Google-Shopping: Aktualität der Preise als höchste Priorität

19. März 2015 von Bonnie Küster

Als Partner der ABAKUS SEO Roadshow am 8. September in Leipzig, hat der Händlerbund einen Artikel für uns darüber verfasst, worauf Händler aus rechtlicher Sicht achten müssen, um nicht abmahnfähig zu werden. Die Autorin des Artikels, Yvonne Gasch, ist Volljuristin und in der Rechtsabteilung des Händlerbundes tätig.

Händlerbund Die Autorin schreibt regelmäßig zu aktuellen Rechtsthemen im Bereich Wettbewerbsrecht sowie Urheber- und Markenrecht für das Informationsforum „OnlinehändlerNews.de„.

Google-Shopping: Denken Sie an die Aktualität Ihrer Preise

Online-Händler müssen mit den abmahnfähigen und technisch nicht beeinflussbaren Darstellungen auf Plattformen und Vergleichsportalen leben. So war die fehlerhafte Darstellung der Versandkosten bei Google Shopping Gegenstand zweier Gerichtsurteile im vergangenen Jahr (u. a. Landgericht Hamburg, Entscheidung vom 13.06.2014, Az.: 3150150/14). Online-Händler können aber auch selbst Abmahngefahren schaffen, die nicht sein müssen.

Bei der Produktsuche über Google kann in der Rubrik „Shopping“ auch aus für den Nutzer automatisch angezeigten Produkten gewählt werden. Der für den Verkäufer kostenpflichtige Dienst bietet eine Vergleichsfunktion, bei dem die gelisteten Artikel auch in preisaufsteigender bzw. preisabsteigender Reihenfolge angezeigt werden können.

Ein Preisvergleich macht für den (potenziellen) Kunden nur dann Sinn, wenn die aufgelisteten Preise noch aktuell sind. Ist der Preis zwischenzeitlich gestiegen und die damit verbundene gute Platzierung nicht mehr zutreffend, führt man den Kunden über den Preis in die Irre und gibt sich in die Gefahr einer Abmahnung.

 

Falscher Produktpreis führt zu irreführender Preiswerbung

Sind Produkte bei Google Shopping mit Preisen gelistet, zu denen sie im Online-Shop tatsächlich nicht, sondern wesentlich teurer, erhältlich sind, täuscht der Online-Händler zum einen die angesprochenen Kunden, die zu Unrecht in den Shop des Anbieters gelockt wurden. Zum anderen verschafft sich der Verkäufer einen unlauteren Wettbewerbsvorteil gegenüber seinen Mitbewerbern, deren zutreffende und höhere Preise weiter unten im Ranking gelistet werden.

Das Landgericht Düsseldorf verurteilte einen Händler aufgrund dieser Argumente schließlich dazu, die beworbenen Produkte nicht mehr mit einem Kaufpreis zu bewerben, zu dem diese tatsächlich nicht verkauft werden (LG Düsseldorf, Urteil vom 08.01.2015, Az. 38 O 74/14).

 

Auf Aktualität der Preise achten!

Preisvergleiche machen nur Sinn, wenn die angegebenen Preise auch stimmen. Sind sie nicht oder nicht mehr aktuell, begeht der Anbieter eine Wettbewerbsverletzung und täuscht damit die Verbraucher. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, auf die Aktualität der Preisangaben in Preisvergleichsportalen zu achten.

Konkretisiert hat dies im Jahr 2010 sogar der Bundesgerichtshof, der strenge Anforderungen an die Aktualität von Preisangaben auf einer Preisvergleichsplattform aufgestellt hat (Urteil vom 11. März 2010, Az.: I ZR 123/08). Auch die zeitverzögerte Umsetzung der Preisvergleichsplattform half dem abgemahnten Online-Händler nicht als Grund, die Abmahnung zurückzuweisen.

Online-Händler können von der Nutzung von Preisvergleichsplattformen profitieren und darüber neue Kunden gewinnen. Jedoch bietet dieser Absatzkanal auch ein erhöhtes Risiko, da die Aktualität der Preise stetig überwacht werden muss.

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