SEO: 10 Webdesign-Fehler, die Sie 2026 vermeiden sollten
Gerade in KI-Zeiten sind scheinbar perfekte Seiten schnell erzeugt. Das Website-Layout erhält dann überwiegend positives Feedback. Aber Besucherzahlen und Conversions bleiben trotzdem weit hinter den Erwartungen zurück. Oft liegt es dann an typischen Fehlern, die Sie vermeiden sollten, damit Ihre Website ein SEO-Erfolg wird.
1. Fehlerhafte Hauptnavigation
Eine übersichtliche und leicht bedienbare Hauptnavigation verbessert die Nutzererfahrung. Sie hilft den Usern, schneller die gewünschten Informationen zu finden.
- Beschränken Sie sich auf jeweils höchstens 10 Menüpunkte und ordnen Sie die Menüpunkte nach Wichtigkeit.
- Wählen Sie für die Menüpunkte eindeutige Bezeichnungen.
- Halten Sie sich an die gängigen Konventionen: Platzieren Sie Ihre Navigation oben oder auf der linken Seite.
- Markieren Sie den jeweils aktuellen Menüpunkt und verdeutlichen Sie die Seitenhierarchie durch eine zusätzliche Breadcrumb-Navigation.
- Überprüfen Sie, ob die Navigation auch mobil einwandfrei funktioniert.
2. Sichtbarer Bereich nicht richtig genutzt
Endloses Scrollen gehört gerade auf dem Smartphone für viele Menschen mittlerweile zur Gewohnheit. Auch auf dem Desktop scrollen heutzutage mehr Menschen als früher. Durch die stark erhöhte Auswahl an Konkurrenten-Websites springen Nutzer allerdings schneller ab, so dass dieser Effekt die erhöhte Scrollbereitschaft ausgleicht.
Der Bereich Above The Fold (auf Anhieb sichtbarer Bereich) hat daher nach wie vor großen Einfluss auf den Website-Erfolg. Hier verschaffen sich die User einen ersten Eindruck und entscheiden, ob sie auf der Seite bleiben.
Folgende Dinge sollten im sichtbaren Bereich vorhanden sein:
- eine aussagekräftige H1-Überschrift
- ein Call-to-Action-Button zur Kontaktaufnahme oder zur Bestellung
- das leicht bedienbare und übersichtliche Hauptmenü
- das Firmenlogo
- das Wertversprechen (deshalb lohnt es sich, auf der Seite zu bleiben)
3. Buttons nicht richtig gestaltet
Buttons in Komplementärfarben haben bessere Erfolgsaussichten, sie fallen mehr auf und werden häufiger angeklickt. Heben Sie Ihre Buttons (Call-to-Actions) von der Farbgebung der Seite ab. Durch den maximalen Kontrast zu den sonstigen Farben schaffen Sie einen optischen Gegensatz.
Achten Sie auf gute Lesbarkeit und formulieren Sie eindeutige Handlungsaufforderungen. Vermeiden Sie nichtssagende Begriffe („OK“, „Ja“) und nutzen Sie stattdessen aktive Formulierungen („Jetzt kaufen“, „Anmelden“). Sorgen Sie außerdem für gute Bedienbarkeit auf Mobilgeräten.
4. Mobile Version nicht optimiert
Viele Ihre User gehen mit dem Smartphone online und Google verwendet primär die mobile Website-Version (Mobile-First-Indexierung). Zwei gute Gründe, die mobile Darstellung Ihrer Website gründlich zu optimieren.
Achten Sie besonders darauf, dass
- Buttons und Schaltfläche auf dem Smartphone gut bedienbar sind und ein ausreichender Abstand zu anderen Elementen besteht, um eine bequeme Bedienbarkeit zu gewährleisten.
- alle Inhalte ins Viewport passen und das Layout nicht sprengen.
- die Schrift auch mobil groß genug ist.
- keine übermäßig großen Bilder die Ladezeit verlängern und das Layout dominieren.
5. Seite ist zu unpersönlich
Vermeiden Sie Grafiken ohne direkten Bezug zu Ihrem Unternehmen. Fotos sollten nach Möglichkeit Ihre Mitarbeiter und Ihre Produkte zeigen. Verzichten Sie daher auf Stockfotos und KI-generierte Grafiken. Authentische Fotos schaffen Vertrauen.
Sprechen Sie Ihre User direkt an, vermeiden Sie unpersönliche Formulierungen und Passivkonstruktionen. Bauen Sie keine KI-generierten Texte direkt auf Ihrer Website ein. Die Nutzer wollen Ihre Meinung erfahren und von Ihren Erfahrungen profitieren.
Integrieren Sie Ihre Referenzen. So lassen Sie Ihre Kunden zu Wort kommen und schaffen Vertrauen. Bieten Sie Ihren Interessenten durch Fallstudien einen Einblick in Ihre Arbeitsweise.
6. Texte schlecht lesbar
- Wählen Sie eine passende Schriftart und gewährleisten Sie so gute Lesbarkeit. Eine serifenlose Schrift ist gerade bei niedriger Bildschirmauflösung besser lesbar.
- Dekorative oder außergewöhnliche Schriften lenken vom Inhalt ab und erschweren die Informationsaufnahme.
- Achten Sie auf darauf, wie die Schriftart in Fettdruck wirkt, um Überschriften klar vom Fließtext abzugrenzen.
- Bevorzugen Sie eine websichere Schrift. Web Safe Fonts sind auf fast allen Browsern und Betriebssystemen vorinstalliert. Bei diesen Schriftarten gibt es dann keine Unterschiede in der Darstellung.
- Beschränken Sie Ihre Zeilenbreite auf höchstens 750 Pixel. Zu breite Texte sind schlecht lesbar.
- Richten Sie Ihre Fließtexte linksbündig aus und stellen Sie eine ausreichend große Zeilenhöhe ein.
7. Informationen nur in Grafiken vorhanden
Bots werten die in Grafiken enthaltenen Informationen nicht aus. Teilen Sie Ihren User und den Suchmaschinen daher wichtige Infos immer auch in Textform mit. Aussagekräftige Grafiken dienen der besseren Darstellung von komplizierten Sachverhalten und verbessern die Nutzererfahrung. Fügen Sie immer beschreibende Alt-Tags hinzu und verwenden Sie gegebenenfalls sprechende Dateinamen, so machen Sie Ihre Grafiken maschinenlesbarer.
8 HTML-Fehler
Bedenken Sie: Auch ein schönes Design basiert unter Umständen auf fehlerhaftem HTML-Code.
- Validieren (Markup Validation Service) Sie die Richtigkeit Ihres Quelltextes.
- Verwenden Sie semantisches HTML, um Suchmaschinen die Arbeit zu erleichtern.
- Trennen Sie HTML und CSS. Vermeiden Sie hardcodierte CSS-Anweisungen.
- Schreiben Sie schmalen Quellcode und verzichten Sie auf überflüssige HTML-Elemente.
9. Broken Links
Überprüfen Sie, ob Ihre ausgehenden Links noch funktionieren. Verweise auf nicht mehr existierende oder kaputte Seiten verärgern Ihre User und senden negative Signale an die Suchmaschinen. Fehlerhafte externe Links gelten bei Suchmaschinen als Hinweis, dass Sie Ihre Seite nicht pflegen und die Inhalte eventuell nicht aktuell sind. Aktualität ist gerade für KI-Suchmaschinen oder den Google KI-Modus ein wichtiger Erfolgsfaktor.
10. Langsame Ladezeit
Nutzen Sie die gängigen Tools (PageSpeed Insights), um Ihre Ladezeit zu überprüfen und befolgen Sie die dort gegebenen Tipps. Stellen Sie sich folgende Fragen:
- Sind die Grafiken komprimiert?
- Ist der Quelltext optimiert?
- Lädt die Seite überflüssiges Javascript? Erfolgt das Laden von JavaScript an der richtigen Stelle?
- Ist ein effizientes Caching eingebaut?
- Verlängern Weiterleitungsketten (Redirects) die Ladezeit?
- Haben Sie zu viele Plugins installiert?






