Internationales SEO. Teil 5: Suchmarkt Spanien

 in Internationales SEO am 11. Oktober 2017

Spanien ist mit 24 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2015 das stärkste südeuropäische Land mit einem Wachstum von 11,6% im E-Commerce.

Klingt ganz interessant, oder? Im Artikel möchten wir Ihnen einen ersten Überblick über die Gegebenheiten im Suchmarkt Spanien geben, um Ihnen die Wahl für oder gegen die Investition in eine spanische Webseite zu erleichtern.

Suchmarkt Spanien

Der E-Commer Nutzer und seine durchschnittlichen Einkäufe

Laut Statista liegt der durchschnittliche Erlös derzeit bei ca. 660 Euro pro Kunde. Die Zahl der Nutzer liegt bei ca. 22 Millionen.
Es wird in allen Bereichen ein Anstieg erwartet. Im Vergleich zu Deutschland macht der E-Commerce Umsatz der Spanier gerade mal ca. 27% von unserem Heimatmarkt aus.

Der durchschnittliche E-Commerce Nutzer lebt in den Ballungsräumen, ist universitär gebildet und liebt gratis Geschenke. Hochpreisige Produkte haben bei der momentanen hohen Arbeitslosigkeit weniger Chancen.

Wieviel Nutzer erreicht spanische SEO?

Laut Wikipedia sprechen 2015 399 Millionen Menschen spanisch. Nach Mandarin und Englisch ist spanisch die dritt meist gesprochene Sprache weltweit. Die Mehrzahl der spanisch sprachigen Länder liegen in Süd-Amerika. 30 Millionen Menschen sprechen in den USA spanisch. Das Besondere der spanischen Sprache ist sicherlich die sehr unterschiedliche Ausprägung. Nicht umsonst bieten Sprachkurs Anbieter europäisches und süd-amerikanisches Spanisch als getrennte Kurse an.

Was wird in Spanien gekauft?

Bei den Produkten liegt Bekleidung, wie in allen europäischen Ländern, an der Top Position. Bei den Services sind es Flugtickets und Übernachtungen. Bei den TOP Produkten unterscheiden sich die Spanier also kaum vom Rest Europas. Das macht das Ausrollen des eigenen Geschäfts in Spanien durchaus sinnvoll.

Mobile SEO in Spanien

Was die Nutzung von mobilen Endgeräten betrifft, belegt Spanien eine Spitzenposition in Europa. Laut dem Mobile Advertising Forecast von Zenith rechnet man 2018 mit einem mobilen Anteil von 86 %. Damit belegt Spanien den dritten Platz in der weltweiten Mobile-Nutzung.

Wenn Sie an SEO denken, dann sollten Sie in Spanien also gleich mobil denken. Wer sitzt, außer auf der Arbeit, in Spanien zu Hause vor dem Rechner, wenn schönstes Wetter ist? Kaum jemand. Da möchte man lieber außerhalb der Wohnung mit dem Mobile surfen.

Schon die Musikindustrie merkte in den 90er Jahren, dass DVDs/ Videos in Spanien nicht so angesagt sind.

SEO in Spanien

SEO im Suchmarkt Spanien
Quelle: Google Trends

Wie bei Google Trends zu sehen, ist das Interesse an SEO bei den Spaniern gerade in den letzten Jahren gestiegen. Es gibt bereits viele SEO Agenturen und der Markt bewegt sich.

Auch in Spanien liegt Google mit 95% Marktanteil vorne, gefolgt von Yahoo und Bing. Wer also seine Webseite für Google in Spanien optimiert, liegt damit richtig.

Aber: Es macht durchaus Sinn, sich mit den regionalen Eigenheiten auseinander zu setzen. Spanien besteht aus mehreren Regionen (Baskenland, Andalusien, Galicien, etc.) und von Region zu Region gibt es sprachliche Unterschiede.

Linkbuilding in Spanien

Linkbuilding Suchmarkt Spanien
Quelle: Google Trends

Betrachtet man die Suche nach Linkbuilding bei Google Trends, ist im Gegensatz zu Deutschland eher ein Aufwärtstrend zu sehen.  Auch die Methoden im Linkaufbau weisen lokale Eigenheiten auf. Seiten mit Linksammlungen sind hier weiter verbreitet und mehr üblich als in Deutschland. Was bei uns 2000 en Vogue war, hat in Spanien bis heute überlebt. Warum auch nicht?

Webseiten in Spanien

Laut der spanischen Webseite Red.es, die für die Registerung von TLD Domains zuständig ist, gab es im September 2017 1,9 Millionen angemeldete es –Domains. Im Vergleich dazu gab es in Deutschland über 20 Millionen gemeldete de-Domains. Die öffentliche Vergabe der spanischen TLD Domains (Top-Level-Domain) ist erst seit 2005 öffentlich möglich und war vorher nur Universitäten vorbehalten. Die Freigabe erfolgt aktuell in der Regel sehr zeitnah.

Allein die Anzahl der Webseiten macht deutlich, dass der SEO Wettbewerb im Gegensatz zum deutschen Markt nicht in allen Branchen so stark ist wie in Deutschland. Es gibt aber auf der anderen Seite weniger Länder TLDs, die für die Verlinkung genutzt werden können.

Fazit zum Suchmarkt Spanien

Durch die große Verbreitung der spanischen Sprache lohnt es sich defintiv, in eine spanische Webseite oder Shop Version zu investieren.

Im B2B Bereich sehe ich das größte Potential darin, neue Zielgruppen zu erreichen oder bestehende Kunden fester an das eigene Unternehmen zu binden. Die Konkurrenz nimmt wie auf allen Märkten zu. Aber so umkämpft wie in Deutschland ist der Markt in Spanien bisher noch nicht. Mit einer guten internationalen SEO Strategie kann viel erreicht werden.

Uns interessiert Ihre Erfahrung: Haben Sie bereits in eine spanische Webseite investiert oder haben dies demnächst vor? Wenn ja, welche Besonderheiten sind Ihnen (im Vorfeld) aufgefallen? Welche Tipps können Sie geben?

 



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  • Gert Mellak

    26.10.2017, 11:23 Uhr

    Ich bin aus Österreich, aber mit meiner Agentur schon seit mehr als 7 Jahren im Bereich SEO in Spanien tätig. Bezüglich der TLDs ist anzumerken dass die Landesdomain .es nicht so verbreitet ist wie .com – selbst kleinste Betriebe die nur lokal in ihrem Ort tätig sind haben oft eine .com (war mal eine Promotion der „Telefonica“ (spanische „Post“) seinerzeit. Generell ist der Markt im Wachsen, E-Commerce vor allem, eine Investition lohnt sich auf jeden Fall!

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