User Signals

Der Nutzer sendet User Signals aus, während er eine Website bzw. die Suchergebnisseite besucht. Diese Signale beeinflussen die Einordnung von Websites
durch Suchmaschinen. Wichtige User Signals sind beispielswiese:

  • Absprungrate Wenn ein Besucher nur eine Unterseite einer Website besucht und dann sofort zu einer anderen Webpräsenz navigiert, gilt das
    als Absprung. Die anderen Unterseiten der Domain sind dann für ihn nicht interessant. Falls Besucher nur eine bestimmte Information zu suchen und die Seite
    nach dem Auffinden dieser Information zufrieden verlassen, zählt das auch als Absprung. Daher ist die Interpretation der Absprungrate schwierig.
  • Die Verweildauer gibt Auskunft darüber, wie lange der Besuch auf der Website dauert. Eine längere Nutzungsdauer ist tendenziell gut, solange
    sie nicht durch Probleme bei der Bedienung der Seite oder unübersichtlichen Aufbau veranlasst wurde.
  • Die Klickrate bezieht sich auf die SERP Snippets in den Suchergebnissen. Häufige Klicks auf die Snippets steigern die Klickrate.
  • Die Return-to-SERP-Rate gibt an, wie viele User von einer Seite auf die Suchergebnisseite zurückgehen, von der sie gerade kommen. Ein kleiner Wert spricht für eine große Zufriedenheit mit dem Suchergebnis verwendet. Gehen sehr viele Nutzer zurück auf die SERPs, dann erfüllt die Seite nicht Suchintention der User. Die Zielseite erfüllt in diesem Fall nicht die inhaltlichen Ansprüche der Suchenden.
  • Social Signals messen die Anzahl der Likes, Tweets, Shares oder Kommentare, die eine Seite in den Sozialen Netzwerken erhält. Viele und möglichst qualitativ hochwertige Signale sprechen für eine gute Qualität der Seite. Außerdem entstehen durch viele Social Media Aktivitäten wertvolle Backlinks.
  • Die Scrolltiefe misst, wie weit ein Nutzer scrollt. Die Prozentangabe gibt dabei, die Tiefe des Scrollens an. Bei 50 Prozent hat er bis zur Hälfte der Seite gescrollt, während er bei 100 Prozent bis ganz nach unten gescrollt hat. Dabei kommt es auf die Scrollgeschwindigkeit bzw. -zeit an. Wenn ein User schnell die Seite bis nach unten scrollt, hat er den Content nicht bewusst wahrgenommen. Eine langsame Geschwindigkeit in einer vergleichsweise langen Zeit, spricht dafür, dass der Nutzer die Inhalt gründlich durchgelesen hat. Seiten mit einer niedrigen Scrolltiefe benötigen meist eine gründliche Überarbeitung.

User Signals tragen maßgeblich zu guten Rankings bei. SEO Experten legen daher ihr Augenmerk auf diese Faktoren.

Verbessern Sie die User Signals durch eine direkte Nutzeransprache und die Befriedigung der Suchintention. Bieten Sie einzigartigen Content und informieren Sie Ihre User über sämtliche Facetten Ihres Themas. Heben Sie sich durch ausführliche Beschreibungen und informative Grafiken von anderen Websites ab.

Messen Sie die Nutzersignale regelmäßig mit professionellen SEO Tools. Absprungrate, Aufenhaltsdauer oder wiederkehrende User zählen zu den Standardangaben vieler Tools. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit die Scrolltiefe in Matomo, mit dem Google Tag Manager oder mit JavaScript zu messen. Sistrix misst die Social Signals und in Matomo erhalten Sie unter Verhalten ausführliche Statistiken zu den Bounce Rates und der Verweildauer.

Achten Sie dabei auf den Unterschied zwischen Absprungrate und Ausstiegsrate. Die Absprungrate gibt an, wie viele User eine Website besuchen und sofort wieder verlassen.
Während die Ausstiegsrate über die Anzahl der Nutzer informiert, die eine bestimmte Seite verlassen.