Google Keyword Ranking Verluste – 8 mögliche Gründe samt Gegenmaßnahmen

Michael Schwerdtfeger  Michael Schwerdtfeger in Online Marketing am 23. Juni 2022

Ranking Verluste der Keywords in der Google-Suche schmerzen, insbesondere wenn sie unerwartet, unerklärlich und tiefgreifend daher kommen. Doch so unangenehm dies ist, passiert es leider öfter als man gemeinhin denken mag und kommt selbst in den besten Familien mit aufwändig optimierten Websites vor.

Zunächst einmal gilt es, Ruhe zu bewahren. Cool down! Dann folgt die systematische Prüfung, die Analyse und falls nötig, die Einleitung von Gegenmaßnahmen.

Grob gesagt gibt es in der folgenden wahrscheinlichen Reihenfolge 5 Möglichkeiten, wer für plötzliche Ranking Verluste in der organischen Suche von Google verantwortlich zeichnen könnte:

  • Der Google-Algorithmus bzw. Google-Mitarbeiter
  • Sie selbst bzw. Mitarbeiter ihres Unternehmens
  • Technische Dienstleister bzw. Software-Programmierer
  • Mitbewerber
  • Kriminelle

Welche Gründe für Google Keyword Ranking Verluste gibt es?

  1. Algorithmusänderungen
  2. Manuelle Maßnahmen
  3. Änderungen an der Website
  4. Lost & Broken Backlinks
  5. SEM-Kannibalisierungen
  6. Technische Fehler
  7. Verbesserte Mitbewerber-Seiten
  8. Schädliche Backlinks & Negativ-SEO

Grund 1 – Google Ranking Verluste durch Algorithmusänderungen

Ob Core-Update oder unbestätigte Änderungen: Google schraubt unentwegt an seinem Algorithmus. Und zwar nahezu tagtäglich. Demzufolge ist jederzeit damit zu rechnen, dass ein neuerliches Core-Update ansteht und selbst kleinere Änderungen zwischendurch entfalten manches Mal große Wirkung. So können bei Ihnen schon morgen Ranking Verluste eintreten, die sich heute durch nichts andeuten und gestern noch gar nicht denkbar waren:

Google Ranking - Sichtbarkeitsindex
Quelle: Sistrix
Um für den Fall der Fälle auf dem Laufenden zu sein, informieren Sie sich auf SEO-Nachrichtenseiten im Internet oder abonnieren Sie den Newsletter des SEO-Tool-Anbieters Sistrix. Oftmals erhalten Sie von solchen Diensten schon relativ zeitnah Einschätzungen darüber, ob es ein Google-Update gab und wo der Fokus des jeweiligen Updates lag.

Neben dem Horror, den kleine und große Google-Updates manchmal verbreiten, gibt es aber auch Positives zu vermelden: Wo Verlierer sind, gibt es Gewinner, d. h. wenn Sie gut arbeiten, relevanten Content mit schnellen Ladezeiten und eine nutzerfreundliche Struktur anbieten, besteht sehr wohl die Möglichkeit, dass Ihre Website – statt Verluste – Google Ranking Gewinne verbucht. Auch positiv ist, dass sich Rankingverluste in überschaubarer Zeit wieder relativieren, weil Google für gewöhnlich immer entgegengesetzt nachsteuert.

Für die Ursachsenanalyse der Auswirkungen eines Google-Updates auf Ihre Website werden SEO-Tools benötigt. Bekannte Anbieter wie Sistrix, Ahrefs oder semrush bieten und/oder empfehlen eine ganze Reihe kostenfreier Analysetools und/oder kostenloser Testzeiträume. Außerdem gibt es Browser Addons, die recht gut weiterhelfen. Schauen Sie mal hier:

Ursachsenanalyse von Rankingverlusten nach Google-Updates

Bei der Ursachenanalyse gehen Sie primär auf die Suche nach Mustern und Gemeinsamkeiten, um daraus Erkenntnisse und Handlungsmöglichkeiten abzuleiten. Beantworten Sie die Fragen:

Welche Keywords haben verloren?

Welche Seiten haben verloren?

Sind nur einzelne Seiten, einzelne Verzeichnisse oder die gesamte Website von den Rankingverlusten betroffen?

Welche Mitbewerberseiten wurden im Zuge des Updates bei den wichtigsten betroffenen Keywords gestärkt und was machen diese anders bzw. besser? (z. B. Bedienung der Suchintention, Qualität, Umfang, Ladezeiten etc.)

Leiten Sie aus den gesammelten Informationen und Daten ab, ob tatsächlicher Handlungsbedarf besteht und falls ja welcher. Die Erfahrung zeigt, dass blinder Aktionismus auch bei hohem Leidensdruck wenig weiterhilft, insbesondere dann, wenn die beobachteten Rankingverluste unspezifisch sind und die gesamte Seite betroffen ist.

Grund 2 – Google Ranking Verluste durch manuelle Maßnahmen

Manuelle Maßnahmen werden von menschlichen Prüfern bei Google ergriffen, wenn diese der Meinung sind, dass Seiten Ihrer Website nicht mit den von Google festgelegten Qualitätsrichtlinien für Webmaster im Einklang stehen. Folge der manuellen Maßnahme, die auch als Abstrafung oder Penalty bezeichnet wird, sind plötzliche massive Ranking Verluste in der organischen Google Suche.

Während früher oftmals die gesamte Website seitenübergreifend von der Abstrafung betroffen war, geht Google heutzutage differenzierter vor und konzentriert sich in aller Regel nur auf die einzelnen betroffenen Keywords, Seiten, Verzeichnisse oder Subdomains. Häufig wird beobachtet, dass einzelne Seiten bis zur Behebung der Ursachen ganz aus dem Index verschwinden.

Für Penaltys gibt es verschiedene Gründe, wie z. B. Hacking, Spam, unnatürliche Links, irreführende Weiterleitungen oder Probleme mit strukturierten Daten.

Behebung der Ranking Verluste durch erneute Google Überprüfung

Ob Sie tatsächlich das „Opfer“ einer manuellen Maßnahme geworden sind, erfahren Sie in der Google Search Console im Abschnitt „Sicherheit & manuelle Maßnahmen > Manuelle Maßnahmen“:

Manuelle Maßnahmen - Google Search Console

Wenn Ihre Website tatsächlich eine manuelle Maßnahme erhalten hat, gibt Google Hinweise, welche Verstöße erkannt worden sind und welche Seiten betroffen sind. Leider sind diese Angaben selten konkret, aber immerhin besser als gar nichts.

Wie Sie genau vorgehen, um erkannten Problemen zu begegnen und eine erneute Prüfung zu beantragen, hat Google auf der Seite „Bericht über manuelle Maßnahmen“ umfassend erläutert.

Wichtig: Desto sorgfältiger & umfassender Sie die Mängel beheben und desto besser Sie ihre Vorgehensweise den Qualitätsprüfern erläutern & dokumentieren desto eher werden Ihre Google Ranking Verluste Schnee von gestern sein.

Grund 3 – Keyword Ranking Verluste durch Änderungen an der Website

Große, aber auch kleine Änderungen an der Website durch Sie selbst oder ihre Mitarbeiter stellen mögliche Fehlerquellen dar. Dabei können Unwissenheit und nicht bedachte Folgewirkungen der Grund für abstürzende Rankings sein. Im Agenturalltag eines Suchmaschinenoptimierers erlebt man da so einiges, z. B. Textänderungen oder Content-Neuproduktionen, die zu Keyword-Kannibalisierungen führen, die ersatzlose Entfernung von Seiten mit rankendem Content & Backlinks, fehlende Weiterleitungen bei https-Umstellungen, spontan geänderte Title mit Preisen als vermeintliches Marketinginstrument, das Hochladen von monstergroßen Bildern ohne Komprimierung, welche die mobilen Ladenzeiten in den Keller schicken, Keyword Spamming im Content usw.

Identifizierung der Ranking Verluste nach Website-Änderungen

Um herauszufinden, wo der Hase im Pfeffer liegt, werden wieder die oben schon erwähnten SEO-Tools benötigt.

Der kostenpflichtige SEO-Spider Screaming Frog crawlt beispielsweise 500 URLs gratis und zeigt dabei, ob es Seiten mit fehlerhaften HTTP Status Codes gibt. Alle wichtigen URLs sollten den Status Code 200 OK haben, die Statusklassen 4xx und 5xx stehen für Fehler. Daneben gibt der Frog Auskunft über Meta-Angaben, Weiterleitungsziele und vieles mehr.

Keyword Ranking Tools geben Auskunft darüber, ob sich die für die betroffenen Keywords rankenden Seiten plötzlich geändert haben oder ob neuerdings mehrere Rankings für ein- und dasselbe Keyword vorliegen, was in der Regel Rankingverluste zur Folge hat. Im Rahmen des Keywordmappings sollte vorab geklärt sein, welche die präferierte Seite für das jeweilige Keywords sein soll und nur diese darf auf das Keyword optimiert sein. Interne Konkurrenzen sind dementsprechend zu deoptimieren.

Nicht ganz so schnell, aber dafür aus 1. Hand, liefert die Google Search Console im Abschnitt „Abdeckung“ entsprechende Warnungen zu Fehlern und Auffälligkeiten, denen Sie nachgehen sollten:

Abdeckung Google Search Console

Page Speed Insights und Test my Site von Google geben Hinweise darauf, wie schnell oder langsam ihre Seiten performen und wie man die Werte verbessern kann. Die Google Search Console zeigt an, ob die sogenannten Core Web Vitals eingehalten werden.

Grund 4 – Keyword Ranking Verluste durch verlorene oder nicht mehr funktionierende Backlinks

Mehr als 100 verschiedene Kriterien beeinflussen die Suchergebnisse von Google. Im Hause ABAKUS sind wir der Ansicht, dass (neben relevantem Content) externe Links und deren Linktexte den größten Einfluss auf die Rankings von Keywords haben.

Wenn wichtige Links, die für Google Empfehlungen von außen darstellen, nicht mehr funktionieren oder von der linkgebenden Seite entfernt worden sind, hat das mit Sicherheit Auswirkungen auf die Ranking-Performance Ihrer Website. Deshalb liegt es in Ihrer Verantwortung, das Backlink-Profil im Auge zu behalten und sicherzustellen, dass derartige Verluste zeitnah bemerkt werden, um gegenzusteuern, bevor es zu Keyword Rankingverlusten kommt.

Überprüfung des Backlink-Profils und Optionen

SEO-Tools wie Ahrefs, SEMrush und viele andere können Ihnen nicht nur zeigen, welche Domains auf Sie verlinken, welche Seiten sie verlinkt haben und welcher Ankertext verwendet wird, sondern natürlich auch, ob Links „Broken“ oder „Lost“ sind:

Broken Backlinks - Ahrefs - Screenshot
Quelle: Ahrefs

Da die Tools auch ausweisen, ob die betroffenen Links Dofollow oder Nofollow sind, also Linkjuice weitergeben oder nicht und zugleich mit eigenen Metriken wie Domain Rating oder Autority Score einen Eindruck davon vermitteln, wie maßgeblich eine verlinkende Domain war, halten Sie die Instrumente in der Hand, um eventuell vorhandene Probleme priorisiert zu bearbeiten.

Kümmern Sie sich zuerst um Backlinks von Dofollow-Domains mit hohem Rating, denn diese haben den höchsten Einfluss auf mögliche Google Ranking Verluste.

Broken Backlinks sind einfach zu reparieren. Sie entstehen in der Regel, wenn eine Seite Ihrer Website von außen verlinkt und nicht mehr erreichbar ist. Indem Sie diese nicht mehr erreichbare Seite (z. B. eines Events, einer Stellenanzeige etc.) auf eine andere passende Seite mit 301 weiterleiten, kommt der Link und damit der Linkjuice wieder bei Ihnen an. In den beiden genannten Beispielen wäre die Weiterleitung auf die jeweilige Übersichtsseite für Veranstaltungen bzw. Jobs sinnvoll.

Schwieriger gestaltet es sich, verlorene Backlinks zurückzubekommen. Hier sollten Sie sich zeitnah nach dem Verlust des Links mit dem Webmaster der ursprünglich linkgebenden Website in Verbindung setzen und abklären, ob die Entfernung Ihres Links ein Versehen oder beabsichtigt war. Oftmals hilft ein freundlicher Anruf mit einer vorher gut durchdachten Argumentation, warum es in beiderseitigem Interesse liegen könnte, den jeweiligen Link zu reaktivieren.

Grund 5 – Keyword Ranking Verluste durch Adwords-Kampagnen

Ranking Verluste in der organischen (unbezahlten) Suche können durch bezahlten SEM-Traffic verursacht worden sein. Nämlich dann, wenn Sie PPC-Kampagnen mit Keywords durchführen, für die Ihre Website ohnehin schon organisch gut gerankt hat. In einem solchen Fall werden die Anzeigen in den Suchergebnissen priorisiert und substituieren einen beträchtlichen Teil des organischen Traffics. Wenn der Traffic für gut rankende Keywords signifikant sinkt, reagiert Google mit Abwertung und Ranking Verlusten.

Prüfung und To Do bei SEM-Kannibalisierung

Vergleichen Sie die Keywords Ihrer aktuellen PPC-Kampagnen mit denen, die Ihnen guten organischen Traffic gebracht haben. Wenn Sie auf doppelte Keywords stoßen, stoppen Sie die PPC-Kampagnen, die diese beinhalten.

Allerdings sind damit die Ranking Verluste der abgesackten Keywords nicht automatisch wieder hergestellt. Vielmehr bedarf es zusätzlicher Anstrengungen durch On- und/oder OffPage-Maßnahmen, um Google davon zu überzeugen, dass die betroffenen Seiten doch relevant sind, beispielsweise durch eine Auffrischung des Contents unter Einsatz zusätzlicher Content-Arten oder durch eine Intensivierung des Linkbuildings zugunsten dieser Seiten.

Grund 6 – Google Keyword Ranking Verluste durch technische Fehler

Fehler technischer Art entstehen zumeist nicht auf der einfachen Bedienerebene, sondern bei Service-Providern, umsetzenden technischen Programmierern oder vorgelagerten Programmierern, die z. B. (kostenfreie) Plugin-Updates für Ihre Website entwickeln.

So ist z. B. möglich, dass Ihre Website zeitweise down war, ausgerechnet zu dem Zeitpunkt als der Smartphone-Crawler von Google um die Ecke kam. Dadurch können Keyword Rankings drastische Verluste erleiden und sogar ganze Seiten vorübergehend aus dem Index fallen.

Neu eingespielte Software-Updates können im (möglicherweise inkompatiblen) Zusammenspiel mit anderen Plugins Ihrer Seite Fehlfunktionen oder Darstellungsprobleme auslösen, die vorher nicht bedacht worden sind und nicht sofort bemerkt werden.

Daneben gibt es eine Flut weiterer Möglichkeiten, was technisch alles falsch gelaufen sein könnte. Am häufigsten sind die gar nicht oder nicht richtig gesetzten 301-Weiterleitungen, wodurch vorhandene Rankings Schaden nehmen. Ebenso kritisch ist der falsche Einsatz von noindex oder falsche Aussperrungen in der robots.txt – oftmals gut gemeint, aber schlecht gemacht. Ein weiterer Zeitzünder für Google Ranking Verluste sind Parameter-URLs, die Duplicate Content erzeugen. Lesen Sie dazu den Fachbeitrag: „Das doppelte Lottchen oder Duplikate unerwünscht“.

Auch Canonical-Tags sind Fehlerquellen. Jüngstes Beispiel bei einer ABAKUS-Kunden-Website:

Die http-URLs der Website waren mit Redirect 301 korrekt auf die https-Versionen weitergeleitet. Die https-URLs hatten aber einen Canonical-Tag auf die http-Versionen und verwiesen damit postwendend zurück.

Kein Wunder, wenn Google einen solchen Teufelskreis nicht verstanden- und mit Ranking Verlusten bestraft hat.

Warnmelder aktivieren und technische Fehler finden

Ein hilfreiches Tool, um überhaupt mitzubekommen, dass die Website down ist, bietet Uptime Robot. Mit einer kostenfreien Registrierung können Sie für bis zu 50 Websites Monitore anlegen, bei denen alle 5 Minuten geprüft wird, ob die Seiten erreichbar sind. Stellt Uptime Robot fest, dass eine Seite down ist, erhalten Sie umgehend eine E-Mail. Ebenso, wenn diese danach wieder am Netz ist:

Uptime Robot - Screenshot
Quelle: Uptime Robot
Softwarefehler identifizieren Sie am besten, indem Sie die wichtigsten Seiten nach jedem Plugin- und Software-Upgrade einer manuellen Prüfung unterziehen. Das muss nicht lange dauern und muss auch nicht von Raketenwissenschaftlern durchgeführt werden. Es reichen einfache optische- Tests und allgemeine Funktionstests. Fällt etwas auf, ist Ihr technischer Webmaster gefragt, die Probleme zu beheben, notfalls das Upgrade zurückzudrehen.

Für die Suche nach sonstigen technischen Fehlern sind der oben schon erwähnte Screaming Frog (500 URLs kostenfrei, Jahreslizenz 185€) und die kostenlose Google Search Console die ersten Mittel der Wahl.

Grund 7 – Google Ranking Verluste durch verbesserte Wettbewerber-Sites

Das Internet lebt! Es wächst, gedeiht und verändert sich in jeder einzelnen Minute. Neue Websites entstehen, Inhalte und Backlinks kommen hinzu oder werden neu justiert und vieles mehr. In den einzelnen Branchen und Teilmärkten tobt der Wettbewerb und eine Armee von Spezialisten arbeitet daran, die betreuten Websites erfolgreicher zu machen. Da ist es kein Wunder, dass Google Ranking Verluste auch dadurch zustande kommen können, dass die Konkurrenz besser arbeitet, mehr investiert, aktueller und nutzerfreundlicher daher kommt etc. Ausruhen gilt nicht, denn die Karten werden jeden Tag neu gemischt.

Folgende Faktoren hinsichtlich der Konkurrenz, die das eigene Ranking eventuell negativ beeinflussen, kommen in Frage:

  1. Komplett neue Wettbewerberseite ist online gegangen
  2. Wettbewerber hat seine Website relauncht
  3. Mitbewerber hat neue attraktive Inhalte zum Thema geschaffen
  4. Newsmeldungen zum Thema drücken das Ranking vorübergehend nach unten
  5. Mitbewerber haben stark in den Linkaufbau investiert

Prüfen und Wettbewerbsvergleich aufsetzen

Die Beobachtung der Online-Konkurrenz ist eine grundsätzliche Pflicht und Daueraufgabe. Die meisten Keyword Ranking Tools bieten einfache Funktionen an, um die eigenen Rankings denen der Wettbewerber gegenüber zu stellen. ABAKUS arbeitet hier primär mit dem Rank Tracker Wincher und ist tagesaktuell bestens darüber informiert, welche Veränderungen sich bei wem ergeben:

Wincher Export - 1
Wincher Export - 2
Wincher Export
Daneben machen SEO-Tools die Websites Ihrer Mitbewerber regelrecht „gläsern“ bis hin zu konkreten Traffic-Einschätzungen, was in der realen Welt nahezu undenkbar wäre.

Es ist an Ihnen, diese Analyse-Möglichkeiten zu eigenen Zwecken zu nutzen und zwar nicht nur, um Keyword Ranking Verluste nachzuvollziehen, sondern schon vorher, um Rankinggewinne einzufahren. Besuchen Sie von Zeit zu Zeit die wichtigsten Seiten Ihrer Konkurrenz, lernen Sie aus allem, was dort besser gemacht wird als auf Ihrer Seite, setzen Sie einen vergleichenden Keyword-Monitor auf und checken Sie die Backlinkprofile der Mitbewerber-Seiten im monatlichen Rhythmus.

Grund 8 – Keyword Ranking Verluste durch schädliche Backlinks und Negativ-SEO

In der virtuellen Welt des Webs ist Kriminalität noch präsenter und aktiver als in der Wirklichkeit. Grund dafür ist das leichter zu verschleiernde, weltweit mögliche Handeln in rechtsfreien Räumen und über Ländergrenzen hinweg. Meistens sitzen die Subjekte in „Schurkenstaaten“, die es nicht kümmert oder sogar begrüßen, was von ihrem Territorium aus an Straftaten begangen wird.

Eine echte Plage ist dabei das Link-Spamming von minderwertigen Dofollow-Links, mit denen massenhaft Webseiten traktiert werden. Ein Beispiel dafür waren in den letzten Wochen abertausende Links von Blogspot-Subdomains. Google behauptet, diese Probleme automatisch zu erkennen und empfiehlt, die Füße still zu halten. Doch wer glaubt das schon, wenn solche Links das Backlinkprofil der eigenen Website zerschießen und gleichzeitig Keyword Ranking Verluste auftreten? Wir bei ABAKUS jedenfalls nicht:

Referring Domains - Ahrefs
Quelle: Ahrefs

Ebenso weit verbreitet wie das Link-Spamming ist das Content-Scraping. Dabei werden Inhalte einer Website auf andere minderwertige Websites kopiert. Das Scrapen und Kopieren erfolgt weitgehend automatisch und wenn Google zuerst die abgekupferte Version findet, kann schon allein das zu Rankingverlusten führen.

Noch problematischer wird es dadurch, dass die massenhaft erschaffenen Spamlinks â la Blogspot und die Scraping-Klone auf Ihre Website verlinken und dabei immer wieder dieselben mit Keywords versehenen Ankertexte verwenden. So kann es durchaus passieren, dass Sie völlig unschuldig von Google wegen harter Keyword-Verlinkungen algorithmisch abgestraft werden.

In umkämpften und insbesondere in international aufgestellten Märkten ist Negativ-SEO keine Seltenheit. Dabei zielen die Angriffe darauf ab, Google Keyword Ranking Verluste für die Website eines Konkurrenten auszulösen.

Zu den Aktivitäten gehören in der Regel das wissentliche Erstellen von spammigen, unnatürlichen Links zu der Website des Konkurrenten, das Erzeugen von minderwertigem Kommentar-Spam auf der Website des Konkurrenten, das Initiieren negativer Kundenbewertungen, das Scrapen von Inhalten und sogar das Hacken der Website des Mitbewerbers. Erfolgreiche negative SEO-Angriffe können einen starken Ranking-Rückgang bei einer beträchtlichen Anzahl von Keywords verursachen und die Umsätze aus der organischen Suche sehr schmerzhaft eindampfen.

Ahrefs – Schädliche Weiterleitungslinks - Grafik
Quelle: Ahrefs – Schädliche Weiterleitungslinks, die den Eindruck erwecken, als stammten sie von Google-Länderseiten und seien vom Website-Inhaber zu Ranking-Manipulationszwecken gesetzt worden

Maßnahmen gegen schädliche Backlinks und Negativ-SEO

Die Täter zu ermitteln, die Ihnen Keyword Ranking Verluste und Umsatzeinbußen eingebrockt haben, ist wünschenswert, aber ein fast aussichtsloses Unterfangen. Also hilft in der Regel nur, alles Schädliche zu entfernen, was möglich ist und sich von dem, was nicht möglich ist, gegenüber Google zu distanzieren.

  • Checken Sie Ihr System, Ihre Dateien, Ihre Server gründlich, insbesondere auf Daten aus den letzten 30 Tagen.
  • Als Spam oder toxisch entlarvte Links und Scraperlinks sollten auf Domainebene via Disavow-Funktion entwertet werden. Sie finden das mit Vorsicht und Fingerspitzengefühl einzusetzende Tool unter dem obigen Link, wenn Sie in Ihrer Google Search Console eingeloggt sind.
  • Google bietet über diesen Link die Möglichkeit, Spam, Malware und Phising zu melden: https://developers.google.com/search/docs/advanced/guidelines/report-spam?hl=de
  • Gehen Sie die Seiten Ihrer Website durch, die nutzergenerierte Inhalte zulassen (Produktrezensionen, Kommentare zu Blogbeiträgen, Foren) und suchen Sie nach Spam-Kommentaren. Entfernen Sie die Kommentare, sperren Sie die Konten und erwägen Sie die Implementierung zusätzlicher Maßnahmen, um in Zukunft benutzergenerierten Spam zu unterbinden.

Google möchte nur vertrauenswürdige Inhalte anzeigen, deshalb scannt die Suchmaschine Websites auf Malware. Wenn sie eigenständig herausfindet, dass Ihre Website gehackt wurde, erhalten Sie eine Nachricht über die Google Search Console und Nutzer bekommen bei Aufruf Ihrer Website in den Suchergebnissen einen abschreckenden roten Warnhinweis, was Ihren Traffic zusätzlich in den Keller schickt. Im Bericht „Sicherheitsprobleme“ wird detailliert erläutert, was Sie tun können, um das Problem zu fixen und eine erneute Überprüfung durch Google zu veranlassen.

Lesen Sie außerdem diesen weiterführenden ABAKUS-Artikel zu Cyber Security und ziehen Sie die geeigneten Schlüsse daraus.

Fazit:

Mit den Hinweisen dieses Beitrags sowie kostenfreien und/oder preisgünstigen Tools ist einiges an selbständiger Analyse möglich, um Google Keyword Ranking Verlusten auf die Spur zu kommen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Voraussetzungen für verwertbare Resultate sind ein gesundes fachliches Basiswissen und personelle- sowie zeitliche Ressourcen. Ist eine der Voraussetzungen nicht gegeben oder die eigene Prüfung nicht eindeutig bzw. ergebnislos verlaufen, macht es Sinn, eine spezialisierte SEO-Agentur zu beauftragen. Denn falsche Maßnahmen einzuleiten wird deutlich teurer, als eine seriöse, professionelle Beratung zu konsultieren.

Quellen:
https://www.link-assistant.com/news/reasons-your-rankings-dropped.html
https://blog.linkody.com/seo/10-simple-steps-to-diagnose-and-repair-your-sudden-rankings-drop




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Michael Schwerdtfeger

Über Michael Schwerdtfeger

SEO
Michael Schwerdtfeger ist nach langjähriger, selbständiger Unternehmertätigkeit im Medienbereich, Verbandsmanager und Pressesprecher seit 2016 für ABAKUS in Hannover tätig. Suchmaschinenoptimierung betreibt er mit Leidenschaft sowie einem besonderen Faible für guten Content & OnPage-Optimierung.
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