Onlineshop Optimierung

Kamillo Kluth  Kamillo Kluth in OnSite SEO am 12. März 2020

Als Unternehmer mit eigenem Online Shop hat man verschiedene Möglichkeiten die Performance des Shops durch Optimierung zu verbessern.

Nennen wir das Oberthema Markenbildung. Was macht starke Marken aus? Qualität, Zuverlässigkeit, Beständigkeit, Sicherheit. Marken, die dem User das bieten können, brauchen kein riesiges Marketing Budget.

Ladezeit-Optimierung

Die Ladezeit wird immer wichtiger. Vor allem auf Smartphones muss eine Webseite schnell laden. Für Google ist die Ladezeit schon seit längerem ein Ranking Kriterium. Wenn wir zwei gleich-relevante Webseiten haben, wird Google die schnellere bevorzugen. Google’s USP sind sehr gute Suchergebnisse. Wenn eine Webseite langsam lädt oder sonst wie ein schlechtes Ergebnis darstellt, erinnert sich der User am Ende nicht, welche Domain es war, sondern wo er diese Domain gefunden hat.

Also verbessern wir die Ladezeit-Performance der Webseite. Optimieren Sie Ihre Ladezeit durch Bildoptimierung oder die Umstellung auf HTTP/2.
Weitere Maßnahmen zur Verringerung der Ladezeit sind:

  • JavaScript bzw. CSS Code minimieren
  • externes JavaScript im Footer laden
  • zunächst nur den Code für den sichtbaren Bereich laden
  • Browser-Cache aktivieren

Usability Optimierung

Die Ladezeit verbessert die Usability der Webseite. Daneben gibt es weitere Punkte, die zu einer good user experience führen können.

  • klare Navigation
    Sie sollte möglichst so sein, dass der User sich schnell zurecht findet. Wäre die Hauptnavigation am Ende der Seite, wäre das ein Killer für die Usability.
  • Wording in der Navigation
    Die Linktexte müssen aussagekräftig sein. Werden Fantasienamen genutzt, leidet die Usability deutlich. Sprechen Sie die Sprache Ihres Nutzers.
  • Gestaltung des sichtbaren Bereiches
    Kommunizieren Sie in diesem Bereich die wichtigsten Inhalte, um die Nutzer zufriedenzustellen. Zufriedene Nutzer kommen gerne wieder.
    Es ist nicht nur für die Wahrnehmung beim User wichtig, wie der Bereich above the fold gestaltet wird. Eine nutzerfreundliche Gestaltung steigert auch die Conversion Wahrscheinlichkeit.

Conversion Optimierung

Für die Conversion Optimierung gilt die Faustregel: Nehmen Sie den User an die Hand. Wenn Ihnen ein Bereich besonders wichtig ist, stellen Sie ihn entsprechend dar. Machen Sie es dem Nutzer so einfach wie möglich, diese wichtigen Inhalte zu erreichen.

Bsp.: Wenn es Ihnen wichtig ist, dass der Nutzer etwas im Online Shop kauft, sollte der Warenkorb Button deutlich zu sehen sein. Das heißt konkret: Der Button gehört in den sichtbaren Bereich, above the fold. Farblich muss er auffällig gestaltet sein. Hellgrau auf weiß ist quasi unsichtbar.

Für die Conversion gibt es allerdings weitere Ziele, als den schnöden Warenkorb. Viele Nutzer brauchen mehrere Kontakte mit einer Webseite/ einem Unternehmen. Es muss Vertrauen aufgebaut werden. Vertrauen wird auch mit dem Käufersiegel o.ä. gesteigert. Dass der User Ihnen vertraut sehen Sie allerdings auch daran, dass er Ihren Newsletter abonniert oder eine Anleitung herunterlädt.

Solche Aktionen kann Google (mindestens teilweise) erkennen. Aktionen, die ein gewisses Vertrauen zeigen, werden von Google positiv gewertet. Sie verbessern das Standing Ihrer Domain bei Google. Sie bilden das Fundament für Top Rankings.

Um erfolgreich zu sein, braucht man Ziele. Welche Ziele haben die verschiedenen Bereiche der Webseite? Nicht in jedem Bereich ist ein Verkauf wahrscheinlich oder möglich. Es ist hilfreich, für die verschiedenen Bereiche der Seite unterschiedliche Conversion-Ziele zu definieren. Nur dann können Sie diese erreichen und im zweiten Schritt eine Steigerung anstreben.

Wenn Sie z.B. einen Blog auf Ihrer Domain betreiben, sollte das primäre Ziel nicht sein Links zum Shop zu setzen. Sie machen sich Arbeit mit dem Blog, also soll der Nutzer das auch so wahrnehmen. Ein Ziel kann sein, dass der User sich mehr Seiten in einer Sitzung anschaut. Also die Steigerung der Page Views, wie es im Fachjargon heißt.

Auch die Kontaktaufnahme kann das Ziel eines bestimmten Bereiches der Seite sein. Wichtig ist, dass es immer nur ein großes Ziel je Bereich gibt. Vertreiben Sie erklärungsbedürftige Produkte muss der User auf jeder Seite Ihrer Domain wissen, wo er Kontaktmöglichkeiten findet. Ist der Nutzer auf einer Produktseite, wo er kaufen könnte, muss zumindest der sichtbare Bereich störungsfrei sein. D.h. ohne andere Produktvorschläge oder Newsletter-Abo Hinweis oder andere Elemente, die ihm das Abspringen einfach machen.

Bestellabbrüche vermeiden

Es ist ein bekanntes Onlineshop Problem: Kunden legen Produkte in den Warenkorb doch gelangen nicht bis zur Kasse. Die Kunden brechen den Bestellprozess ab. Um diesen Conversion Killer zu vermeiden, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Wenige Schritte bis zum Kaufabschluss.
    Ein Bestellprozess mit wenigen Schritten steigert die Nutzerzufriedenheit und sorgt für mehr tatsächlich getätigte Käufe.
  • Gastkäufe erlauben.
    Viele User schrecken davor zurück, sich zu registreieren. Ermöglichen Sie daher Gastbestellungen, um diese Kunden nicht abzuschrecken.
  • Roadmap anzeigen
    Machen Sie Ihren Kunden deutlich, an welcher Stelle des Bestellprozesses sie sich befinden. Dadurch erhöhen Sie die Übersichtlichkeit.
  • Keine überflüssigen Formular-Elemente
    Fragen Sie nur die Angaben ab, die auch wirklich nötig. Lange Formulare steigern die Wahrscheinlichkeit eines Kaufabbruchs. Sorgen Sie außerdem dafür, dass die Formulareingaben, direkt auf Plausibilität überprüft und Fehler deutlich angezeigt werden.

Suchmaschinenoptimierung

Bis jetzt haben wir noch nicht einmal über Keywords usw. nachgedacht. Trotzdem haben wir – zumindest in der Theorie – Positionen bei Google gutgemacht. Wenn wir viele Nutzer auf unserer Webseite erwarten, sollte das Setting so sein, dass auch möglichst viele zufriedene Kunden aus den Nutzern werden.

Wir haben ein Produkt. Wir haben eine Zielgruppe. Sprechen wir sie an. Wählen wir die richtigen Begriffe und wählen wir Seiten zur Optimierung aus, die die wahrscheinliche Suchintention des Nutzers befriedigen können.

Es ist absolut legitim für verschiedene Zielgruppen verschiedene Landingpages zu nutzen. Machen wir also eine Keywordrecherche je Zielgruppe. Wenn wir diese haben, erarbeiten wir im zweiten Schritt die optimale Landingpage für die jeweilige Zielgruppe. Wenn das Keywordmapping ergibt, dass Seiten fehlen, erstellen wir sie.

Der Bereich Suchmaschinenoptimierung ist sehr weit. Template-Optimierung, inhaltliche Optimierung und Offpage-Optimierung sind, jede für sich, einzelne Fachbereiche, für die man auch jeweils einen Experten benötigt. Nur so kann man sicherstellen, dass 100% erreicht werden.

Weitere Tipps

Vermeiden Sie Duplicate Content
Erstellen Sie individuelle Produktbeschreibungen und vermeiden Sie so Duplicate Content. Kopieren Sie die Beschreibungen von anderen Seiten, besteht für Google kein Grund, Ihre Seite anderen Seiten mit identischen Beschreibungstexten vorzuziehen.

Achten Sie darauf, dass identische Inhalte nicht unter verschiedenen URLs erreichbar sind.

Die Domains sollte nicht gleichzeitig über
http://www.ihrshop.de
und https://www.ihrshop.de
oder über
https://www.ihrshop.de
und https://ihrshop.de
erreichbar sein.

Leiten Sie in diesem Fall alle Varianten Ihrer Domain auf die korrekte Version (https://www.ihrshop.de) mit www und https weiter. Richten Sie in Ihrer htaccess-Datei Weiterleitungen ein, um doppelte Indexierungen zu vermeiden.

Korrekte Paginierung
Die Kategorie- oder Produktübersichtsseiten von Shops sind oft sehr umfangreich und werden daher auf verschiedenen Seiten dargestellt. Diese Paginierung hat zur Folge, dass sich die einzelnen Seiten in der Struktur und den Inhalten stark ähneln. Damit die Suchmaschinen diese Seite nicht als doppelt vorhanden wertet, sollten Sie durch die Verwendung von rel=“next“ bzw. rel=“prev“ Tags anzeigen, dass es sich um mehrere inhaltlich miteinander verbundene Seiten handelt.

Diese Informationen zur Paginierung werden von Google nicht mehr genutzt. Bing nutzt sie allerdings nach wie vor.

Sitemap einbauen
Online-Shops haben in der Regel sehr viele Unterseiten. Bauen Sie daher eine Sitemap ein. Dadurch wird dem Google-Bot das Crawlen Ihrer Inhalt erleichtert.

Fazit zur Shop Optimierung

Das Potenzial in den verschiedenen optimierungswürdigen Bereichen ist von Shop zu Shop unterschiedlich. Unser großes Ziel bei ABAKUS ist es, die Reichweite Ihrer Marke zu steigern. Aus diesem Grund betrachten wir immer möglichst alle Facetten einer Webseite.

Welche Erfahrungen bei der Shop Optimierung haben Sie gemacht?

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Kamillo Kluth

Über Kamillo Kluth

Geschäftsleiter
Kamillo Kluth ist Geschäftsleiter der ABAKUS Internet Marketing GmbH und beschäftigt sich schon seit über 15 Jahren mit Suchmaschinenoptimierung. Als SEO der ersten Stunde hat er zahlreiche bekannte Unternehmen beraten und zu besseren Rankings verholfen. Er ist ein Experte für Nutzerpsychologie und die technischen Feinheiten des Google-Algorithmus. Kamillo Kluth ist außerdem ein gefragter Dozent und Fachautor.
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