Recap: Meet Magento 2017 – Tag 2

29. Mai 2017 von Michael Schwerdtfeger

Am Abend des 1. Tages gab es eine Aftershowparty in der Leipziger Moritzbastei, dem größten kulturellen Zentrum der Stadt. Essen und Getränke wurden von maxcluster gesponsert, das Wetter zeigte sich angenehm und die Musik gefiel, so dass gute Stimmung und ein relaxter Austausch der Gäste garantiert waren.

Meet Magento 2017

Tag 2 hatte viele interessante Vorträge, die zum Teil in Englisch gehalten wurden. Neben echter Spezialangebote für Magento-Agenturen und Magento Online-Shopper kamen auch die etwas allgemeineren Marketing-Themen nicht zu kurz.

Da Philipp nur am Montag vor Ort sein konnte, hatte ich alleine die Qual der Wahl. Zunächst entschied ich mich für den Vortrag von Hendrik Lennarz zum Thema „Wie hilft mir Growth Hacking bei der digitalen Transformation des Handels?“.

Growth Hacking ist ein Prozess

Hendrik war lange Jahre bei trusted shops, ist jetzt selbständig und berät primär Startups. Growth Hacking sieht er als Prozess, dessen grundsätzliches Ziel das Generieren von Wachstum ist. Jeder Hack ist ein Experiment oder eine schnelle Innovation, die getestet werden sollte. Detailliert zu betrachten sind für ihn die Arbeitsfelder: Produkt, Business Modell, Tracking und Umsetzung.

Dabei sind Fragen zu stellen wie z.B.: Was zeichnet mich wirklich aus? (USP). Was googelt meine Zielgruppe um mich zu finden? Was sind bestehende Probleme?

Conversion Tracking mit Google Analytics und Retargeting mit dem Facebook Pixel für Facebook Ads sind für ihn unverzichtbare Werkzeuge. Ein Newsletter sollte niemals Newsletter heißen, besser: kostenlose Experten-Tipps oder exklusive Angebote etc.

Zusammenfassend rät er zu Geschwindigkeit und zu so vielen Experimenten (Hacks) wie möglich. Bei der Positionierung am Markt hält er es mit Charles Darwin, der gesagt hat: „Es ist weder der stärkste, noch der intelligenteste einer Spezies, der überlebt, sondern derjenige, der sich Veränderungen am besten anpassen kann.“

Meet Magento 2017

E-Commerce mit Google

Anschließend referierte Kai Spriestersbach über SEO für Magento Onlineshops, ein Thema in dem ABAKUS selbst über langjährige Erfahrung verfügt. Dennoch war es recht interessant zu hören, wie ein Kollege das Thema angeht. Immerhin waren ca. 60 Zuhörer im Vortragsraum, die nicht nur interessiert, sondern auch gut informiert Fragen stellten.

Neben allgemeiner Basics wie Ladezeiten, Duplicate Content, Bedeutung von Text/Title/Description, Semantik, nutzerzentriertes Denken, Time on Site und User-Happiness gab es für mich auch 2 Neuigkeiten: Die Steuerung des Crawlbudgets bei Filternavigationen mittels Prg Pattern Lösungen und das Testen doppelt so langer Meta-Descriptions, wenn die Seite für 2 Keywords ranken soll. Kai meint, dass es vorkommt, dass sich Google von Fall zu Fall den passenden Inhalt aussucht.

Tipps für gutes Content-Marketing

Sonja Riesterer von der integer_net GmbH weiß, dass man im Content-Marketing aufgrund begrenzter Ressourcen „niemals fertig wird.“ Deshalb empfiehlt sie, kleine Schritte zu machen und sich auf Profitables zu konzentrieren. Folgende Praxistipps sollen ihrer Ansicht nach beherzigt werden:

–    Kenne deine Zielgruppe und treffe den richtigen Ton
–    Beantworte die FAQs deiner Zielgruppe
–    Höre deiner Zielgruppe zu (Social Media, Foren)
–    Sei ein Experte auf deinem Gebiet und zeige es auf deiner Website (USP)
–    Liefere über das Design/den Look einen Wiedererkennungswert, erwecke damit Aufmerksamkeit und bleibe verständlich
–    Sei als Experte glaubwürdig, schaffe Vertrauen – auch durch Empfehlungen anderer
–    Inspiriere deine Zielgruppe und schaffe Kundenähe
–    Vermarkte deinen Content optimal (Recycling)
–    Werte deine Daten aus und nutze sie (GA, Traffic, Heatmap, Clickmap)

Nutzerfeedback für die Conversion-Optimierung

Der nächste Referent, Nils Kattau, hat schon über 1.800 A/B-Tests durchgeführt. Logisch, dass daraus ein enormes Wissen hinsichtlich der Conversion Optimierung von Landingpages entstanden ist.

Gleich mit seinem ersten Bild von Conchita Wurst hatte Nils die Lacher auf seiner Seite. Er verkündete, dass man nicht für den Durchschnittskunden – beispielsweise 15 – 50 Jahre, männlich und weiblich gleichermaßen – optimieren soll. Vielmehr ist es sinnvoll, nach Personas zu segmentieren und für Landingpages verschiedene Versionen derselben Seite zu haben.

Er fordert seine Zuhörer auf, das echte und ehrliche Feedback der eigenen Websitebesucher mit dem kostenlosen Tool hotjar einzuholen.

Zu den Basics für eine gute Landingpage zählt er: die visuelle Hierarchie – was sieht man in den ersten 5 sec?, die Hauptüberschrift als wichtigstes Element, einen Einleitungstext von 2-3 Zeilen, die Vorteilskommunikation z. B. mit vorangestellten grünen Häkchen (im Fokus der Nutzen für die User – nicht die Produkteigenschaften), eine Prozessbeschreibung, Trustelemente in der Kopfzeile, ein Call to Action/Warum? Und ein Conversion Element direkt auf der Landingpage (z.B. ein kurzes Formular).

Zum Schluss stellte Nils fest, dass für ihn Betriebsblindheit einer der größten Umsatzverhinderer ist. Deshalb ist es so wichtig, Leute von außen zu befragen.

Mein Fazit zur Meet Magento 2017

Gegen 16.30 Uhr endete dann die 2-tägige Meet Magento 2017. In den Gesichtern der Teilnehmer konnte ich eine Mischung aus zufriedener Abgekämpftheit und aufgestauter Energie erkennen, das geballte Wissen schon am nächsten Tag im Unternehmen anzuwenden. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, dabei gewesen zu sein und es würde mich nicht wundern, wenn ABAKUS im nächsten Jahr wieder vor Ort ist.

Meet Magento 2017

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