jedoch muss hierfür (insbesondere bei sehr umkämpften Begriffen) viel Geld in die Hand genommen werden. Wenn es jedoch gelingt, die eigene Domain für viele wichtige Keywords in den Top 10 von Google, Bing und Co. zu platzieren, haben Sie ein gesundes Grundgerüst aufgebaut.

Natürlich stellt sich zunächst die Frage, für welches Shopsystem man sich entscheiden soll. Der Markt bietet viele Alternativen wie Magento, Shopware, xt:Commerce, plentymarkets,  JTL, OXID, PrestaShop oder IBM Websphere. Sollten Sie sich bei der Wahl unsicher sein, können Sie uns gerne für eine Beratung kontaktieren. Aber ganz egal, für welches Shopsystem Sie sich entscheiden, um in den organischen Suchergebnissen gut gefunden werden zu können, sollten Sie einige Grundregeln der Suchmaschinenoptimierung (SEO) beachten. Wir geben Ihnen dabei gerne 10 SEO Tipps für Ihren erfolgreichen Onlineshop mit auf den Weg.

Inhaltsverzeichnis

  1. Verlieren Sie keine potenziellen Kunden aufgrund hoher Ladezeiten oder eines schlechten mobilen Designs
  2. Nutzen Sie die Chance, über starke (Produkt-)Kategorieseiten gefunden zu werden.
  3. Nehmen Sie sich Zeit für einzigartige Produktbeschreibungen.
  4. Steigern Sie die Relevanz dank passender Meta-Angaben.
  5. Interne Verlinkungen stärken wichtige Keywords.
  6. Vermeiden Sie Duplicate Content.
  7. Auch mit Bildern können wichtige User gewonnen werden.
  8. Stärken Sie Ihre Marke.
  9. Schaffen Sie Vertrauen durch (gute) Produktrezensionen.
  10. Backlinks bleiben ein wichtiger Faktor.

 

1. Verlieren Sie keine potenziellen Kunden aufgrund hoher Ladezeiten oder eines schlechten mobilen Designs

Wie wichtig geringe Ladezeiten für die Rankings einer jeden Website sind, sieht man daran, dass die Seitenladegeschwindigkeit offiziell von Google als Rankingfaktor deklariert wurde. Daher sollte jeder Betreiber eines Onlineshops darauf achten, möglichst schnelle Ladezeiten zu erreichen. Mit Hilfe des Google-Tools PageSpeed Insights kann jeder Webseitenbetreiber kostenfrei den aktuellen Status der Ladezeiten von URLs testen und sich hilfreiche Tipps und Anregungen für Verbesserungen geben lassen.

PageSpeed Insights

Gleichzeitig hängt das Ranking mehr und mehr von der User Experience ab (immer mehr User nutzen Smartphones und Tablets, was jedoch auch dazu führt, dass bei schlechten Ladezeiten der Suchvorgang schnell abgebrochen wird). Insbesondere die mittlerweile primäre Nutzung mobiler Endgeräte führte dazu, dass Google die mobile Version einer Website als Grundlage der Rankings heranzieht. Daher ist es im Jahr 2020 unausweichlich, ein Responsives Webdesign zu verwenden. Glücklicherweise ist eine derartige Darstellung in den meisten  Shopsystemen bereits verankert, was die Erstellung der Seiten enorm erleichtert.

Behalten Sie also stets im Hinterkopf: Eine Website ist umso besser, je schneller sie lädt. Parallel dazu muss den Usern ein responsives – also mobil angepasstes – Webdesign geboten werden.

2. Nutzen Sie die Chance, über starke (Produkt-)Kategorieseiten gefunden zu werden

Zwar findet direkt auf ihnen kein Verkauf statt, trotzdem gelten sie als wichtige Landingpages im SEO Bereich: die Produkt-Kategorieseiten. Denn diese URLs bieten die Möglichkeit, über generische Keywords in den organischen Suchergebnissen gefunden werden zu können.

User, die über die organische Suche auf Kategorieseiten gelangen, haben mehrere verschiedene Produkte zur Auswahl, die zu der eingegebenen Suchphrase passen. Somit verringert sich die Gefahr eines direkten Absprungs von den Onlineshopseiten.

Um also mit Hilfe der Produkt-Kategorieseiten dem User einen Mehrwert bieten zu können und gleichzeitig die Chance auf höhere Verkaufszahlen zu haben, sollten diese entsprechend SEO freundlich aussehen. Neben der bereits erwähnten Ladezeit gelangen wichtige OnPage Faktoren in den Fokus (mehr dazu erfahren Sie in Punkt 4. Steigern Sie die Relevanz dank passender Meta-Angaben). Stellen Sie den Seitenbesuchern einen selbst verfassten und ansprechenden Kategorietext zur Verfügung. Vorab ist es jedoch besonders wichtig, für jede Kategorieseite eine entsprechende Keywordrecherche durchzuführen und darauf zu achten, Duplicate Content zu vermeiden.

3. Nehmen Sie sich Zeit für einzigartige Produktbeschreibungen

Nehmen Sie sich Zeit, individuelle Produktbeschreibungen zu verfassen. Somit vermeiden Sie, dass Google Ihre Texte als Duplicate Content bewertet. Außerdem erhöht dies die Qualitätsbewertung Ihrer Inhalte, was zu mehr Reputation und somit besseren Rankings führen kann.

Selbst Produktbeschreibungen von Lieferanten sollten nicht eins-zu-eins übernommen werden, auch wenn es von diesen gestattet sein sollte. Natürlich würden Sie sich so viel Zeit einsparen, jedoch verringert dies die Qualität der Inhalte, was Google weniger mag.

Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: „Warum die Umformulierung von Produktbeschreibungen nicht reicht“.

4. Steigern Sie die Relevanz dank passender Meta-Angaben

Sowohl für die Startseite, als auch für die Kategorieseiten und Produktseiten gilt es, die Meta-Angaben SEO freundlich zu verfassen. Dies bezieht sich auf folgende Elemente:

  • Title-Tags
  • Meta-Descriptions
  • Überschriften-Tags

Bei dem Title-Tag handelt es sich um das wichtigste OnPage Element einer Webseite. Daher sollte er gewissenhaft und möglichst professionell erstellt sein, sowie für jede URL einzigartig sein. Das Hauptkeyword der jeweiligen URL kann am Anfang des Title-Tags am meisten Strahlkraft ausüben. Anschließend ist es ratsam, eine User-Intention direkt hinter das Hauptkeyword zu setzen, die gerne in den Suchmaschinen eingegeben wird. Den Abschluss sollte der Brand bilden, um den Nutzer einen gewissen „Trust“ (Vertrauen) zu bieten.

Die Meta-Description wird unterhalb des Title-Tags in den SERPs einer Suchmaschine angezeigt. Sie ist ein wichtiges Element in Hinblick auf die CTR einer Webseite. Mit der Meta-Description motivieren Sie die User dazu, auf ihre Seite zu klicken. Daher ist es empfehlenswert, die Inhalte der Meta-Description möglichst ansprechend und parallel inhaltlich passend der jeweiligen Seite zu gestalten. Zudem sollten Sie eine Länge von ca. 154 Zeichen nicht überschreiten, damit die gewählten Inhalte vollständig in den SERPs angezeigt werden.

Ebenfalls ein prägendes OnPage-Element für die Suchmaschinenoptimierung sind die Überschriften, insbesondere die <h1>. Wichtig ist das Einhalten der Überschriften-Rangfolge. Nach der <h1> (die im Übrigen nur einmal pro URL eingesetzt werden, aber immer vorhanden sein sollte) folgt die <h2>, <h3>, <h4>, <h5> bis hin zur <h6> (<h2> bis <h6> Überschriften können mehrmals pro Seite genutzt werden). Die <h1>-Überschrift sollte stets die Hauptsuchphrasen mit beinhalten.

5. Interne Verlinkungen stärken wichtige Keywords

Es ist bekannt, dass wichtige Inhalte möglichst weit oben und über der Scrollgrenze („above the fold“) platziert werden sollen. Das gilt für Keywords genauso wie für zentrale interne Links. Vor allem auf Verteilerseiten, die den Leser auf speziellere Unterseiten leiten sollen, tut man sich häufig schwer, wenn man möglichst weit oben verlinken soll. Hier gilt die Regel, dass die aus SEO-Sicht wichtigste Unterseite zumindest als Erstes stehen sollte.

Auch ist es sehr wichtig bei internen Verlinkungen darauf zu achten, dass jeder gleiche Linktext nur zu ein und derselben URL leitet. Dieser Fehler wird sehr häufig von Shopbetreibern begangen. Die Folge wäre, dass Google für ein gleiches Keyword zwei oder mehrere verschiedene URLs als wichtig einstuft. Schlimmstenfalls führt dies zu einer Kannibalisierung eigener URLs untereinander, was schlussendlich zu erheblichen Rankingverlusten eben dieser Suchbegriffe führt.

Vermieden werden sollten 301-Weiterleitungen (bedeutet, dass die alte URL auf die neue optimierte URL führt und User sowie Crawler dadurch erst auf der richtigen URL landen) bei internen Links. Optimal wäre es in diesem Fall, die alten Links so zu ersetzen, dass User direkt und ohne zwischengelagerte Weiterleitungsformel auf die optimierte Ziel-URL gelangen. Dies erleichtert dem Googlebot das Crawlen der Seiten und vermeidet das Auftreten von Crawling-Fehlern.

10 SEO Tipps für Onlineshops

6. Vermeiden Sie Duplicate Content

Duplicate Content führt zu mehreren teils schwerwiegenden Nachteilen für einen Onlineshop. Der schlimmste Effekt sind sinkende Rankings als Folge einer negativen Google Bewertung. Aber auch Crawlingprobleme aufgrund begrenzter Kapazitäten können sichtbar werden. Sie vermeiden Duplicate Content auf verschiedenen Wegen:

  • Verfassen einzigartiger Produktbeschreibungen
  • Korrektes Setzen von Canonical-Tags (auf sich selbst), um im Fall des Contentdiebstahls vorbereitet zu sein
  • Richtige Verwendung von nofollow-Tags
  • Umsetzung einer korrekten Paginierung (rel=“prev“; rel=“next“)

 

7. Auch mit Bildern können wichtige User gewonnen werden

Eine Grundlage für einen erfolgreichen Onlineshop ist neben vielen weiteren Faktoren die User Experience, also das Shopping-Erlebnis auf der Website. Produkte erlangen mehr Bedeutung und Vertrauen, wenn die Produktbilder mit einer guten Qualität und aus mehreren Perspektiven fotografiert zur Verfügung stehen. Seitenbesucher sollten zudem die Chance haben, in die Bilder hinein zu zoomen, ohne dass die Abbildung verpixelt erscheint.

Auch die Namensgebung der Bilder ist von Bedeutung. Definieren Sie den Namen so, dass das Produkt auch entsprechend passend erklärt wird. Denn jeder Onlineshop Betreiber sollte stets daran denken, dass Google auch über eine Bildersuche verfügt, über die potenzielle Kunden auf die Website gelangen können.

8. Stärken Sie Ihre Marke

Bei der Suchmaschinenoptimierung für einen Onlineshop bringt es enorme Vorteile, DER Anbieter bzw. Experte schlechthin für ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Produktgruppe zu sein. Genau dies wird durch die Stärkung der eigenen Marke im Zusammenhang mit den angebotenen Produkten erreicht.

Hier erfahren Sie mehr zur Thematik: Marke und SEO.

Möglichkeiten zur Markenstärkung gibt es viele. Besonders wichtig ist, Transparenz zu zeigen. Dadurch kann mehr Vertrauen in das Unternehmen entstehen. Wenn die eigene Marke interessant gegenüber den Usern präsentiert wird, kann dies zu einem gewissen Wiedererkennungswert führen.

Auch mit Hilfe der vielen Social Media Plattformen wie Twitter, Facebook, Instagram, Pinterest, TikTok und Co. ergeben sich vielfältige Möglichkeiten zur Stärkung der eigenen Marke. Welche Dienste besonders ratsam sind, richtet sich natürlich nach den Angeboten eines jeden Unternehmens.

9. Schaffen Sie Vertrauen durch (gute) Produktrezensionen

Vertrauen wird jedoch nicht nur durch die Stärkung der Marke erzeugt – auch mit Hilfe diverser Produktrezensionen schaffen Sie zusätzlich Transparenz in Ihre Angebote.

Die Kaufentscheidung vieler Kunden hängt stark von den gelesenen Produktrezensionen ab. Dabei ist neben den Rezensionen der Produkte auch die Bewertung des Onlineshops allgemein von Bedeutung.

Produktrezensionen sollten demnach forciert werden. Die Vorteile sind neben dem neuen (und kostenlosen) Unique Content stetige Handlungen (Veränderungen) im Onlineshop. Google sieht dann, dass immer etwas auf der Domain passiert und bewertet dies positiv.

10. Backlinks bleiben ein wichtiger Faktor

Nach wie vor ist das Backlinkprofil eines Onlineshops einer der wichtigsten Faktoren, um in den organischen Suchergebnissen weit oben platziert zu sein.

Wir alle kennen es aus unserem Alltag: Wird etwas von vielen verschiedenen Personen empfohlen, würden wir diesem Produkt oder Unternehmen auch mehr Vertrauen schenken als möglichen Alternativen ohne Empfehlungen.

Genauso bewertet auch die Suchmaschine. Bekommt eine Domain viele Backlinks, wird die Relevanz und der Trust dieser Seite als positiv eingeschätzt. Jedoch gilt es gleichzeitig darauf zu achten, dass eben jene Empfehlungen (Backlinks) von URLs kommen, die zum einen vertrauenswürdig (also keine Links von Linksammlungen oder von URLs mit zweifelhaften Inhalten) und themennah sind. Es bringt einer Domain relativ wenig, wenn selbst Kinderschuhe verkauft werden, die Empfehlungen jedoch von einem KFZ Meisterbetrieb kommen.

Daher sollte stets auf ein umfangreiches und qualitativ hochwertiges Backlinkprofil geachtet werden. Gerne steht Ihnen ABAKUS als Spezialagentur für Linkbuildung zur Verfügung.

 

Fazit

Um als Onlineshop oben in den organischen Suchergebnissen platziert zu sein, müssen viele verschiedene SEO Faktoren beachtet werden. Diese Faktoren betreffen alle Bereiche des Suchmaschinenmarketings: Inhalte, Technik und Backlinks. Wenn ein Onlineshop diese grundlegenden Punkte beachtet, gleichzeitig die Marke stärkt und auch über Social Media aktiv ist, stehen die Chancen deutlich besser, sich von der Konkurrenz abzuheben. Denn genau hier liegt der Fokus – man sollte stets besser sein als die direkten Wettbewerber. Daher ist es unabdingbar, immer auf dem aktuellsten Stand zu sein und die eigenen URLs kontinuierlich zu optimieren.

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Philipp Ehring

Über Philipp Ehring

SEO
Philipp Ehring hat als Trainee SEO von der Pieke auf bei ABAKUS begonnen und setzt seitdem erfolgreich SEO-Strategien für unsere Kunden um. Er kennt sich bestens in allen Disziplinen des Digitalmarketings aus. Aus seinem Studium bringt er außerdem Kenntnisse aus den Bereichen Regional- & Stadtentwicklung, Tourismus, Geografie mit.
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